Archiv für die Kategorie 'Politik & Zeitgeschichte'

Roma

Mittwoch, 2. Januar 2008

Ursprünglich aus Indien kommend, waren die Roma von Beginn an Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.

1500 wurden sie von Kaiser Maximilian I. für vogelfrei erklärt; Kaiser Karl VI. verfügte 1721 die Tötung aller männlichen Roma und die Verstümmelung von Frauen und Kindern. Kaiserin Maria Theresia verbot die Ehe zwischen Roma; Roma–Kinder ab fünf Jahren wurden ihren Eltern weggenommen.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in allen besetzten Ländern Roma verfolgt und ermordet. Insgesamt wird die Zahl der zwischen 1933 und 1945 umgekommenen Roma auf 500.000 geschätzt.

Roma stellen heute die wirtschaftlich ärmste Minderheit in Europa dar. Extrem hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Bildung und niedrige Lebenserwartung sind meist ihre Begleiter.

Siehe auch Düsseldorfer Institut für Außen- und Sicherheitspolitik: Jessica Heun, Quo vadis Roma? (Geschichte und Situation der Roma in der EU).

Literatur


„Zigeuner“ und Juden in der Literatur nach 1945

Bilder vom „Zigeuner“ in rechtssprachlichen Quellen und ihre Darstellung im „Deutschen Rechtswörterbuch“.

Specialized Library with Archive „Studii Romani“

Das Phonogrammarchiv – Tondokumente zur Kultur der Roma

The International Romani Writers Association (IRWA)

Romani Patrin – zweisprachige Zeitung für Geschichte, Sprache und Kultur der Roma – Hrsg. vom Verein Roma, Oberwart

Romano-Centro: Die Präsenzbibliothek von Romano Centro umfaßt rund 1300 Titel zu Geschichte, Kultur, Sprache und Lage der Roma. Die Bibliothek ist während der Büroöffnungszeiten einsehbar. Mo-Do: 10.00 -18.00 Uhr und Fr: 10.00 -17.00 Uhr

Auf der Site des romani Projektes finden Sie Literaturhinweise und eine Vielzahl von online zugänglichen Artikel zu Roma und Romani als auch die Arbeitsbericht des [romani] Projekts.

Ilija Jovanovic, Bündel – Bidzo, Gedichte – Dila, Deutsch Romanes, Am Herzen Europas 2, Eye.
EYE Verlag: Literatur, speziell Lyrik, der Wenigerheiten, der Kleinen Völker Europas, für Wenigerheiten, d.h. bei EYE werden bibliophile, schön und aufwendig gestaltete Bücher in kleiner Auflage herausgegeben. Jede Anthologie ist zwei- bis dreisprachig, d.h. in der Originalsprache, deutscher Übersetzung und in der Mehrheitssprache des Landes.

Geschichte und Gegenwart der Roma in Österreich

Nationalsozialismus.at – Sinti und Roma.

Kriminalpolizeiliche und „rassenkundliche“ Erfassung der „Zigeuner“.

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes – NS-Verbrechen an Roma und Sinti.
http://de.doew.braintrust.at/b141.html

Florian Freund: Geschichte der Verfolgung der österreichischen Roma und Sinti 1938 – 1945.

Volkshochschule der Burgenländischen Roma – Eine Kulturgeschichte der Roma – .

Die Geschichte und das Leben der Roma für Kinder aufbereitet.

Kulturverein Österreichischer Roma

Weitere Links und Informationen:

Aric – Stoffsammlung von „Antiziganismus“ bis „Zigeunermärchen“ (pdf)

Gesellschaft für Antiziganismusforschung (Deutschland)

Europäisches Zentrum für Antiziganismusforschung

Eurotopics – Roma in Europa

Der Völkermord an Sinti und Roma von 1939-45.

Soll man „Mein Kampf“ edieren?

Mittwoch, 8. August 2007

Thomas Gigold weist im Medienblog „Medienrauschen“ auf das in der FAZ veröffentlichte Interview mit Horst Möller, dem Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München hin.
Die vor einigen Wochen in Salzburg aufgetauchten Manuskriptseiten, angeblich Konzeptpapiere zu Hitlers „Mein Kampf“, haben daran erinnert, dass eine wissenschaftliche Edition des Buches noch immer nicht vorliegt.

Aus dem Interview:
„Doch hat der Freistaat Bayern nach 1945 die Rechte des Parteiverlages der NSDAP, des Eher-Verlages, beansprucht. Er untersagte eine vollständige Veröffentlichung des Buches, um die Verbreitung nationalsozialistischer Schriften, ein Wiederaufleben rechtsextremer Strömungen in Deutschland und eine kommerzielle Nutzung der Schriften Hitlers zu verhindern
Nun ist es so: Autorenrechte (auch die der Erben) erlöschen siebzig Jahre nach dem Tod des Verfassers. Damit kann also in weniger als acht Jahren, ab 1. Mai 2015, ohnehin jeder „Mein Kampf“ nachdrucken, wenn er das möchte, und es wird genug Verlage geben, die das Buch dann mit entsprechender Sensationsmache verkaufen wollen. Ich denke: Die wissenschaftliche und die politische Vernunft gebieten es, vorher eine wissenschaftliche Ausgabe auf den Markt zu bringen … die für Propagandazwecke völlig ungeeignet ist.“

Interview Horst Möller in der FAZ: Soll man „Mein Kampf“ edieren?

Via Medienrauschen

Victor Klemperer 1881 – 1960

Montag, 9. Oktober 2006

9. Oktober 2006: 125. Geburtstag

Victor Klemperer wurde 1995 posthum der Geschwister-Scholl-Preis verliehen. In der Laudatio auf Klemperer anlässlich der Preisverleihung bemerkte Martin Walser: „Sinnvoll wäre, dafür zu sorgen, dass Klemperer überall gegenwärtig wäre, dass er zu einer wichtigen Auskunftsquelle über diese Epoche deutscher Geschichte werden würde. Ich kenne keine Mitteilungsart, die uns die Wirklichkeit der NS-Diktatur fassbarer machen kann, als es die Prosa Klemperers tut.“

MDR – Victor Klemperer.

Biographisches über Viktor Klemperer in der Wikipedia.

Roland Unger: „Victor Klemperer“
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