Alfred Hirschenberger – Buchpräsentation

In Anwesenheit des Autors Alfred Hirschenberger liest Alfred Rupprecht; einführende Worte: Reinhold Sturm.

Wann: Dienstag, 26. November 2013, 19:00 Uhr
Wo: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien

Alfred Hirschenberger: gelernter Werkzeugmacher, Arbeit als Betriebsleiter. Veröffentlichungen: „Spiegelung. Geschichten und Erzähllungen“ (1983), „Liesing, Lainz, Langenzersdorf. Erzählung“ (1989), „Die Welt, ein System von Annahmen. Eine lustvolle Hinterfragung des Systems ‚Kapitalismus'“ (2008).
Heuer veröffentlichte Alfred Hirschenberger „Eruption und Erosion. Ein Österreich-Roman“ im trafo Verlag und „Das Feigenblatt und andere Abwegigkeiten“ im Gefco Verlag.

Alfred Rupprecht: Schauspieler und Regisseur, ab 1974 Ensemblemitglied des Volkstheaters.

Reinhold Sturm: Studium der Betriebswirtschaft und Wirtschaftspädagogik, Lehrer und betriebswirtschaftlicher Consultant, Galerist und Autor.

Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ dankt Reinhold Sturm für den folgenden Beitrag.

Alfred Hirschenberger, ein klassenbewusster Arbeiter, der seinen beruflichen Weg erfolgreich absolviert hat, hat auch die Bildungs- und Reflexionsideale der Arbeiterbewegung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwirklicht. Im Roman „Eruption und Erosion“ schildert und reflektiert er in der Form einer fiktiven ins Autobiografische gehende Roman-Erzählung die Geschichte der Ersten Republik aus der Sicht eines Arbeiterkindes und Arbeiterjugendlichen, der in einem Gemeindebau des Roten Wien groß wird.

Sprachgewandt, realistisch, aufklärend, mit einer modellhaften Kritik der politischen Ökonomie dieser und unserer Zeit und einer konstruktivistischen Behandlung des Mediums Sprache zur Literaturgestaltung.

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Menschenrechte und Kunst

Vor 65 Jahren, am 10. Dezember 1948, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit der Resolution 217 A (III) die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Der Verein webbrain widmete die Veranstaltungsreihe denkkunst/schreibkunst 2013 in Kooperation mit mel-art dieser Tatsache. Im August 2013 wurde ein Aufruf zur Einreichung von Kurztexten jeglichen Genres veröffentlicht, die den Zusammenhang … Weiterlesen

Erich Zwirner – Gedenkveranstaltung

Der Todestag des Schriftstellers und Industriearbeiters Erich Zwirner jährt sich zum zehnten Mal.

Gedenkveranstaltung

Wann: 13. November 2013 um 19 Uhr
Wo: Kunsthaus Mürzzuschlag.

Programm:

Ottwald John liest aus den Werk Erich Zwirners
Musik:
Reinhard und Erich Zwirner jun.
Film: Ausschnitte aus der ORF-Sendung „Arbeitswelt in der Literatur – Literatur in der Arbeitswelt“.
Gesprächsrunde: Freunde und Weggefährten erinnern sich an Erich Zwirner.

Kartenpreis: 6,- € / 4,- €
für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren ist der Eintritt frei

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40. Todestag von Ingeborg Bachmann

Zur Erinnerung an Ingeborg Bachmann Die österreichische Dichterin erlag am 17. Oktober 1973, drei Wochen nach einem Unfall, bei dem sie sich schwere Brandwunden zugezogen hatte, ihren Verletzungen im San-Eugenio-Krankenhaus von Rom. 1973 erzählte sie Friedrich Heer, dass sie sich nur mehr mit österreichischen Problemen befassen möchte, literarisch befassen möchte, und dass es deshalb eben … Weiterlesen

Lesung Alfred Hirschenberger

Der Schauspieler und Regisseur Alfred Rupprecht liest Ausschnitte aus dem neuen, autobiografischen Roman des Floridsdorfer Autors Alfred Hirschenberger.

Die Einführenden Worte spricht der Galerist und Autor Reinhold Sturm.

Wann: Donnerstag, 03. Oktober 2013, 19 Uhr
Wo: „Werkl“ Goethehof: Schüttaustraße 1, 1220 Wien
Tel.: +43 1 967 96 54
E-Mail: info@werkl.org

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Einladung zum Kunstgespräch mit Reinhold Sturm

AUSSTELLUNG Jürgen Messensee im Kunstforum Bank Austria Am 25.09.2013 Treffpunkt im Eingangsbereich um 15:00 Uhr. Kosten: Gruppeneintrittskarte (EUR 7,50), verbilligter Katalog falls gewünscht. Zu dem Bild „Der 24. Mai“ wurde im Katalog ein Text von Reinhold Sturm veröffentlicht. Jürgen Messensee ist angefragt. Reinhold Sturm ersucht um Anmeldung per E-Mail: sturm.reinhold@gmail.com Text im Katalog von Jürgen … Weiterlesen

Menschenrechte und Kunst

Texte zum Thema Menschenrechte und Kunst gesucht Der Verein webbrain lädt ein, Kurztexte jeglichen Genres, die den Zusammenhang zwischen Kunst und Menschenrechten zum Thema haben, einzureichen. Vor 65 Jahren, am 10. Dezember 1948, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit der Resolution 217 A (III) die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. webbrain widmet seine Veranstaltungsreihe … Weiterlesen

Hans Schmeier

Zur Erinnerung an den 70. Todestag des Schriftstellers und Antifaschisten Hans Schmeier

HANS SCHMEIER (Wien 1925 – London 1943), Schriftsteller; ab 1938 Großbritannien.
Mitglied: Young Austria in Great Britain.

Schmeier wurde am 6. Juli 1925 in Wien geboren. Sein Vater war Emil Schmeier, Kaufmann. Er wurde am 4. August 1878 Wien geboren. Religionszugehörigkeit mosaisch. Staatsangehörigkeit: Österreich. Von 2. November 1919 – 13. August 1939: in der Josefstädter Straße 93/1/10 im 8. Bezirk gemeldet, starb am 27. September 1941 in Wien 18, im Rothschild-Spital. Seiner Mutter Pauline, geborene Pick, soll mit anderen Familienangehörigen nach Jugoslawien geflüchtet und 1943 umgekommen sein.

Die Daten sind den Unterlagen des Matrikelamtes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und des Meldeamtes Wien entnommen.

Hans Schmeier kam 1938 mit dem ersten, auf Betreiben von Adolf Eichmann zusammengestellten „Kindertransport“, dieser verließ Wien am 11. Dezember 1938, nach England. Er war 13 Jahre alt und musste in einem Kinderlager die erniedrigende Prozedur des so genannten „Kindermarktes“ über sich ergehen lassen.

Er hatte eine Tante, Emilie Weihs, die nach New York emigriert war, und einen Cousin Felix, der gleich ihm nach Großbritannien gelangte. Hans Schmeier und sein Freund Erich Fried verkehrten in der Leihbibliothek des aus Wien stammenden Dichters, Buchhändlers, Bibliothekars und Journalisten Fritz Gross (1897-1946), der als unabhängiger Linker schon 1933 mit einer bedeutenden Sammlung deutschsprachiger politischer Literatur nach Großbritannien emigriert war.
Zusammen mit Erich Fried schloss Schmeier sich – mit einigen inneren Vorbehalten – wie aus einem Gespräch von Konstantin Kaiser mit Erich Fried zu entnehmen ist, der Free Austrian Youth und dem verdeckt arbeitenden Kommunistischen Jugendverband in Großbritannien an.

Schmeiers enge Bindung an die „Austrian Youth“ manifestiert sich auch darin, dass er zumindest zeitweise im Austrian Youth House, 132 Westbourne Terrace, wohnte. Davor war er 1940 in Northampton, wo er, so Erich Fried, „Erste Gedichte“ schrieb. Er hielt, wie aus seinen nachgelassenen Papieren zu ersehen ist, u. a. einen kleinen Vortrag über Jura Soyfer, versuchte sich in der deutschsprachigen Übersetzung englischer Dichter (W. B. Yeats, Joy Davidman), arbeitete an einem längeren Prosatext, der das Gruppenleben von „Young Austria“ schilderte, und nahm vom 3. bis 5. Juli als österreichischer Delegierter an der „International Youth Conference“ in Southampton teil. Später war Schmeier in London im War Effort in der britischen Kriegsindustrie beschäftigt (vgl. Konstantin Kaiser, Österreichische Literatur im Exil).

Beiträge von Schmeier wurden in „Zeitspiegel“, „Österreichischer Jugend“ (London), Gedichte in der Anthologie „Mut. Gedichte junger Österreicher“ (London 1943) veröffentlicht.

Dass sich die Gedichte von Hans Schmeier an das Sonett anlehnen, scheint die Abwehr einer als „chaotisch“ empfundenen Welt des Exils und Widerstandes zu entsprechen, auf das der Aufsatz „Form als Protest. Das Sonett in der Literatur des Exils und der Emigration“ von Ttheodore Ziolkowskie hinweist. Er betont darin ebenso, dass das Sonett „in deutlichen Kontrast zum ästhetischen Geschmack der Reichsschrifttumskammer“ stehe und als eine „entartete Gattung“ gegolten habe.
In Bertold Brechts Sonett in der Emigration – ein Beispiel für die Deutsche Exilliteratur schreibt Marion Wolfschmitt in ihrer gleichnamigen Arbeit: „ … erzählt das lyrische Ich von seiner persönlichen Geschichte in einem fremden Land.“(S. 5).

Hans Schmeier erzählt aus seinem Exil:

Sonett
Nur wem die Not rundum
Das Herz zerdrückt,
der hält sein Menschentum,
und Schweres glückt.

Nur wer, weil Leid ihn sticht,
Änderung sucht
Entkommt dem Endgericht,
wird voll gebucht.

Nur wer den Kampf erkennt,
der heute lohnt und brennt,
und nicht nach Schonung fragt –

Nur wer zu kämpfen wagt,
weil er auch lieben kann,
der ist ein Mann.

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