Archiv für die Kategorie 'Frauen & Literatur'

Zum Tod von Yvette Z‘Graggen

Dienstag, 24. April 2012

Ausserhalb der Schweiz praktisch unbemerkt, ist die vielleicht wichtigste Schriftstellerin der französischsprachigen Schweiz, die Genferin Yvette Z’Graggen, am 16. April im Alter von 92 Jahren verstorben.

Ohne sich die Mühe zu geben, sich selbst dabei als besonders sympathisch erscheinen zu lassen, schildert sie ein etwas verwöhntes, junges Mädchen, das seine ersten literarischen Arbeiten verfasst, das einige flüchtige Liebschaften erlebt und aus dem ungeliebten Landdienst davon läuft, das aber trotz ihrer Arbeit beim Roten Kreuz und trotz des Urlaubs in Brissago, in dessen einstigem Grand Hotel jüdische Frauen untergebracht sind, zu dem erschütternden Schluss kommt, dass es von der systematischen Abweisung der jüdischen Flüchtlinge nichts, aber auch gar nichts mitbekommen hat.

Als Leser erleben wir dabei den zuweilen schmerzlichen Prozess des Sich-Erinnerns und des Be-Schreibens mit, wobei die persönlich-subjektive Perspektive des Mädchens Yvette durch die zeitlich korrespondierenden Artikel der von ihr abonnierten Tageszeitung „La Suisse“, in der die Behandlung der Flüchtlinge praktisch nicht erwähnt wird, und durch Ergebnisse der neueren historischen Forschung jeweils ergänzt wird. Weiterlesen »

Internationaler Frauentag Zitate Aphorismen

Freitag, 2. März 2012

E-Cards mit Zitaten und Aphorismen

Um den bestmöglichen Überblick zu gewährleisten, sind die Zitate bzw. Aphorismen auf den E-Cards zusätzlich unterhalb des Fotos bzw. der Linktipps aufgelistet. Ihre Zusammenstellung entspricht der Reihung den Karten.

Foto einer zartrosa Rose mit einem Zitat von Olympe de Gouges

Linktipps zum Frauentag

Folgende Zitate finden Sie auf den E-Cards

  • Calamity Jane: Wenn es etwas gibt, was die Welt haßt, so ist es eine Frau, die sich selbst um ihre Angelegenheiten kümmert.
  • Clara Zetkin: Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein.
  • Coco Chanel: Ein Mann kann anziehen, was er will – er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau.
  • Emmeline Pankhurst: Frauen sind erst dann erfolgreich, wenn niemand mehr überrascht ist, dass sie erfolgreich sind.
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20 Jahre Ariadne

Montag, 27. Februar 2012

„Wir müssen die reiche, einheimische Literatur und die Fülle von Schriften aus dem Ausland, die die mächtig anwachsende Bewegung erzeugt, sammeln, damit es der Gegenwart und Zukunft diene.“
(Marie Lischnewska, 1896)

Seit 20 Jahren sammelt, dokumentiert und digitalisiert Ariadne innerhalb der Österreichischen Nationalbibliothek frauenspezifische, geschlechtertheoretische und feministische Literatur.

Angesiedelt an einem Ort des Gedächtnisses, wird die Sichtbarmachung der weiblichen Seite des aktuellen und historischen Bestandes der Österreichischen Nationalbibliothek seit 1992 mit eigenen Projekten verfolgt. Ein besonderes Anliegen ist Ariadne die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegungen und ihrer Protagonistinnen.
Heute bietet die Österreichische Nationalbibliothek mit Ariadne die größte österreichische Servicestelle für frauenspezifische Information und Dokumentation, sie errang damit internationale Aufmerksamkeit und Präsenz und ist aus dem Diskurs der österreichischen und internationalen Frauen- und Geschlechterforschung nicht mehr wegzudenken.

Dies alles gilt es zu feiern …

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ARIADNE

Dienstag, 29. November 2011

Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte

Die aktuelle Ausgabe der Ariadne : Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel setzt sich mit dem Thema „Gedenken und Erinnern : Perspektiven der Aufarbeitung des Nationalsozialismus“ (Nr. 59) auseinander.

Die Vorstellung einer homogenen Kategorie ›Frau‹, der vorschnell das Etikett des Unpolitischen angeheftet wurde, verstellte lange Zeit den Blick auf die komplexe Verstrickung und Mittäterinnenschaft von Frauen in die Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie behinderte aber auch lange eine angemessene Würdigung der weiblichen Opfer der nationalsozialistischen Politik.

Folgende Beiträge finden Sie in „Gedenken und Erinnern. Perspektiven der Aufarbeitung des Nationalsozialismus“ Weiterlesen »

Clara Viebig

Dienstag, 18. Januar 2011

„Clara Viebig – Ein langes Leben für die Literatur“

Die Herausgeber Christel Aretz und Peter Kämmereit stellen ihre Dokumentation vor, die druckfrisch auf der Frankfurter Buchmesse 2010 vom Rhein-Mosel-Verlag, Zell, präsentiert wurde und sprechen über ihre Arbeit verbunden mit einer Lesung und anschließendem Gedankenaustausch.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Clara-Viebig-Gesellschaft und Clara-Viebig-Pavillon e.V. Bad Bertrich.

Wo: Buchhandlung Reuffel, Brückenstr. 1, 56727 Mayen
Wann: 26.01.2011, 20.00 – 21.30 Uhr

Weitere Termine:
17.02.2011 Kreissparkasse Vulkaneifel Daun
17.03.2011 Landesbibliothek Koblenz
07.04.2011 Stadtbibliothek Trier
16.06.2011 Stadtbücherei Wittlich

Hrsg. Christel Aretz und Peter Kämmereit. Clara Viebig – Ein langes Leben für die Literatur. Dokumentation zum 150. Geburtstag. RHEIN-MOSEL-VERLAG, Zell/Mosel, 2010. 264 Seiten, 19,80 Eur(D).

Clara Viebig
(* 17. Juli 1860 in Trier; † 31. Juli 1952 in Berlin) war eine naturalistische Erzählerin, deren Werke um die Jahrhundertwende in den bürgerlichen Haushalten zur Standardbibliothek gehörten… Via Wikipedia.

Lise Meitner Literaturpreis 2009

Sonntag, 12. Juli 2009

Teilnahmeberechtigt sind Deutsch schreibende Frauen mit unveröffentlichten, höchstens dreißigseitigen Prosatexten (experimentelles einschließlich). Pro Autorin dürfen bis zu drei Texte eingereicht werden. Erwartet werden Texte zum Thema Technik und Geschlecht.

Einsendeschluss: 9. September 2009

Nähere Infos: Lise Meitner Literaturpreis

Zu Fuß nach Tibet

Mittwoch, 27. Mai 2009

Lesung mit Holde Naumann aus dem Buch von Alexandra David-Néel, 1868–1969, umrahmt mit tibetischer Musik von und mit Tsewang Gyatso und einer Fotoausstellung mit Tibet-Impressionen von Renate Horak.

Erster Teil des Abends
Biografie über das mehr als 100 Jahre umfassende abenteuerliche Leben von Alexandra David-Néel als Opernsängerin, Feministin, Schriftstellerin, Journalistin, Orientalistin, Buddhistin, Forschungs- und Entdeckungsreisende. Sie hat als erste ausländische Frau, verkleidet als tibetische Bettelnonne, 1923 die verbotene Stadt Lhasa betreten.

Zweiter Teil des Abends
Ausschnitte aus „Mein Weg durch Himmel und Höllen“. Hier schildert David-Néel lebendig und mit einem durch nichts zu erschütternden Humor die Abenteuer dieser langen Wanderung.

Veranstalter
Save Tibet – Gesellschaft zur Hilfe an das Tibetische Volk

Wann: Montag, 8. Juni 2009, 18.30 Uhr
Wo: Pfarrzentrum Hernals 17., Sankt-Bartholomäus-Platz 3

Elfriede Jelinek-Forschungszentrum

Donnerstag, 19. März 2009

Das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum dokumentiert Elfriede Jelineks Arbeiten und deren Rezeption, arbeitet laufend an einem Gesamtwerkverzeichnis, das auch alle Aufführungen, Übersetzungen, Bearbeitungen und die Forschungsliteratur beinhaltet. Es baut ein umfassendes Archiv sowie eine international vernetzte Informationsstelle zur Autorin auf. Es erarbeitet Forschungsprojekte, organisiert Symposien und Veranstaltungen, gibt Publikationen heraus und bietet Service-Leistungen für WissenschaftlerInnen, Studierende, SchülerInnen, ÜbersetzerInnen und KünstlerInnen an.

Neben Forschungsarbeiten gilt das Hauptaugenmerk dem Sammeln, Dokumentieren und Archivieren von Materialien zu Elfriede Jelinek. Die Bestände sind für alle zugänglich.

Jelinek-Forschungszentrum

Datenbank des Jelinek-Forschungszentrum

Homepage von Elfriede Jelinek