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Brillis Wort zum Montag

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Duett – Teil 2

Was war los? Normalerweise schlugen wir immer im Duett Krach. Aber Zwetschke blieb eines Tages mucksmäuschenstill. Ich fragte, was los sei, wachelte mit den Vorderpfoten herum. Erst da merkte sie, dass ich sie ansprach. Hatte sie Bohnen, Dreck zu viel Schmalz in den Ohren? Darin herumbohren und -stochern trauten die Hauskaspars sich nicht. Ein vorsichtiger Blick in Zwetschkes Lauscher – mit der Taschenlampe aus dem Werkzeugkasten! – brachte keine Erkenntnisse. „Ab zum Tierarzt“, lautete die Devise. Der wurde allerdings auch nicht fündig – weder Bohnen, Dreck noch zu viel Schmalz versteckten sich in den Ohren. Die Diagnose lautete: Zwetschke war schwerhörig. Darum war sie immer zusammengezuckt, wenn ich mich ihr von hinten näherte. Darum war sie immer ungehörig erschienen, weil sie nicht hören konnte, dass die Hauskaspars sie riefen.
Mittlerweile gehen die zwei recht gelassen mit der Situation um. Hin und wieder passiert es ihnen noch, dass sie, statt Zeichen zu geben, nur akustisch mit Zwetschke zu kommunizieren versuchen. Hernach greifen sie sich an den Kopf: „Sind wir blöd, sie hört ja nix mehr.“ Die dafür benötigten zwei, drei Sekunden reichen jedoch aus, dass Zwetschke bereits im Unterholz verschwunden oder um die nächste Ecke gebogen ist, was den beiden einen Schweinsgalopp abverlangt – inklusive wildem Herumgefuchtle und „Hier! Hier!“-Rufen –, um Zwetschke wieder auf den rechten Weg zu bringen. Hinreißend die beiden …
Wir zwei kommen gut ohne Worte miteinander aus. Wenn’s läutet, belle ich jetzt nicht nur, ich zische im Sauseschritt zur Tür – dann weiß Zwetschke Bescheid und wir beginnen mit unserem Duett – wie früher.

Ende

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Duett – Teil 1

Brillis Elektro Post

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