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Brillis Wort zum Montag

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Vogelkonzert – Teil 2

Und mit Mozart kam das Debakel! Warum musste Hauskaspar I ausgerechnet die Worte aus Papagenos Arie singen. Nach „Der Vogelfänger bin ich ja“ herrschte betretenes Schweigen, und dies nicht nur im Wellensittichheim. Da half auch das nachgeschobene „Stets lustig, heißa hopsassa!“ nichts. Es blieb still.

Vielleicht ließe sich Abhilfe mit Musik, mit sanfter Musik, aus der Konserve schaffen, schlug Hauskaspar II vor und spielte eine CD mit Eric Saties Klavierstücken. Frau Haidvogel schwieg – und sie begann, nervös auf der Sitzstange hin und her zu rutschen. „Das kommt von den fehlenden Schlussakkorden“, bemerkte Zwetschke. Ich konnte zu ihrer Behauptung nichts hinzufügen, weil ich bei Satie jedes Mal mindestens 20 Sekunden vor dem Schluss einschlafe.
Die beiden Hauskaspars zogen sich zwecks Krisensitzung zurück in die Küche. Sie steckten die Köpfe zusammen und murmelten Unverständliches. Hin und wieder vernahmen wir etwas, das so klang wie „Aber ja doch.“ oder „Das mach ich auf keinen Fall.“ oder „Lass es uns versuchen.“
Schließlich stand Hauskaspar I auf, verschwand im Wohnzimmer, kramte lange in einer Schublade, fischte dann eine Musikkassette daraus hervor, steckte sie in den Kassettenrecorder, drehte den Lautstärkenregler bis zum Anschlag – und drückte auf den Einschaltknopf. Zwetschkes Zähne klapperten, mir fielen die Lauscher fast ab, Hauskaspar II hielt sich seine Lauscher zu, Verputz fiel von der Decke … Nur Hauskaspar I war immun gegen „Hells Bells“ von AC/DC. Und Frau Haidvogel. Hauskaspar I behauptete nach Ende der Stromgitarrenattacke, sie wäre entspannt auf ihrer Schaukel gesessen und hätte fröhlich gezwitschert.

Ende

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

PS: Hier geht es zum 1. Teil des Vogelkonzertes.

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