Archiv für Januar 2013

Literaturquiz – 80 Jahre Bücherverbrennung

Mittwoch, 23. Januar 2013

Das Quiz wird sich in dreiundzwanzig Teilen über das ganze Jahr 2013 erstrecken. Vierzehntägig fragen wir jeweils nach einer Autorin/einem Autor; nach Menschen, deren Werk 1933 in Flammen aufging, die im KZ und im Zuchthaus litten, ins Exil gezwungen wurden und das NS-Regime oftmals nicht überlebten.

Die jeweils aktuellen Fragen finden Sie auf der Seite Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933

Neben der Herausforderung des Knobelns, der Anregung, Wohlbekanntes wiederzulesen oder sich auf Neues einzulassen, können Sie in jeder Quizrunde einen Buchpreis gewinnen. Wir freuen uns auf Ihre Antworten!

Die Bücherverbrennung 1933 und ihre Auswirkungen:

Schreibworkshop für Migrantinnen

Mittwoch, 23. Januar 2013

„Freude in meiner Sprache heißt …“

Interkulturelle Schreibwerkstatt für zwei-/mehrsprachige Frauen
Donnerstag, 14. März 2013 von 17.00 bis 20.00 Uhr.

Mit Petra Öllinger vom Team „Der Duft des Doppelpunktes“

Musik, Bilder, der Traunsee und vieles mehr inspirieren uns zu unseren Texten. Wir schreiben über unseren Lieblingsort, über Mondfrauen und Sonnenmädchen, tanzen mit Worten und befüllen eine Wunschkiste. Wir schreiben in deutscher Sprache – unabhängig von den jeweiligen Deutschkenntnissen – und in den vielen Sprachen der Teilnehmerinnen.
Die Freude am kreativen Umgang mit Worten und am Austausch mit den Frauen stehen im Mittelpunkt.
Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Datum: Donnerstag, 14. März 2013
Uhrzeit: 17.00 bis 20.00 Uhr
Ort / Anmeldung: Frauenforum Salzkammergut, Soleweg 7/3, 4802 Ebensee.
Tel.: 06133/4136
E-Mail an das Frauenforum Salzkammergut
Preis: € 20,- / erm. € 15.-
Anmeldeschluss: 4. März 2013

Brillis Wort zum Montag

Montag, 21. Januar 2013

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Unerreichbar

Es ist im Übrigen so, dass auch den Hauskaspars hin und wieder ein Fehler passiert, hohe Küchenregale und verschlossene Kühlschranktüren hin oder her.
(In meinem Umfeld gibt es Hunde, die behaupten, sie könnten durch Hypnose verschlossene Kühlschranktüren dazu bringen, sich zu öffnen. Zwetschke machte kürzlich einen Versuch. Minutenlang starrte sie den Kühlschrank an. Schließlich kam Hauskaspar II und öffnete das Reich von Käse und Eiskonfekt … Telepathie statt Hypnose?).
Zurück zu den Fehlern der Hauskaspars. Da reichen fünf Millimeter näher am Tischrand, schon ist er weg, der Marmeladekrapfen. Köstlich!
Und ist es mein Fehler, wenn Hauskaspar I das von Gästen mitgebrachte Plundergebäck so auf der Küchenarbeitsplatte platziert, dass ich mühelos mit der rechten Vorderpfote heranreiche? Nein, ich müsste lügen, behauptete ich, mir wäre von diesen vier Stück Topfengolatschen schlecht geworden.
Und ist es meine Schuld, wenn Hauskaspar II die Tür zur Speisekammer (ja, bei uns gibt es so etwas noch) einen Spalt offenlässt, sodass ich diese locker mit meiner linken Vorderpfote öffnen kann? Den Deckel von der Futtertonne zu bugsieren war eine Leichtes. Die Käseeckerl habe ich ebenfalls probiert. Ein Lob auf die beiden, die light-Produkte verschmähen. Fettgehalt – 48 Prozent – der hat was!
Und liegt es in meiner Verantwortung, wenn vor der Wohnungstür der Mistkübel steht (Hauskaspar II: „Ich bringe ihn gleich runter!“) und aus dem „gleich“ eine Stunde wird? Darf das Wurstpapier in den Restmüll? Lieber rausfischen. Und der Alu!-Deckel mit den Kaffeejoghurtresten? Lieber ganz sauber machen.

Danach bin ich für eine Weile lieber unerreichbar.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Zeit- und Selbstmanagement für StudentInnen – Seminar

Mittwoch, 16. Januar 2013

„Das kann ich morgen auch noch erledigen.“, „So wichtig ist das heute nicht, erst noch schnell …“, „Wenn nicht immer diese Störungen wären!“, „Ich würde es ja gerne erledigen, aber …“

Kennen Sie das auch? Zu Semesterbeginn hat man jede Menge Zeit … und so viele Interessen und FreundInnen, um die es sich zu kümmern gilt. Doch schon nahen die Ferien, die ersten Prüfungstermine werden gesetzt und auch das Semesterende steht bald wieder vor der Tür. Und wie jedes Mal findet man keine Zeit zu lernen!

Dabei kann alles ganz einfach sein! In diesem Workshop klären wir, warum uns manche Tätigkeiten so viel reizvoller erscheinen und uns Ablenkungen überhaupt ablenken können, wenn wir doch genau wissen, dass es Wichtigeres zu tun gibt. Eine richtige, für Sie und Ihre Lebensumstände passende Zielsetzung und eine gute Zeitplanung werden ebenso behandelt wie Arbeitsplatz-Gestaltung und Stressbewältigung.

Wann: Samstag, 2. Februar 2013 von 09.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Afro-Asiatisches Institut Wien, Türkenstraße 3, 1090 Wien.
Preis: € 120.-

Seminarleitung:
Mag.a Dr.in Natascha Miljkovic, (Inhaberin der Firma Zitier-Weise, Agentur für Plagiatprävention e. U., Anbieterin der Workshop-Reihe der „[(Zitat)]“-Ambulanz). Naturwissenschafterin, Wissenschaftsberaterin, präventive Plagiatprüferin.
Mag.a Petra Öllinger vom Team der „Duftenden Doppelpunkte“.

Kontakt, weitere Informationen sowie Anmeldung:
E-Mail Zitat-Ambulanz
Homepage „[(Zitat)]“-Ambulanz

Brillis Wort zum Montag

Montag, 14. Januar 2013

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Anneaux pastels
„Ich hoffe, es ist für jeden etwas dabei.“ So stand es im Brief einer lieben Bekannten, der ihren Weihnachtsleckereien beigelegt war; so und nicht anders. Sie hatte nicht geschrieben: „Verwahrt die kulinarischen Schätze sicher vor Brilli und Zwetschke.“
Aber was taten die beiden Hauskaspars? Sie nahmen das Glas Gänseleberpastete und das Glas Weichselmarmelade aus der Geschenkschachtel, machten „Ah!“ und „Oh“, öffneten den Deckel, schnupperten an der Pastete, schnupperten an der Marmelade, verschlossen die Gläser wieder und stellten sie in den Kühlschrank. „Garantiert unerreichbar!“, lachten sie. Es folgten „Haha“ und „Ausgetrickst.“
Dann nahmen sie das Sackerl mit den Weihnachtskeksen für Zweibeiner aus der Schachtel, öffneten den Verschluss, kosteten drei, vier Stück, machten das Sackerl wieder zu und platzierten es im Küchenregal – ganz oben! „Da kommen sie nie ran!“ „Give me five!“ Gelächter, siegesgewisse Posen.
So ging es minutenlang. Wunderbare Dinge wurden aus dem Paket gezaubert. Aber was taten die beiden? Sogar die in Lorbeerblätter gewickelten Thymiansträußchen wurden von ihnen bestaunt und danach an einem für uns unerreichbaren Ort verstaut.
„ … für jeden etwas dabei.“ Es war offensichtlich: Die zwei wollten uns nichts von den Köstlichkeiten abgeben.
Plötzlich! Drei Hundeköpfe! Ein Setter, ein Retriever und ein Collie, abgebildet auf einer Packung, die Hauskaspar I mit großem Getöse aus dem Geschenkkarton fischte. In dieser Packung waren sie: anneaux pastels. Knusperringerl in hellgrün, hellgelb, crème und rosa. Wir bekamen je ein (in Ziffern: 1!) Stück. Dann wanderten die anneaux – genau: an einen hundesicheren Ort.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Plagiatprüfung und Plagiatprävention – Seminar

Donnerstag, 10. Januar 2013

Für schnellentschlossene StudentInnen und JungwissenschafterInnen – eine Anmeldung ist noch bis morgen, 11. Jänner 2013, möglich.

Das Seminar gibt einen Überblick über Plagiate, Plagiatprüfung und Plagiatsvermeidung.
• Bist Du ‚Austrias Next Guttenberg’?! – wie man Plagiate vermeidet,
• unterschiedliche Definitionen und Kategorisierung von Plagiaten,
• Wie funktionieren die Prüfprogramme? – Ähnlichkeitsprozente, warum überlisten nicht klappt!
• Nutzen vs. Gegenargumente der Plagiatprüfung,
• Warum wird sie eingesetzt?
• Was sollten Studierende, was Betreuende wissen?
• Einsatzgebiete der Plagiatprüfung außerhalb von Universitäten.

Datum: Samstag, 26. Jänner 2013, 09.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Afro-Asiatisches Institut, Türkenstraße 3, 1090 Wien
Preis: € 120.-
Informationen und Anmeldung: Dr.in Natascha Miljkovic, E-Mail, Tel.: +43/ (0) 660/ 16 100 79
Zitier-Weise

BEST OF DUFTENDER DOPPELPUNKT 2012

Donnerstag, 10. Januar 2013

Wenn das zehnteilige Literaturquiz, der Twitteratur-Adventkalender und die Weihnachts- bzw. Neujahrsgedichte keine statistische Berücksichtigung finden, wurden 2012 im „Duftenden Doppelpunkt“ folgende 25 Seiten am häufigsten aufgerufen.

Zum siebzigsten Todestag von Richard Zach

Montag, 7. Januar 2013

Die AutorInnen der TARANTEL wollen das schmale Werk Richard Zachs dem Vergessen entreißen.

Den Beginn der Erinnerungsveranstaltungen macht Werner Lang mit Texten von Richard Zach.

Wann: 10. Jänner 2013 um 19 Uhr
Wo: Werkl im Goethehof, Schüttaustraße 1, 1220 Wien

Richard Zach 1919-1943

Richard Zach kam am 23. März 1919 in Graz als zweiter Sohn einer Arbeiterfamilie zur Welt.

Sein Vater Rupert war als Fassbinder in der Brauerei Puntigam in Graz beschäftigt. Seine Mutter Wilhelmine arbeitete neben Haushalt und Familie an den Wochenenden als Aushilfe in einem Gasthaus.

1931 musste die Familie Zach ihre enge Wohnung verlassen und in eine Kellerwohnung umziehen.
Richard Zachs Mutter starb 1932. In dem Gedicht „Aus meiner Jugend“ schildert er die neuen Wohnverhältnisse, die die Mutter, neben unermüdlichem Arbeiten, in den Tod trieben:

Dann klebte auf den Scheiben eine braune Kruste.
Die Füße ohne Körper glitten schnell vorbei.
Wir kauerten am Ofen, eingetaucht in Blei.
Bei Güssen sickerte aus Bodenfugen das Wasser.
Ein Kanalschacht lief darunter.
Da wurden wir dann wieder etwas munter,
wenn wir die vollen Eimer aus der Stube trugen.
Die Straßenköter schauten durch das Fenster zu.
Sonst ließ die fromme Mitwelt uns in Ruh`.

Nach dem Tod der Mutter wurde er von seinem Bruder getrennt und kam in die Obhut von Verwandten.

Zwischen Februar 1934 und der Okkupation Österreichs

Von 1934 bis 1938 besuchte Richard Zach die Bundeslehrerbildungsanstalt in Graz.
Die Februarereignisse 1934 waren für ihn ein einschneidendes gesellschaftspolitisches Ereignis. Über die Vernichtung der Arbeiterbewegung unterrichtet uns sein in dieser Zeit entstandenes Gedicht, „Poem“. Dessen Inhalt ist durch die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse der damaligen Zeit geprägt. Es steht stellvertretend für die Niederlage der österreichischen Arbeiterbewegung.

Um diese Zeit trat Richard Zach aktiv in das politische Geschehen ein und half bei der Gründung einer Widerstandsgruppe.
Als er die Matura mit Auszeichnung bestand, war die politisch-kulturelle antifaschistische Tätigkeit der halblegalen Jugendorganisation „Jung-Freiheitsbund“ schon voll im Gang. Und Richard Zach war aktiv daran beteiligt. Weiterlesen »