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Alfred-Gesswein-Literaturpreis des PODIUM

Der Literaturkreis PODIUM vergibt zum neunten Mal den Alfred-Gesswein-Literaturpreis in der Höhe von Euro 3.000,-. Der Preis ist diesmal für Literatur zum Thema „Rituale“ ausgeschrieben:

Ein Ritus (daher leitet sich das Wort Rituale ab, meint: kultischer Brauch; religiöse Handlung; Ritual) ist eine menschengemachte Umgangsform, die mit der Zeit Gewicht bekommt (bekommen hat), und dann wie ein Naturgesetz auf einmal dasteht. Lockeres Beispiel: dass man zum Begräbnis des Großvaters nicht in Jean und Netzleiberl daherkommt, sondern in KleidMantelAnzug.
Andererseits sind in unserem Fall die Auflösungserscheinungen solcher Rituale ebenfalls von Interesse: In Jean und Sakko zum Begräbnis, sowas geht bereits, ebenso wie ins Theater oder zur Hochzeit. Wohin das führen mag – und gibt’s dafür gar einen Ersatz?

Nehmens wir’s alltäglicher: Der morgendliche Rhythmus etwa; Gewohnheiten zum Frühstück (Commissario B. trinkt dazu stets einen Espresso im Stehen); Liese Müller möchte ihre erste Zigarette noch vor dem Einstieg in die U-Bahn rauchen, und zwar im Hausflur; das Procedere vor dem eigentlichen Arbeits= Schreibanfang; die stehenden Festivitäten wie Weihnachten, Geburts- und Muttertag (auch der), Jubiläen sonderart.
Nicht zu vergessen die alltagsgewohnten Tätigkeiten, die automatisch ablaufen, also ohne näher darüber nachzudenken vor der Ausführung. Da gehört Auto fahren genauso dazu wie Tee machen. Würde man sowas überlegen (wie kuppeln, schalten), käme man wohl gehörig ins Schwimmen. Rituale sind mithin nicht überlegt, sondern automatisiert, verinnerlicht, oder halt anerzogen. Und die von uns gemeinten Rituale haben nichts mit dem Einzahlwort „Rituale“ zu tun (das „rituale romanum“, ein Agendenbuch der römisch-katholischen Religion).

Die dreiköpfige Jury wird vom Literaturkreis PODIUM bestellt. Prämiert werden ausschließlich unveröffentlichte Prosaarbeiten.
Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren, deren Texte in einer autorisierten deutschen Fassung vorliegen, die in Österreich geboren wurden oder in Österreich ihren Wohnsitz / Lebensmittelpunkt haben.

Einsendeschluss ist der 31. Mai 2009 (Poststempel).

Die Einreichung soll anonym erfolgen und mit einem Kennwort versehen sein. In einem Kuvert mit demselben Kennwort sind die persönlichen Daten beizulegen. Die Länge des eingereichten Textes (auch Ausschnitte aus längeren Werken sind zulässig) soll 10 Seiten (zu 30 Zeilen à 60 Anschläge) nicht überschreiten.

Einsendungen sind in dreifacher Ausfertigung zu richten an:
Literaturkreis PODIUM
Kennwort: Alfred Gesswein-Literaturpreis 2009
Postfach 27, A-1094 Wien

Die Beiträge werden nicht retourniert, es ist auch keine Korrespondenz über den Bewerb vorgesehen.
Infos entnehmen Sie der Podium-Website.
Die Jury ist berechtigt, den Preis auf mehrere, ihrer Meinung nach gleichwertige Beiträge aufzuteilen. Der Literaturkreis PODIUM behält sich das Recht vor, die eingereichten Arbeiten unentgeltlich in seiner Literaturzeitschrift PODIUM (Heft 153/154 im Herbst 2009) zu veröffentlichen.

Beiträge vor einem Jahr:
Buchpräsentation von "Am Tatort"

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