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Hörstadt-Essaywettbewerb

Viel Lärm(schutz) um nichts

Geht es um Lärm, sind wir je nach Lebenslage und Aktivität wechselweise Täter und Opfer. Unbeschadet dessen, ist die Lärmauffassung unserer Gesellschaft und der Umgang mit dem akustisch Störenden zutiefst manichäisch. Die Sprache verrät es schon: Dem „höllischen Lärm“ steht die „himmlische Ruhe“ gegenüber.
Als das akustische unerwünschte Andere wird der Lärm weggesperrt und bekämpft. Dieser Kampf ist längst zum Rückzugsgefecht geworden. Hinter vorgehaltener Hand gestehen viele Fachleute ein, dass der technische Schallschutz trotz immenser Investitionen nicht mehr zur gewünschten Lärmreduktion führt, geschweige denn „das Lärmproblem“ „lösen“ könnte. Wir leisten uns viel Lärmschutz, der in Summe wenig bis nichts bewirkt.
Eine Änderung unseres Mobilitätsverhaltens ist nicht in Sicht. Was wir daher brauchen, ist ein neuer Umgang mit dem Lärm.

Hörstadt lobt daher den Essaywettbewerb „Viel Lärm(schutz) um nichts“ aus. Gefragt und erbeten sind Texte, die sich mit neuen Zugängen zum und Umgängen und mit dem Lärm beschäftigen. Dem Denken sind keine Grenzen gesetzt.

Die Texte sollen bei 12 Punkt Schriftgröße und einem Zeilenabstand von 1,5 nicht weniger als 10 und nicht mehr als 15 Seiten DinA4 lang sein. Das ergibt bei einem mündlichen Vortrag eine Länge von 30 bis 45 Minuten. Der prämiierte Beitrag wird mit einem Preisgeld von 3.500,- Euro gewürdigt und eröffnet das erste Hörstadt-Symposium zu akustischen gesellschaftlichen Fragen, das am 21. und 22. Juni 2010 in Linz unter dem gleichen Titel stattfindet.

Einreichungen sind bis 26. April 2010 per Briefpost an Hörstadt, Pfarrgasse 13, 4020 Linz, Österreich bzw. elektropostalisch an office@hoerstadt.at willkommen.

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Jüdisches Schrifttum

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