Archiv für Februar 2012

KINDHEIT IN AFRIKA UND ANDERSWO

Mittwoch, 29. Februar 2012

ERSTES WIENER LESETHEATER MIT ISHRAGE M. HAMID

Kindheit in Afrika und anderswo

(Träume und Erinnerungen)
Poesiefrühling Printemps des Poètes

Eigene Texte und Texte verschiedener AutorInnen lesen:
Ruth Aspöck, Ishraga Mustafa Hamid (Sudan/Österreich), Emilia Locatin, Susanne Schneider, Cäcilia Thaler
Trommel: Jonny Mauser

Wann: Freitag, 9. 3. 2012, 19:30
Wo: Pool 7, Rudolfsplatz 9, 1010 Wien
Eintritt frei / Spenden erbeten

Friedrich Ebert Stiftung – Internationaler Frauentag

Mittwoch, 29. Februar 2012

Die 1925 gegründete und nach dem damaligen sozialdemokratischen deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert benannte Stiftung bietet neben ihrer Bibliothek mit über 800.000 Medien vor Ort auch eine „Digitale Bibliothek“. Diese umfaßt unter anderem eine große Zahl hauseigener Publikationen und digitalisierter historischer Zeitschriften, beispielsweise zu frauen- bzw. genderpolitischen Fragen, zu Themen der Bildungs- und Entwicklungspolitik sowie der Geschiche der Arbeiterbewegung.

Den Frauentag feiert die Friedrich Ebert Stiftung mit der Veranstaltung „GENDER REFRAMED. Geschlechterpolitik, die funktioniert“.

Wann: Donnerstag, 8. März 2012, 18 bis 20.30 Uhr
Wo: Friedrich Ebert Stiffung (FES)-Haus1, Hiroshimastraße 17, Berlin.

„Wer erfolgreich Geschlechterpolitik machen möchte, braucht so einiges. Zum Beispiel strategischen Weitblick, Verbündete, gutes Timing, Nerven wie Drahtseile – und viel Erfahrung. 16 gleichstellungspolitische Profis haben nun für die Friedrich-Ebert-Stiftung ihre Erfolgsrezepte
aufgeschrieben – als Handbuch und Ideenfundgrube für all diejenigen, die heute geschlechterpolitisch etwas in Bewegung bringen wollen. Am Internationalen Frauentag ladet die Friedrich Ebert Stiftung Sie ein, sich von den Autor/innen des Kompendiums inspirieren zu lassen, die Erfolge der Vergangenheit zu feiern und Pläne für die Zukunft zu machen.“

Mit Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin als Gastrednerin und musikalischem Ausklang mit Fräulein Bernd.

Anmeldung: bitte per Mail oder per Fax 030/26935-9239.

6. SCHREIBSALON

Dienstag, 28. Februar 2012

SCHREIBSALON MÄRZ 2012

Sie suchen für Ihr literarisches Schreiben einen Rahmen, in dem Sie Anregungen, Austausch mit anderen Schreibenden und individuelle Unterstützung finden?

Dafür gibt es den einmal monatlich stattfindenden Schreibsalon mit den „Duftenden Doppelpunkten“.

Das Thema im März:

„WARUM? WIESO? WESHALB?“ FRAGEN über Fragen und wie man die Antworten darauf fürs literarische Schreiben nutzen kann.

Wann: Mittwoch, 14. März 2012, 18.00 bis 20.00 Uhr
Wo: 1060 Wien, Garbergasse 18
Wie: 7 Minuten von der U3 / U6 Station Westbahnhof. Aufgang „Innere Mariahilferstraße“ – Millergasse: Sie folgen der Millergasse bis zur Kreuzung mit der Mittelgasse und Garbergasse.

Der Schreibsalon zum Preis einer Kinokarte: 8,- Euro.

  • Sie benötigen keine Vorkenntnisse und können jederzeit einsteigen.
  • Schriftliche Unterlagen und eine kleine Stärkung sind im Preis inbegriffen.
  • Bei jedem 4. Besuch erhalten Sie eine 50-prozentige Ermäßigung.
  • Und wie profitieren Sie von Schreibsalon?

  • Sie erhalten Tipps für Ihr literarisches Tun
  • Sie probieren unterschiedlicher Textformen
  • Sie entwickeln Ihre Kreativität und Ihr Handwerkszeug
  • Sie leben Ihre Experimentierfreude aus
  • Anmeldung und Information:

    Mail: Schreibsalon
    Telefon: 0043/01/597 75 54

    20 Jahre Ariadne

    Montag, 27. Februar 2012

    „Wir müssen die reiche, einheimische Literatur und die Fülle von Schriften aus dem Ausland, die die mächtig anwachsende Bewegung erzeugt, sammeln, damit es der Gegenwart und Zukunft diene.“
    (Marie Lischnewska, 1896)

    Seit 20 Jahren sammelt, dokumentiert und digitalisiert Ariadne innerhalb der Österreichischen Nationalbibliothek frauenspezifische, geschlechtertheoretische und feministische Literatur.

    Angesiedelt an einem Ort des Gedächtnisses, wird die Sichtbarmachung der weiblichen Seite des aktuellen und historischen Bestandes der Österreichischen Nationalbibliothek seit 1992 mit eigenen Projekten verfolgt. Ein besonderes Anliegen ist Ariadne die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegungen und ihrer Protagonistinnen.
    Heute bietet die Österreichische Nationalbibliothek mit Ariadne die größte österreichische Servicestelle für frauenspezifische Information und Dokumentation, sie errang damit internationale Aufmerksamkeit und Präsenz und ist aus dem Diskurs der österreichischen und internationalen Frauen- und Geschlechterforschung nicht mehr wegzudenken.

    Dies alles gilt es zu feiern …

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    Veranstaltungen Internationaler Frauentag 2012

    Montag, 27. Februar 2012

    Zur Zeit können Sie sich hier über Frauentagsveranstaltungen aus Deutschland und Österreich (Wien, Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck, Klagenfurt und Hittisau) informieren. Auf weitere Frauentagsveranstaltung weisen wir gerne in diesem Beitrag hin. Schreiben Sie uns einfach ein Mail oder nutzen Sie die Kommentarfunktion unterhalb des Beitrages.

    Weiterführende Infos zum Thema Frauentag

  • Internationaler Frauentag 2012. Auch nach 101 Jahren hat der „Internationale Frauentag“ seine Bedeutung keineswegs verloren. Ganz im Gegenteil…
  • 100 Jahre Internationaler Frauentag: Eine umfangreiche Zusammenstellung zur Geschichte des Frauentages im „Duftenden Doppelpunkt.
  • Literaturliste: Frauentag – Frauengeschichte – Feminismus heute.
  • DEUTSCHLAND

    Mit weit mehr als 300 Einträgen lädt der Terminkalender des „Deutschen Frauenrates“ zum diesjährigen Internationalen Frauentag ein. Er bietet einen bundesweiten Überblick darüber, wer wo und wie den 8. März begeht – und er hat Platz für weitere Einträge…

    ÖSTERREICH

    Wien

    Frauen Lesben Mädchen – Dem0: 8. März 2012, Wien, Auftaktkundgebung Schwedenplatz, 16.30 Uhr, Demobeginn 17.00.

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    Internationaler Frauentag 2012

    Mittwoch, 22. Februar 2012

    Auch nach 101 Jahren hat der „Internationale Frauentag“ seine Bedeutung keineswegs verloren. Ganz im Gegenteil.

    Wie bereits im vergangene Jahr bietet das Literaturblog Grußkarten mit Zitaten von engagierten Frauen bzw. Frauenrechtlerinnen zum Mobilisieren für und Gratulieren am 8. März an. Heuer gibt es erstmalig auch e-cards mit französisch- bzw. englischsprachigen Zitaten.

    Die Probleme und die daraus resultierenden Forderungen der Frauenbewegung spiegeln die patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen wider und sind vielfältig wie die Frauenbewegung selbst – der Beitrag zeigt die Probleme anhand von vier Beispielen auf: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Gewalt gegen Frauen, Geschlechtergerechte Sprache, Sexistische Werbung

    Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

    Das Ungleichgewicht bei der Erwerbsarbeit spiegelt sich nicht nur in ungleichem Lohn für gleichwertige Arbeit wider. Viele Frauen sind auch heute noch in wenigen, sogenannten Frauenberufen tätig und decken einen Großteil der Nachfrage an Arbeitskräften im Bereich des Niedriglohnsektors ab.

  • Der Equal Pay Day (Tag der Einkommensgleiche) macht darauf aufmerksam, dass Frauen in Österreich bis zum 13. April weiterarbeiten müssen, um so viel zu verdienen, wie Männer, die bis zum 31. Dezember des Vorjahres gearbeitet haben.
  • jobs4girls: Friseurin, Einzelhandelskauffrau oder Bürokauffrau. Mehr als die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge in Wien ergreifen einen dieser drei Lehrberuf.
  • Gewalt gegen Frauen

    Gewalt gegen Frauen zeigt sich in vielerlei Formen: körperlich, sexuell, seelisch, institutionell, strukturell.
    Und sie ist auch noch 2012 oft ein Tabuthema, zu dem entsprechend wenig Daten vorliegen. Einen Anhaltspunkt bietet die österreichische Prävalenzstudie „Gewalt in der Familie und im nahen sozialen Umfeld “ aus dem Jahr 2011: 57 Prozent der Frauen machten im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalterfahrungen – die meisten davon in der Partnerschaft. 74 Prozent der Frauen erlebten sexuelle Belästigung. Jede 3. Frau hat sexuelle Gewalt erlebt. Jede 5. Frau macht schwere sexuelle Gewalterfahrungen. Mehr als jede 10. Frau erlebt mehrmalige schwere sexuelle Gewalthandlungen mit körperlichen, seelischen und/oder langfristigen psychosozialen Folgen.

  • Österreichische Gewaltprävalenz-Studie
  • Terre des femmes. Menschenrechte für die Frau
  • Amnesty International will am „Internationalen Frauentag“ unter dem Titel „Äusserst grausames Spiel“ mit Stoffpuppen sensibilisieren.
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    Eine ganze Frau – ohne Skalpell!

    Montag, 20. Februar 2012

    Kunst- und Literaturwettbewerb

    With (he)art against FGM ruft in Kooperation mit der Romanautorin Silke Porath und dem Musiker und Menschenrechtsaktivist Bafing Kul bildende KünstlerInnen und LiteratInnen auf, sich zur weiblichen Genitalverstümmelung versus kosmetische Genitaloperationen künstlerisch und/oder philosophisch zu äußern. Das Projekt möchte mithelfen, bestehende Tabus aufzubrechen und ein neues Bewusstsein für die weibliche Sexualität zu schaffen. Unnötige Eingriffe am weiblichen Körper – ob in sterilen Krankenhäusern oder im afrikanischen Busch – müssen sobald wie möglich der Vergangenheit angehören.

    Unter dem Motto „Eine ganze Frau – ohne Skalpell!“ können bis 31. August 2012 Bildwerke (max. 70 x 100 cm), Skulpturen, Gedichte, Sachtexte oder Kurzgeschichten eingereicht werden.

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    „Verinnerlichte Beschädigungen“

    Mittwoch, 15. Februar 2012

    Literatur aus der Arbeitswelt

    Werner Lang – unter anderem Autor im Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ – setzt sich in seinem Text „Verinnerlichte Beschädigung“ mit der Arbeitswelt von Monteuren der Voest-Alpine in der Sowjetunion der 1980er-Jahre auseinander.

    Verinnerlichte Beschädigungen

    Thema: Liebe

    In den Achtziger-Jahren gingen einige meiner Arbeitsreisen als Monteur – unter anderem – auch in die Sowjetunion. In Bezug auf das gestellte Thema „Geschlechtsverkehr“ kann ich mich im Nachhinein nur mehr an die Baustelle von der Voest-Alpine-Montage in Weißrussland in der Nähe von Shlobin erinnern.

    Dort sollte ein riesiges Stahlwerk entstehen. Ob es jemals in Betrieb genommen wurde, habe ich bis heute nicht in Erfahrung gebracht. Mein Arbeitsvertrag lief ein paar Monate vor der Fertigstellung ab und wurde nicht mehr verlängert.

    Das ganze Baustellengebiet von der „Voest“ war eingezäunt. Das Eingangstor wurde überwacht. Man konnte nur mit einem Ausweis das Baustellengelände betreten. Mit zur Baustelle gehörte das so genannte Wohngebiet. Dort standen nebeneinander gereiht und aufgetürmt Container. Die Container waren die Schlafstätten der Monteure. In jedem von diesen waren zwei Monteure untergebracht. Sie waren gerade so groß, dass zwei Betten hineinpassten. Toiletten und Waschräume waren extra in anderen Containern untergebracht. Diese waren so zwischen den Schlafcontainern angebracht, dass man sie innerhalb der Containerblöcke erreichen konnte, ohne die gegenseitig anliegenden Containerüberdeckungen zu verlassen. Ein großer Speisesaal mit Werksküche befand sich in einer eigenen Baracke. Sanitätsraum mit Wäscherei lag ein wenig abseits von den Schlafstätten. Zu gewissen Zeiten ordinierte dort auch ein russischer Arzt. Prostituierte durften von den Monteuren in den Wohnbereich von der Baustelle mitgenommen werden. Meistens waren das junge Frauen, einige davon dürften noch minderjährig gewesen sein. Die Monteure hielten sie für Zigeunerinnen. Sie bekamen von den Monteuren zu essen und zu trinken. Das Trinken bestand größtenteils aus Alkohol. Einige von den Prostituierten dürften schon Alkoholikerinnen gewesen sein. Am Abend, also nach Arbeitsschluss, wurden die jungen Mädchen in den Freizeiträumen betrunken gemacht, später in die Container mitgenommen und in den Schlafstätten durchgefickt. Morgens, vor Arbeitsbeginn wurden sie aus den Zimmern geworfen. Am folgenden Abend wiederholte sich das Spiel in anderen Schlafstätten. Tripper war die häufigste Krankheit bei den Monteuren. Der Arzt hatte sich schon darauf eingerichtet. Wenn ein Monteur zu ihm kam und nicht sagte was er hatte, bekam er vom Arzt eine – schon für diese Fälle vorbereitete – Spritze verabreicht, sagte mir einer, der es wissen musste. Doch im Verhältnis der Anzahl von Monteuren auf der Baustelle zu den sogenannten Prostituierten, konnte – mathematisch berechnet – jeder einzelne Monteur nur einmal im Monat zu einem Fick kommen, obwohl „der Strich“ in der Sowjetunion billiger war als in Österreich. Das heißt, es waren nur sehr wenige, aber sehr junge Frauen für den Geschlechtsverkehr in den Arbeiterlagern vorhanden. Sonntags war allgemein arbeitsfrei. Meistens gingen die Monteure in den nächstgelegenen Ort – Shlobin. Der Weg führte an kleinen Siedlungen vorbei. Die Monteure hielten sie für Zigeunersiedlungen. Diese Wohnhäuser standen mitten auf dem vom Fluss Dnjepr versumpften Gebiet. Es waren mehr vereinzelt nebeneinander stehende Holzhäuser. Davor standen immer ein bis zwei ältere Frauen. Wenn Angehörige von der Voest-Baustelle vorbeikamen, hielten sie ihre Röcke hoch und zeigten ihre Geschlechtsteile. Dafür verlangten sie fünfzig Kopeken. Meistens bekamen sie das Geld von den Monteuren nicht, obwohl oder weil ihr Aussehen erbärmlich war. Weiterlesen »

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