Auf den Devisenmärkten sind gegenwärtig 97% aller Bewegungen spekulativ. Nur 3% der Transaktionen sind handfeste Investitionen oder decken den Handel ab. Die Folge ist zunehmende Instabilität: Der Chefredakteur der „Le Monde diplomatique“, Ignacio Ramonet, publizierte bereits im Dezember 1997 einen Aufruf zur Kontrolle der Finanzmärkte.
Sein Dreiervorschlag zur Bändigung wild gewordener Finanzmärkte:
Schließung der Steueroasen
höhere Kapitalbesteuerung
Tobin-Steuer gegen Währungsspekulation
Die Tobin-Steuer ist eine geringfügige Umsatzsteuer ein bis fünf Promille auf grenzüberschreitende Geldgeschäfte. Diese Steuer würde spekulative Kapitalflüsse stark reduzieren und könnte zu einer wichtigen Einnahmequelle für die globale Armutsbekämpfung werden. Bei einem Steuersatz von 0,1% und einem bereits eingerechneten Rückgang der Umsätze auf den Devisenmärkten um 50% kämen jährlich Einnahmen von 250 Milliarden Dollar zustande. Zur Bekämpfung der schlimmsten Armut und der gravierendsten Umweltschäden wären laut UNO jährlich nur 225 Milliarden Dollar.
In der Folge wurde unter dem Namen Attac eine weltweite Organisation gegründet. Ihr Name leitet sich aus dem französischen Monsterkonstrukt „Association pour une taxation des transactions financières pour l´aide aux citoyens“ ab.
Dokumente zu Fragen der feministischen Gesellschaftstheorie finden Sie auf der Site von Attac Österreich im Bereich „feministattac“. Allgemeine Informationen, Dokumente und Literatur zum Thema Tobin-Steuer, Dienstleistungsabkommen der WTO, Steuergerechtigkeit usw. finden Sie auf Attac Austria in der Rubrik „Attac Themen“ und im Shop.
Deutschsprachige Ausgabe „Le Monde diplomatique“
Übertragen aus dem alten Blog
1 Gedanke zu „Attac und die Tobin-Steuer“