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Nähere Infos: Wiener Bücherschmaus

Der Große Böse Fuchs

9. April 2018 von eag

Teestunde mit Steckrüben. Oder: Vom irrwitzigen – vermeintlichen – Scheitern

Auf dem Bauernhof Unruhe stiften, Angst und Schrecken verbreiten, all das würde er gerne, der Fuchs. Stattdessen bezieht er von den Hennen Schelte. Auch der Wolf, der aus dem Loser einen richtigen Fuchs, ein richtiges Raubtier!, machen möchte, scheitert an dem wehrhaften Federvieh (Teufels-Hühner, die sich schon mal mit Holzlatten, Heugabeln und Fackeln zur Wehr setzen). Nicht genug dieses Irrwitzes ist der Fuchs alsbald mit drei frisch geschlüpften Küken konfrontiert, die ihn für ihre Mama und folglich sich selbst für Füchse halten. Statt die Kleinen zu verspeisen, wie von Fuchs und Wolf ursprünglich geplant, stellt der Fuchs sich den Herausforderungen der Küken-Erziehungsarbeit. Zuerst nur äußerst widerwillig entwickelt er schließlich Zuneigung zu seinen drei Sprösslingen. Allerdings hat der Wolf nicht auf die ursprüngliche Idee des Eierklaus vergessen, und auch die Hühner merken nach einiger Zeit, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht …

Diese witzige Geschichte erzählt der französische Cartoonist, Animator und Filmemacher Benjamin Renner in zum Schreien komischen Bildern (wenn die lieben Kleinen Teegesellschaft spielen und eine Steckrübe als Gräfin titulieren, wenn die Hühner ihre Vereinssitzung einberufen, weil der Wach- und Hofhund seinen Aufgaben nicht nachkommt, bleibt kein Auge trocken). Wenige kleine Striche genügen für die Darstellung der sehr abwechslungsreichen Gemütszustände all dieser tierischen ProtagonistInnen. Wie mit Mosaiksteinchen gestaltet Benjamin Renner viele kleine, slapstickartige Szenen zu einem Tableau der Fauna, wie es die Menschenwelt noch kaum erlebt haben dürfte. Und doch sind diese beiden Universen gar nicht so verschieden. Hier wie da quengeliger Nachwuchs, Tücken der Erziehung, seltsame Freunde, Tarnen und Täuschen, Fragen nach der eigenen Herkunft, überbesorgte Mütter, Elternvereine …

Der Band ähnelt mit bis zu acht Bildchen pro Seite Filmsequenzen. Tatsächlich bildet Benjamin Renners Graphic Novel auch die Basis des französischen Animationsfilms „Le Grand Méchant Renard et autres contes“.

Petra Öllinger

Benjamin Renner (Text & Ill.): Der Große Böse Fuchs. (Originaltitel: Le Grand Méchant Renard)
Aus dem Französischen von Benjamin Mildner
avant-verlag Berlin, 2017
Softcover, 192 Seiten, € 25,80 (Ö)
Über Benjamin Renner
Trailer zum Film
© Buchcover: avant-verlag

Erlesene Satiren mit André Blau und Regina Adler

24. März 2018 von eag

Der Gründonnerstagabend am 29. März 2018 um 19:30 Uhr steht ganz im Zeichen von „Radio SGT“ (es geht eh) und dessen erprobtem Moderationsduo André Blau/Regina Adler.

Genießen Sie die radio-aktive Fiktion auf der Bühne, ehe die mediale Realität die Fantasie überholt.

Was die Welt bewegt, in gehobener Interviewkultur. News, Fakten, Fake, Life und Style! Einstweilen NOCH offline, doch gerade deswegen noch mehr live als live. Mega-, meta- und supra-live! Als Gast an diesem Abend begrüßt das effektiv installierte Moderationsteam André Blau und Regina Adler den Liedermacher Valentin Lichtenberger.

Neue erlesene Satiren aus dem Studio Bücherschmaus im Sendesaal der Galerie KoKo

Wann: Donnerstag, 29. März 2018. Achtung: Beginnzeit diesmal 19:30 Uhr
Wo: Galerie KoKo, Mittelgasse 7, 1060 Wien

Der Eintritt ist frei – wir freuen uns über Spenden für die Leseförderprojekte des „Wiener Bücherschmaus“.

Wegen des begrenzten Platzangebotes ersuchen wir um Reservierung:
Tel.: 0677/612 659 11 oder E-Mail.

Werner Lang – Stramm – Repetitive Erzählung

7. Januar 2018 von eag

DER „DUFTENDE DOPPELPUNKT“ EMPFIEHLT!

Das Buch „Stramm – Repetitive Erzählung“ wird im Rahmen einer Ausstellung und einer damit verbundenen Lesung im Projektraum MAG3, in Wien präsentiert.

Eröffnung: Freitag, 19. Jänner 2018, 19:30
Ort: Projektraum MAG3, Schiffamtsgasse 17, 1020 Wien. Erreichbar über U2 Taborstrasse oder U4 Schottenring/ Ausgang U2 Herminengasse)

Begrüßung: Gue SCHMIDT
Zum Projekt: Manfred KRENN, Soziologe
Lesung: Werner LANG

Dauer: 20. Jänner – 13. Februar 2018
Öffnungszeiten: Di. – Fr., 17:00-20:00

Arbeitswelt Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus einer Art Fotodokumentation einer in der Obersteiermark, genauer gesagt, in der Stahlstadt Mürzzuschlag ehemals angesiedelten Edelstahlproduktion.

Der zweite Teil der Ausstellung besteht aus Textauszügen von Werner LANGS neuester Buchproduktion STRAMM / Repetitive Erzählung, worin er am Beispiel einer in dieser Arbeitswelt tätigen Person namens Stramm, Lebens- und Arbeitsumstände beschreibt.

„Stramm lernte in der Arbeit mit der alltäglichen Angst, alles richtig und jedem recht zu machen, die ihm in der Lehrzeit eingebläut wurde, zu leben. Ähnliches erzählte ihm auch einmal sein Bruder, der sein ganzes Leben als angelernter Hilfsarbeiter an einer Spannmaschine in diesem Werk verbracht hatte. Bei ihm galt es, die ersten paar Monate als Schnitzbinder durchzustehen, wo jeder glaubte, über die neuen Hilfsarbeiter verbal herfallen zu können. Damals war diese Stahlfabrik noch verstaatlicht.“

Der Text des Buches wird von mehr als fünfzig Fotografien des Künstlers Gue Schmidt begleitet und visualisiert.

Kulturelle Identitaet Werner Lang, geboren 1955 in Hönigsberg, lebt in Wien. War tätig als Betriebsschlosser, Schweißer, Monteur, Verschieber, Lokführer, Kranführer, zerstörungsfreier Werkstoffprüfer. War in der Gewerkschafts-, Friedens- und Umweltbewegung aktiv. Weiters: Ausstellungen, Vorträge, Puppentheater für Erwachsene, Kleintheater. Schreibt für die Kulturzeitschrift Tarantel und theoretische, sozialpolitische Artikel für das Magazin des Gewerkschaftlichen Linksblocks „Die Arbeit“.

Gue Schmidt: Geboren, lebt und arbeitet. Verschiedene Stadien. Seit Beginn der 80er Jahre Arbeiten in den Bereichen visuell-akustischer Medien, im elektronischen Raum, Fotografie, Installationen und Performances inner- und außerhalb Europas. Preise und Stipendien.

Philosophieren mit Kindern im Lesemäuseclub

20. November 2017 von eag

In einem Nest auf einen Baum sitzenden Kindern wir vorgelesenAm letzten Lesemäuseclub-Termin in diesem Jahr widmen wir uns anhand der Fabel von La Fontaine „Die Grille und die Ameise“ verschiedenen literarisch-philosophischen Fragen wie z.B. Warum gibt es überhaupt einen Winter? Was müssen wir vorbereiten, um gut über den Winter zu kommen? Sind dafür stets Arbeiten und Anstrengung notwendig?

Wir freuen uns, dass wir für diesen Nachmittag Frau Simone Klein vom Kulturkreis Edition Libica gewinnen konnten. Gemeinsam mit unserem Bücherschmaus-Lesemäuserich Michael Karjalainen-Dräger wird sie die Kinder ins Reich der Philosophie begleiten und zum Nachdenken, zu eigenen Gedanken und zum Lesen einladen.

Für Kinder von 6-10.
Die Teilnahme ist kostenlos – eine Anmeldung ist erforderlich.
E-Mail an den Bücherschmaus.
T.: 0677/612 659 11

Wann: Montag, 27. November 2017, 16:00-17:00 Uhr
Wo: „Wiener Bücherschmaus“, Garbergasse 13, Eingang Oskar-Werner-Platz, 1060 Wien

Vorlesefest 2017

13. November 2017 von eag

DRACHENKRÄUTERDRACHEN

Bereits zum zweiten Mal findet am 17. November wieder der große Vorlesetag im Rahmen des Vorlesefestes statt.

Der „Wiener Bücherschmaus“ lässt heuer wilde Gesellen los. Oder sind die gar nicht so wild? Drachen können nicht nur Feuer spucken und Prinzessinnen entführen, sie kennen sich auch aus mit Kräutern. Und was kaum jemand weiß: Sie sind im Grunde recht nette Wesen. Glaubst du nicht? Gemeinsam mit Alice und Irmi kannst Du einige kennenlernen.

Für Kinder ab 6 Jahren.

Wann: Freitag, 17.11.2017 von 15:00 bis 16:00 Uhr
Wo: „Wiener Bücherschmaus“ – Verein für Leseförderung und Buchkultur, Garbergasse 13, Eingang Oskar-Werner-Platz, 1060 Wien
Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Achtung: begrenzte TeilnehmerInnenzahl. Anmeldung unbedingt erforderlich.
Per E-Mail oder telefonisch 0677/612 659 11

© Monster: Vorlesefest/ Facultas Verlags- und Buchhandels AG

Abschied und Trauer im Bilderbuch – Workshop

10. November 2017 von eag

„Wo ist sein Leben hingegangen?“*

Der Verlust eines geliebten Wesens verschlägt uns oft buchstäblich die Sprache. Bilderbücher können kleine und große Menschen ein Stückchen weit durch diese schwere Zeit begleiten. Anhand einer Auswahl von Bilderbüchern widmen wir uns den Fragen „Wie kann ich als Trauernde/r Kraft aus Geschichten schöpfen?“ und „Wie kann ich trauernde kleine/große Menschen mithilfe von Bilderbüchern unterstützen?“ Theoretische Inputs und kleine praktische Übungen laden dazu ein, diesen Bilderbuchweg kennenzulernen.
Für Erwachsene.
Hinweis: Der Workshop ist kein therapeutisches Programm.

Datum: Samstag, 18. November 2017, 15:00-17:00 Uhr
Ort: Buchhandlung „Wiener Bücherschmaus“ – Verein für Leseförderung und Buchkultur, 1060 Wien, Garbergasse 13, Eingang Oskar-Werner-Platz
Teilnahmegebühr: € 18.-/Person
Achtung: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
E-Mail oder T.: 0677/612 659 11
Maximale TeilnehmerInnenzahl: 8
Referentin: Mag.a Petra Öllinger – Psychologin, Autorin, Schreibcoach, Vorlesepatin, Absolventin des STUBE-Fernkurses für Kinder- und Jugendliteratur und einer der Duftenden Doppelpunkte.

* Der Titel ist ein Zitat aus dem Buch „Als der Tod zu uns kam“ von Jürg Schubiger (Text) und Rotraut Susanne Berner (Ill.)

Beiträge vor einem Jahr:
Petra und der Wolf

Workshop – Essen im Bilderbuch …

18. Oktober 2017 von eag

… als Inszenierung fürs Anderssein – Workshop

Wann: Dienstag, 24. Oktober 2017, 19:00 Uhr
Wo: Wiener Bücherschmaus, Garberg. 13/Ecke Mittelg./Oskar-Werner-Platz, 1060 Wien
TN-Gebühr: € 18,00 – Anmeldung UNBEDINGT erforderlich.
Tel.: 0677/612 659 11 oder E-Mail: Wiener Bücherschmaus

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt! Und wenn nicht?

Essen bietet weit über seine physiologische/materielle Funktion hinaus Möglichkeiten, die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Tischsitten und der Umgang mit Nahrungsmittel sind eine Form der literarischen Darstellung menschlicher und tierischer Figuren. Sozial erwünschtes Essverhalten nicht (mehr) zu erfüllen, ist aber auch Ausdruck für Ablösung aus der Herkunftsfamilie. Anhand ausgewählter Bilderbücher für Kinder zwischen 4-8 Jahren probieren wir verschiedene kulinarische Übungen aus und betrachten Erzählanlässe zum Thema Eigenständigkeit.

Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierte Erwachsene.

Leitung: Petra Öllinger, Psychologin, Autorin, Schreibcoach, Vorlesepatin, Absolventin des STUBE-Aufbaukurses für Kinder- und Jugendliteratur.

Beiträge vor einem Jahr:
Überall und nirgends

Erfolg in Studium und Karriere – Fit durch Selbstcoaching

16. Oktober 2017 von eag

Ein Navi für Studierende und junge HochschulabsolventInnen

Noch ein Ratgeber für den erfolgreichen Weg durch den Universitätsalltag und das Erklimmen der beruflichen Karriereleiter?
„Wir plädieren für ein kräftiges ‚Gewiss!‘“ Diesen Worten von Co-Herausgeberin und Co-Autorin Natascha Miljković ist zuzustimmen.
Das Buch bietet eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis. Vier Hauptkapitel (Kompetenzen, Studium, Kontakte, Karriere) mit vielen Übungen (200!) sind in kompakte Themenhäppchen gegliedert und helfen – geschlechtergerecht formuliert – beim Navigieren durchs studentische Leben. Man muss sich nicht von Anfang bis Ende durchs Buch arbeiten, sondern kann auch beim jeweiligen eigenen, aktuellem „Brennpunkt“ andocken. Das Layout bietet hier eine gute Orientierung: Übungskästchen sind mit einem Stift, Kästchen mit Tipps mit einem Turnschuh markiert. Die Kästchen umfassen Inhalte, die in anderen Karriereratgebern oft übersehen werden, zum Beispiel ein Security-Check für das technische Equipment, das Thema Freiwilligenarbeit, die häufig unterschätzte Möglichkeit, auch als „unfertige/r“ Studierende/r Expertise bei Tagungen zu zeigen.

Sympathisch, wie die AutorInnen Mut machen zur Authentizität und die LeserInnen nicht mit 08/15-Tipps traktieren: René Merten zum Beispiel zeigt, dass ein abgebrochenes Studium nicht automatisch persönliches/fachliches Versagen bedeutet, sondern durchaus eine Bereicherung fürs Berufsleben bietet; gleichzeitig räumt er auf mit dem Vorurteil, Karriere und Erfolg seien dasselbe. Die beiden weiteren Co-Autorinnen Regina Fenzl und Katrin Miglar brechen eine Lanze fürs (wissenschaftliche) Schreiben mit vielen (praktikablen) Anregungen abseits vom Elfenbeinturm.
Auch wenn an einigen Stellen die Fülle an Inhalten ein bisschen zu einer, um Natascha Miljković zu zitieren – „kreativen Wurst an Gedankengängen“ – zu werden droht (dem Kapitel „Karriere“ hätte z. B. ein Weniger an thematischem Hin und Her gut getan): Gesamtgesehen bietet das Buch mit seinen weiterführenden Literaturhinweisen, praktische Übungen und zahlreiche Tipps ein Füllhorn, aus denen StudienanfängerInnen und junge AbsolventIn wertvolle Unterstützung und Anregungen beziehen können.

Petra Öllinger

Natascha Miljkovi? & René Merten (HgIn.): Erfolg in Studium und Karriere – Fit durch Selbstcoaching
Verlag Barbara Budrich, Opladen & Toronto, 2017
Taschenbuch, 268 Seiten, € 20,60 (Ö)
Über Natascha Miljković
Über René Merten

Am Donnerstag, 19. Oktober 2017 um 19:00 Uhr finden im „Wiener Bücherschmaus“ – Verein für Leseförderung und Buchkultur die Buchpräsentation und Mini-Workshops statt. Die genauen Informationen finden Sie hier.

© Cover: Barbara Budrich / UTB Verlag