Antworten bitte an: Literaturblog Duftender Doppelpunkt.
Unter allen richtigen Einsendungen werden drei Exemplare des Debütromans des gesuchten Autors verlost.
Den Nobelpreis für Literatur wird er, obwohl ihn unter anderem George Bernard Shaw, Albert Einstein und Bertrand Russell vorschlagen, zeitlebens nicht erhalten.
Im deutschsprachigen Raum ist er in den zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre der meistgelesene Autor aus den USA.
Zusammen mit der Übersetzung durch Hermynia zur Mühlen erreichen seine Romane, fast alle werden im Malik-Verlag veröffentlicht, oft eine Auflagenhöhe von mehreren zehntausend Exemplaren.
Bereits mit seinem Romanerstling über „Gammelfleisch“ und die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen in der Chicagoer Fleischindustrie erreicht er 1906 internationale Aufmerksamkeit.
Im März 2013 wird das Buch im Europa Verlag neu aufgelegt.
Er ist als „Muckraker“ verschrien; als einer, der mit seinen Büchern und Artikeln Dreck aufwühlt. So erstaunt es wenig, dass er von den amerikanischen Verlagen immer wieder boykottiert wird und viele seiner Texte in den USA nur im Selbstverlag erscheinen können.
Spätestens mit dem Antikriegsroman „Jimmie Higgins“ (1919) erlangt er im deutschsprachigen Raum große Bekanntheit.
Sein erfolgreichstes Werk am deutschsprachigen Buchmarkt wird „Petroleum“. Die deutschsprachige Erstauflage des vom Malik-Verlag 1927 publizierten Romans beträgt fünfzehntausend Exemplare. Bis Ende des Jahres verlässt das hunderttausendste Buch die Druckerpresse. Insgesamt verkauft sich „Petroleum“ zweihundertfünfzigtausend Mal.
Elke Heidenreich schreibt in „Die Welt“ vom 9. 2. 2013 in Zusammenhang mit der diesjährigen Neuauflage des Romans im Manesse Verlag: „Das Buch ist ein Gigant – auch wieder 700 Seiten reines Leseglück über das, was Geld = Öl aus Menschen und ihrem Charakter macht und wie es die Welt verändert. […] Das ist Literatur, die etwas WILL, nämlich uns die Augen öffnen über gewisse Zustände, und das macht sie spannend, weltläufig, faszinierend.“
Die für den Autor in Europa so erfolgreichen Jahre finden 1933 ihr abruptes Ende, als seine Romane auf den durch die „Deutsche Studentenschaft“ (DSt) organisierten Bücherverbrennungen in Flammen aufgehen.
Die „Schwarzen Listen“ des nationalsozialistischen Bibliothekars Wolfgang Herrmann, sie bilden die Grundlage für die Auswahl der Bücher, beinhalten neben deutschsprachiger Literatur auch fremdsprachiges Schrifttum, das in Übersetzung vorliegt, gerne gelesen wird und als sozialistisch/kommunistisch, pazifistisch oder jüdisch gilt.
Der gesuchte Autor befindet sich dort in bester internationaler Gesellschaft. Neben seinen Büchern fallen beispielsweise die Werke seines Landsmanns Ernest Hemingway, des Franzosen André Gide, des Russen Wladimir Majakowski und des Tschechen Jaroslav Hašek den Flammen zum Opfer.
Nach 1945 kann er nicht mehr ganz an seine Erfolge der Zwischenkriegszeit anknüpfen und gerät zunehmend in Vergessenheit. Man erinnert sich seiner von nun an vor allem anlässlich runder Geburtstage.
In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg ist er als Autor fast ausschließlich in der sowjetischen Besatzungszone präsent. So wird sein 70. Geburtstag im September 1948 dort ausführlich gewürdigt. Als er 1949 an der Sowjetunion Kritik übt, ändert sich die Situation rasant. Während er in der DDR ab diesem Zeitpunkt mehr oder weniger totgeschwiegen wird, erhält er in der BRD über Nacht Medienpräsenz. Erst als er sich kurz vor seinem Tod 1968 wieder positiv über die Sowjetunion äußert, wird in den DDR-Medien über ihn geschrieben.
Die Fragen:
- Wie heißt der gesuchte Autor?
- Wie lautet der Titel seines Debütromans aus dem Jahre 1906?
- Wer gestaltete viele Schutzumschläge seiner im Malik-Verlag publizierten Bücher?
Einsendeschluss: Dienstag, 26. 3. 2013 um 12:00 Uhr.
Ihre Antworten senden Sie bitte an: Literaturblog Duftender Doppelpunkt.
Wie immer werden auch unter den TeilnehmerInnen des 4. Teils unseres Literaturquizes Bücher und CDs verlost.
Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftenden Doppelpunkt.
Alle Beiträge zum Thema Bücherverbrennung / Exilliteratur im „Duftenden Doppelpunkt“ finden Sie in der Kategorie Exil.
In Petra Öllingers Bibliothek finden Sie eine Liste mit über 200 AutorInnen, Hinweise auf Sekundärliteratur und weiterführende Links.
Heute ist Frühlingsbeginn. Die Sonne scheint.
Und der Europa Verlag aus Zürich hat uns mitgeteilt, dass er für den 4. Teil des Literaturquizes „80. Jahre Bücherverbrennung“ drei Exemplare des Debütromans des gesuchten Autors zur Verfügung stellt. Herzlichen Dank!