Gender-Abteilung in der Bibliothek der Donau-Universität Krems eröffnet

Mit einer „Gender-Abteilung“ erweitert die Donau-Universität Krems ihre Bibliothek. Benützerinnen und Benützer finden hier ab sofort eine Sammlung von Sachbüchern und wissenschaftlicher Literatur rund um Fragen der Geschlechter-Perspektive.

Von Gender-Studies in Sozial-, Wirtschafts- und Naturwissenschaften, Technik oder Medizin über Gender-Mainstreaming, Diversity-Management, Frauen und Männer bis hin zur Elternschaft reichen die Themen des neuen Literaturangebots in der Kremser Universitätsbibliothek.

Aus diesem Anlass lädt THEANO ein zum Zuhören, Schmökern und Netzwerken!

Montag, 2. Oktober 2006
Beginn: 18:00 Uhr
Donau-Universität Krems
Universitätsbibliothek, Erdgeschoß
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems

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Menschenrechte

no-racism.net dokumentiert Rassismus in Österreich und international. Die Literaturliste auf der Site stellt Titel die sich mit den Themen Rassismus / Antirassismus, Asylpolitik, Migration und Fremdenrecht beschäftigen vor. ZARA und weitere österreichische Organisationen berichten alljährlich im Rassismus Report über rassistische Übergriffe und Vorkommnisse. Auf der Site von Amnesty International Österreich finden Sie eine Zusammenstellung von … Weiterlesen

Wikisource

Wikisource sammelt sogenannte Quellentexte in deutscher Sprache. Darunter werden alle Dialekte der deutschen Sprache und deren älteren Varianten wie Althochdeutsch oder Mittelhochdeutsch verstanden. Voraussetzung ist, dass die Texte von Urheberrechten frei sind (gemeinfrei, in der Regel 70 Jahre nach dem Tod des Autors) oder unter einer freien Lizenz zur Verfügung gestellt werden. Wikisource möchte keine … Weiterlesen

Bücherverbrennungen 1933

Am 10. Mai 1933 wurden in Deutschland Bücher verbrannt – geplant und systematisch. Die Scheiterhaufen, die in mehreren deutschen Städten brannten wurden errichtet von Studenten, Professoren und Organen der Nationalsozialisten. Sie zerstörten einen wichtigen und großen Teil der deutschen Kultur. Nähere Informationen finden sich auf der Website Bücherverbrennungen.

Rechtschreibreform

Zum 1. August 2006 trat die neue Rechtschreibung in Kraft. Österreichs Schulen soll eine zweijährige Übergangsfrist eingeräumt werden. Ein Artikel des Spiegel zum Thema Rechtschreibreform. Weitere Infos gibt es beim Standard. Einen guten Überblick über die wichtigsten Neuerungen bzw. „Rückführungen“ findet man unter „neue rechtschreibung“.

Texte aus der Arbeitswelt

Promedia-Autor Rolf Schwendter liest in der Walzengravieranstalt Guntramsdorf. Samstag, 30. September 2006, 19.30 Uhr Museum Walzengravieranstalt, 2353 Guntramsdorf, Steinfeldgasse 4 Erstes Wiener Lesetheater und Zweites Stegreiftheater: Texte aus der Arbeitswelt. Mitwirkende: Eva Fillipp, Werner Grüner, Franz Hütterer, Ottwald John, Hahnrei Wolf Käfer, Erich Makomaski, Uli Makomaski, Helmut Rizy, Rolf Schwendter (VA), Fritz Steppat. Texte von: … Weiterlesen

Von Muggiduks und Unordnung

Kinderbücher schreiben – klingt einfacher als es ist. Kinderbücher rezensieren – vielleicht nicht ganz sooo schwierig, vor allem, wenn sich dieses Mal ein paar HelferInnen, sprich VertreterInnen der erforderlichen Zielgruppe, zur Verfügung gestellt haben.

Die Suche nach der „Zielgruppe“ war mit einigen Hindernissen verbunden – zugegeben. Die Möglichkeiten, sich Ende August ein paar (eben zielgruppenspezifische, also im vorliegenden Fall zwischen vier und sieben Jahren alte) Kinder von Bekannten „auszuborgen“ ist eine sooo simple Angelegenheit nicht: „Wir sind zur Zeit auf Urlaub, bitte hinterlassen Sie …“, „Keine Lust!“, „Viel zu schön draußen, um Bücher zu lesen.“ (?), „Für die Jasmin ist das nix.“, „Die müssen in der Schule eh immer so viel lesen, da sollen sie in den Ferien wirklich eine Pause machen.“ Schließlich haben sich dann doch drei youngsters meiner erbarmt (ob sie bestochen wurden, konnte ich nicht eruieren. Aber schlussendlich hatten wir eine Riesengaudi beim (Vor-)Lesen, und ich wage zu behaupten, dass eventuelle elterliche Bestechungseisbecher, Bestechungszuckerl oder Bestechungskinobesuche danach völlig uninteressant waren). Die Jury: Liane, 4, Joachim, 6 3/4 und Andrea 7,2 Jahre alt. „Bearbeitet“ wurden: „Die kleine Schlamperhexe/Omas alte Schuhe“, zwei Geschichten in einem Band und „Muggiduk“ – alle von Marie Luise Moosbach, die sowohl die Texte als auch die Bilder gestaltet hat.

Die drei stürzen sich gleich auf die Schlamperhexe. „Lustig“, gluckst Liane, und der Rest der Jury findet es sehr amüsant, dass die kleine Schlamperhexe ihrem Namen alle Ehre macht, wenn sie den langgesuchten Putzlappen im Suppentopf oder einen Schuh in der Kaffekanne findet. Schließlich macht sich die Hexe auf in die Stadt, bringt dort den Straßenverkehr gehörig durcheinander, wird von der Polizei gesucht und schließlich von einem Jungen namens Peter mittels Schokokuchen in dessen Haus gelockt. Soweit wird die Geschichte von der dreiköpfigen Jury akzeptiert. Unverständnis tritt dann bei Andrea und Jochen hinsichtlich des Umstandes auf, dass die kleine Schlamperhexe am Schluss nicht mehr zaubern kann und bei den „faden Kindern“ (O-Ton Joachim) bleibt. Andrea findet den Peter schlichtweg „deppert“. Dass die Schlamperhexe-Geschichte in Reimen geschrieben ist, gefällt Andrea und Liane, Joachim meckert etwas von „Pippikram“.

Alles andere als fad und deppert erscheint ihnen der Sepperl aus der zweiten Geschichte – „Omas alte Schuhe“. Der kann mir nichts dir nichts Berge und Hausmauern hochklettern und rettet ganz nebenbei eine Prinzessin. Und sieht genauso aus „wie der Peter“ (Andrea), zumindest auf dem letzten Bild, wo die Großmutter und Sepperl beim Frühstückstisch sitzen und Sepperl von seinem Traum erzählt. Also, gemeinsames Zurückblättern – tatsächlich: rote Hose, blauer Pullover, gelbe Haare – wir sind irritiert. „Aber da hat er ja eine braune Hose an!“ entdeckt Andrea beim Wieder-Vorwärts-Blättern – wir sind noch irritierter. Es entspinnt sich eine Diskussion, ob das nun derselbe Junge ist oder nicht. Es wird hin- und hergeblättert, und hin und her, und hin und her, inklusive Bemerkungen über die Bilder. „Die bei der zweiten Geschichte sind viel schöner“ (Joachim). „Ich find die Schlamperhexe netter.“ (Andrea) „So zeichnen kann ich auch.“(Joachim) „Rotkäppchen!“ (Liane). „Lustig, dass das mit der Prinzessin nur ein Traum war.“ (Andrea).

Resultat: Zwei nette Geschichten, die bei aufgeweckten ZielgruppenvertreterInnen zu angeregtesten Gesprächen führen können.

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