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„Die Rückeroberung der Stammtische“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Die Rückeroberung der Stammtische“: Herbert Exenberger: Arbeiterliteratur in Österreich

Donnerstag, 21. 6. 2007, 19 Uhr, Vivariumstraße 13, 1020 Wien

Herbert Exenberger ist das, was man ein „wandelndes Lexikon“ nennt. Als gelernter Elektromechaniker arbeitete er in seiner Jugend bei den Wiener Elektrizitätswerken. Über den 2. Bildungsweg wurde er Büchereileiter und ab 1970 Bibliothekar im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes.
Dort war er DER Ansprechpartner für Studenten, die die Geschichte des Nationalsozialismus aufarbeiteten.
Selbst gab er zahlreiche Bücher zum Thema heraus. Zuletzt etwa gemeinsam mit Heinz Riedel „Militärschießplatz Kagran“ (2003), „Als stünd die Welt in Flammen – Eine Anthologie ermordeter sozialistischer Schriftsteller“ (2000) oder antifaschistische Stadt-Führer Wien und viele andere.
Als „Privatgelehrter“ ist ihm insbesondere die Geschichte der Arbeiterliteratur ein wichtiges Anliegen. Er dürfte wohl über eine der größten Privatsammlungen dieses Genres in Österreich verfügen.
Bei ihm erfährt man, dass die Arbeiterliteratur nicht „nur“ Alfons Petzold und Max Winter umfasst, sondern dass die Arbeiterliteratur in der Zwischenkriegszeit eine breite Bewegung von schreibenden Arbeitern war.
Daher war es nahe liegend, dass er – als im Zuge der „Arena“ 1976 auch in Wien eine Werkstatt des Werkkreis Literatur der Arbeitswelt gegründet wurde – diese Initiative damals wie heute sofort unterstützte.
Die Qualität seiner Vorträge zeichnet aus (wegen seiner Leistungen als Volksbildner, erhielt er vom Bundespräsidenten den Ehrentitel Professor verliehen), dass sie nicht „historisierend“ bleiben, sondern dass es ihm immer gelingt die Brücke von der Vergangenheit zu Problemen der Gegenwart zu schlagen.
Und er ist ein glänzender Erzähler. Spricht man ihn etwa auf die große Rosa Jochmann oder andere Persönlichkeiten des sozialistischen Widerstandes an, ist er nicht mehr zu halten…
Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 2001 den „Preis für Zivilcourage“ des SPÖ-Frauenkomitees.

Herbert Exenberger: Walter Lindenbaum – ein jüdisches Schicksal.

Walter Lindenbaum – „Von Sehnsucht wird man hier nicht fett“..

Weblexikon der wiener Sozialdemokratie – Walter Lindenbaum

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