Birgit Ebbert – Brandbücher

Die Autorin, Leseförderin und Erich-Kästner-Spezialistin Birgit Ebbert hat mit „Brandbücher“ ihren ersten Roman für Erwachsene veröffentlicht. Wie im Titel schon anklingt, bildet die Bücherverbrennung den roten Faden der Handlung. Dieser „… besteht aus zwei oder sogar drei Geschichten. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die alte Postkarten findet und versucht herauszufinden, was es damit auf … Weiterlesen

Jan Ulrich Hasecke – „Ich bin doch auch ein Hitlerjude!“

Gefahrvoller Humor – Flüsterwitze im Nationalsozialismus Eine Ziege, eine Kuh und ein Esel stehn in Österreich in der Nähe der deutschen Grenze. Die Ziege geht nach Deutschland, kommt aber sofort zurück und sagt: »In Deutschland darf man noch nicht einmal meckern.« Die Kuh geht auch, kommt sofort zurück: »In Deutschland wird man zuviel gemolken.« Der … Weiterlesen

Zehnter Todestag von Erich Zwirner

Der „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“ gibt zur Erinnerung an den zehnten Todestag des Arbeiters und Schriftstellers Erich Zwirner eine Broschüre heraus. Erich Zwirner wurde 1928 in Mürzzuschlag geboren und hat sein gesamtes Arbeitsleben in der Stahlindustrie verbracht. Er beschrieb diese Arbeitswelt in zahlreichen Prosatexten mit größtenteils autobiografischen Zügen. Er starb am 17. April 2003. Wir … Weiterlesen

Werner Lang: Arbeitswelten in Bild und Wort

Werner Lang ist als Autor ein Stiller im oftmals geräuschvollen Literaturbetrieb. Er kommt aus Betrieben, in denen die Geräusche von Maschinen und Werkzeugen nicht selten so laut sind, dass sie alle menschlichen Äußerungen übertönen. Er kämpft dagegen mit Worten an. Seine jahrzehntelangen Erfahrungen in der industriellen Arbeitswelt hat er zu Literatur verdichtet, die sich nicht … Weiterlesen

Armin Baumgartner – Die Wucht des Banalen

Stamperl, Kredenz; und Karel Gott hängt neben Jesus Gleich vorweg: Mit Wucht „kommen“ Armin Baumgartners Texte nicht „daher“; vielmehr schleichen sie sich auf leisen Sohlen heran. Und dann machen die Texte Halt in – vermeintlich – Banalem. Armin Baumgartner ist ein genauer Beobachter von Begebenheiten; hält den Blick auf kleine Szenen, die sich sonst allzu … Weiterlesen

Mögen die schönen Dinge nicht in Vergessenheit geraten

Heute schon das Wort Nackerpatzl, Papperlapapp oder Schnoferl in den Mund genommen? Wer jetzt wegen dieser Begriffe völlig deschparat ist, kann in Irene Ricks Buch „Mögen die schönen Dinge nicht in Vergessenheit geraten“ Abhilfe finden. Bei der Auswahl der Worte handelt es sich um Ausdrücke aus Irene Ricks Kindheit, die wieder durch Wörterbücher und Internet … Weiterlesen

Die ungewöhnlichen Gedanken des Christian Hänggi

Gastfreundschaft dem freien Geist In Zürich belästigte vor wenigen Wochen ein gigantisches Megaposter am Bellevue den empfindsamen Passanten. Calida ließ eine Frau in Dessous posieren und betextete das Bild mit den Worten: „Mittelpunkt des Universums: Ich“! Auch wenn das nur zu gut nach Zürich passt, und wenn es Hunderten von kleinen Mittelpunkten im smartphonefixierten Vorbeihasten … Weiterlesen

Armin Schmidt, Marinus Münster – Die Spargelstecherin

Unmajestätische Ernte von königlichem Gemüse Oft wird er mit dem Attribut „nobel“ versehen – der Spargel. Weniger nobel hingegen sind die Bedingungen, unter denen das Gemüse das Licht der Welt erblickt. Verlegen senkt er den Kopf und geht auf Melinka zu, die wie zur Abwehr ihren rechten Arm hebt. So endete Armin Schmidts „Die Erntehelferin“. … Weiterlesen