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Brillis Wort zum Montag

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Wo ist Ian Rankin?

„Wer von euch hat die Broschüre von der Literaturtagung gefressen?“ Der strenge Blick, die strengen Worte. Jetzt ist nicht zu spaßen mit Hauskaspar 1.
Zwetschkes Gesichtsausdruck ist eine einzige Empörung: „Moi?“
Ich halte dem Blick von Hauskaspar 1 stand. Ich weiß worauf da angespielt wird.
Meine Güte. Einmal ist es mir passiert. Ein einziges Mal. Und das ist schon Jaaaahre her.
Doch Hauskaspars Miene bleibt streng, trifft mich mit voller Härte, die sinngemäß meint: „Du bist die mit den Vorlieben für Druckwerke. Gib zu, dass du die Literaturtagung gefressen hast.“
Nur weil ich vor langer Zeit einmal einen Kriminalroman des schottischen Autors Ian Rankin gekostet habe, werde ich das Image des bücherverschlingenden Hundes nicht mehr los. „Die Tore zur Finsternis“ hieß das Werk. Es war ein Rezensionsexemplar und Hauskaspar 1 sollte, na, eine Rezension darüber schreiben.
Es schmeckte nicht einmal gut. Und das lag sicher nicht am Titel. Aber in der Not frisst der Hund auch Papier …
Leider hatte ich jenen Teil von Ian Rankins Roman verspeist, den Hauskaspar 1 noch nicht gefre…, Pardon, gelesen hatte. Den Verlag nochmals um ein Exemplar ersuchen? „Was, Ihr Hund hat das Buch …?“ „Nein, das ist aber originell …?“ „Mag nicht ihr Hund das Buch bebellen, haha …“ „Ja, wo ist denn der Ian Rankin? Such den Rankin! Buahaha.“ Sich dieser Schmach aussetzen?
In der Städtischen Bücherei wurde Hauskaspar 1 schließlich fündig. Und ich habe Ian Rankin nie wieder probiert. Ehrenwort!

Ich halte dem Blick von Hauskaspar 1 noch immer stand. Ich fühle mich in meinem Ehrgefühl verletzt. Mein Gesichtsausdruck ist nun auch eine einzige Empörung: „Moi?“
Literaturtagungen liegen mir schwer im Magen …

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli

Brillis Elektro Post

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