Tag: Feminismus

Ich bin eine kämpferische Sprachfeministin

Sonntag, 20. Juli 2014

Herzlichen Dank an Michael Karjalainen-Dräger, der dem „Duftenden Doppelpunkt“ den Beitrag „Ich bin eine kämpferische Sprachfeministin“ aus seinem Blog „MEIN SENF ZU ALLEM“ zur Verfügung gestellt hat.

Die Minister sollen, so die Forderung, „dem Wildwuchs durch das sprachliche ,Gendern‘“ Einhalt gebieten. „Ein minimaler Prozentsatz kämpferischer Sprachfeministinnen darf nicht länger der nahezu 90-prozentigen Mehrheit der Staatsbürger ihren Willen aufzwingen“, sagen die Unterzeichner. Sie sehen darin einen Widerspruch zur Demokratie. „Was die Mehrheit der Sprachteilhaber als richtig empfindet, wird als Regelfall angesehen. Wo immer im Laufe der Geschichte versucht wurde, in diesen Prozess regulierend einzugreifen, hatten wir es mit diktatorischen Regimen zu tun.“

Jetzt ist das auch klar: Ich bin eine kämpferische Sprachfeministin – mit kleinem „i“. Damit habe ich in einem Satz mein Geschlecht gewechselt. Frage ich mich aber, ob es mein soziales oder mein körperliches Geschlecht ist. Denn je näher ich darüber nachdenke, desto verwirrender und unlogischer sind die Ansätze und Aussagen der rund 800 Kämpfer gegen das Binnen-I, die eine Rückkehr zur sprachlichen Normalität fordern.

Da befremdet mich erst einmal, dass extra betont werden muss, dass mehr als die Hälfte der Unterzeichner (männliche Form) weiblich sind. Als Aushängeschild hat sich Chris Lohner zur Verfügung gestellt. Bei den Herren der Schöpfung sind es aber wesentlich mehr Promis (Lissmann, Taschner, Mayer, Schröder, Sick).

Dann wird versucht die gendersensible Sprache als Ausdruck eines diktatorischen Regimes darzustellen, weil sie gegen den Willen von angeblich 90 Prozent der Staatsbürger (wieder nur männliche Form) sei.

Weiters wird auch jeder (und nicht nur jede), der für das sprachliche Gendern eintritt, als der 10-prozentigen Minderheit der kämpferischen Sprachfeministinnen zugehörig dargestellt. Hier ergeben sich zumindest zwei Fragen, nämlich diese nach dem Umgang mit Minderheiten in einer Gesellschaft und jene nach der Verweiblichung von geschlechtersensiblen Männern. Soll ich das jetzt als Diskriminierung verstehen? Ich tue es nicht, es ist mir eine Ehre, dazugerechnet zu werden. Dennoch nehme ich für mich in Anspruch, dass ich ein Feminist bin und keine Feministin.

Angeführt wird auch, dass diese Formulierungen die gewachsene Struktur der Sprache zerstören und den Grundregeln der Sprache widersprechen. Gefordert wird daher nichts geringeres als die Eliminierung derselben aus dem Sprachgebrauch. Was für ein starkes, männliches Wort! Ich bin beeindruckt von der mangelnden sprachlichen Sensibilität meiner Geschlechtsgenossen.

Abschließend wird der ÖNORM-Entwurf zur geschlechtergerechten Sprache als Lösung angeführt. Dieser schlägt vor beide Geschlechter getrennt und vollständig anzuführen. Das ist ja seit dem Gendern auch schon möglich, davor allerdings war bloß die männliche Formulierung normal, es gab für viele Begriffe keine weibliche Form.

Was ist also mit der von den Proponenten und Proponentinnen Rückkehr zur Normalität tatsächlich gemeint?

Betrachten wir es trotz all der Schärfe, die in der Art und Weise, wie das Anliegen kolportiert wird, liegen mal mit großer Milde: ein Thema, dass sich mit dem Sommer im Herbst verziehen wird. Die dahinterliegenden Motive jener Unterzeichnenden aber halte ich für potentiell gefährlich. Daher wird man weiter auf sie achten müssen.

Weiterführende Links:

Offener Brief zum Thema „Sprachliche Gleichbehandlung“

„Geschlechtergerechter Sprachgebrauch Empfehlungen und Tipps“ – ein kurze Zusammenfassung auf der Site des Bundeskanzleramtes

„Reaktionärer Backlash“ – ein Beitrag über den politisch-ideologischen Hintergrund in Zusammenhang mit dem Thema gendergerechte Sprache auf der Site „stoppt die rechten“

Severin Groebner: In diesem Sommerloch steckt ein großes „I“ – eine kabarettistische Annäherung an das Thema

Literaturliste: Frauentag – Frauengeschichte – Feminismus heute

Donnerstag, 3. März 2011

Die folgende Literaturliste anläßlich des 100. Internationalen Frauentages versteht sich als kleine Anregung zum Schmökern und Reflektieren …

Siehe auch die Beiträge „100 Jahre Internationaler Frauentag“ und „E-Cards zum Internationalen Frauentag“

"Der Tag der Frauen" - Arbeiterzeitung vom 19. März 1911

Arbeiterzeitung vom 19. März 1911.docx

FRAUENTAG

Holenstein, Katrin – Rote Fahnen – lila Tücher. 8. März; zur Geschichte des Internationalen Frauentages in der Schweiz. Eidgen. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann in Bern, 1993. 123 Seiten.

Niederkofler, Heidi (Hgin.) – Frauentag! Erfindung und Karriere einer Tradition. Neue Ausg. 2010. Verlag Löcker, Wien 2011. ca. 300 Seiten. Erscheint: März 2011.

Scholze, Siegfried – Der internationale Frauentag einst und heute: geschichtlicher Abriß und weltweite Tradition vom Entstehen bis zur Gegenwart. Trafo-Verl., Berlin, 2001. 253 Seiten.

Der internationale Frauentag in Österreich. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung, Wien, 2005. 26 Seiten.

Wolff, Kerstin – Alle Jahre wieder… Der internationale Frauentag – ein Feiertag für die Frauenbewegung, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Heft 50 (November 2006), S. 66-71.

Wurms, Renate – Wir wollen Freiheit, Frieden, Recht. Der Internationale Frauentag; zur Geschichte des 8. März. Verl. Marxistische Blätter, Frankfurt am Main, 1983. 56 Seiten.

GESCHICHTE DER FRAUENBEWEGUNG

Ankele Gudrun (Hgin.) – Feminismus. Orange Pr., Freiburg, 2010. 221 Seiten.

Bauer, Karin – Clara Zetkin und die proletarische Frauenbewegung. Oberbaum-Verl., Berlin, 1984. 269 Seiten.

Gehmacher Johanna, Natascha Vittorelli (Hgin.) – Wie Frauenbewegung geschrieben wird. Historiographie, Dokumentation, Stellungnahmen, Bibliographien. Löcker Verlag, Wien, 2009. 455 Seiten

Gerhard, Ute – Frauenbewegung und Feminismus. Eine Geschichte seit 1789. Beck, München, 2009. 128 Seiten.

Holland-Cunz, Barbara – Die alte neue Frauenfrage. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2007. 308 Seiten. (Edition Suhrkamp; 2335 / Neue sozialwissenschaftliche Bibliothek).

Karl, Michaela – Die Geschichte der Frauenbewegung. Reclam jun., Stuttgart, 2011. 263 Seiten.

Karl, Michaela – Streitbare Frauen. Portäts aus drei Jahrhunderten. Residenz-Verl., Salzburg, 2009. 270 Seiten.

Karl, Michaela – „Wir fordern die Hälfte der Welt!“ Der Kampf der englischen Suffragetten um das Frauenstimmrecht. Fischer-Taschenbuch-Verl., Frankfurt am Main, 2009. 367 Seiten.

Karlsson, Irmtraut – Frauen graben, wo sie stehen. Frauengeschichte von unten; Gendermainstreaming in der Praxis. ÖGB-Verl., Wien, 2010. 159 Seiten

Pilz, Erika (Hgin.) – Das Ideal der Mitmenschlichkeit. Frauen und die sozialistische Idee. Königshausen & Neumann, Würzburg, 2005. 308 Seiten.

Schmölzer, Hilde – Revolte der Frauen. Porträts aus 200 Jahren Emanzipation. Kitab-Verl., Klagenfurt / Wien, 2008. 395 Seiten.

FRAUENBEWEGUNG HEUTE

Allmendinger, Jutta – Frauen auf dem Sprung. wie junge Frauen heute leben wollen; die BRIGITTE-Studie. Pantheon-Verl., München, 2009. 111 Seiten.

Dohnal, Johanna – Innensichten österreichischer Frauenpolitiken. Innsbrucker Vorlesungen. Studien-Verl., Innsbruck, 2008. 227 S.

Dorn, Thea – Die neue F-Klasse. wie die Zukunft von Frauen gemacht wird. Piper, München, 2006. 343 Seiten.

Gillis, Stacy – Third wave feminism: a critical exploration … . Palgrave Macmillan, Basingstoke, 2004. 267 Seiten

Haug, Frigga – Briefe aus der Ferne. Anforderungen an ein linkes feministisches Projekt heute. Argument, Hamburg, 2010. 317 Seiten.

Lenz, Anne – Feminismen und „Neue politische Generation“. Strategien feministischer Praxis. Westfälisches Dampfboot, Münster, 2009. 151 Seiten.

Lenz, Ilse (Hgin.) – Die neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied; eine Quellensammlung. – 1. Aufl. VS, Verl.für Sozialwiss., Wiesbaden, 2008. 1196 Seiten.

McRobbie, Angela – Top Girls. Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes. Hrsg. von Sabine Hark u. Paula-Irene Villa . VS, Verl. für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2010. 227 Seiten.

Schrupp, Antje – Was wäre wenn? über das Begehren und die Bedingungen weiblicher Freiheit. Helmer, Sulzbach / Taunus, 2009. 182 Seiten.

Schrupp, Antje – Zukunft der Frauenbewegung. Christel Göttert-Verlag, Rüsselsheim, 2008. 78 Seiten

Weiss Alexandra, Simetzberger Verena (Hgin.) – Frauen im 21. Jahrhundert. Situationen, Herausforderungen, Perspektiven ; gesellschafts- und sozialpolitische Aspekte. Innsbruck Univ. Press, Innsbruck, 2010. 146 Seiten.

Walter, Natasha – Living Dolls. Warum junge Frauen heute lieber schön als schlau sein wollen. Krüger-Verl., Frankfurt am Main, 2011. 330 Seiten.

LUISE PUSCH – DIE MACHT DER SPRACHE

Montag, 19. Oktober 2009

30.10.2009 DIE MACHT DER SPRACHE – ein Gespräch mit der deutschen Schriftstellerin und Linguistin Luise F. Pusch, eine der bekanntesten und konsequentesten Vertreterin feministischer Sprachpolitik. Eine Produktion von Claudia Dworschak & Eva Immervoll.

Sendezeit 19.00 bis 20.00 Uhr (Wiederholung am Samstag von 11.00 – 12.00 Uhr) auf Radio FRO 105.0 MHz oder LIVE STREAM.
Weltweit An- und Nachhörbar im Sendungsarchiv. Suchbegriff: spacefemfm.

Feministische Sprachkritik

Montag, 9. März 2009

Die Pionierin der feministischen Sprachkritik Luise F. Pusch im dieStandard.at-Interview.

Glossen von Luise F. Pusch

Homepage von Luise F. Pusch

Siehe auch den Beitrag „Geschlechtergerecht formulieren“ im Duftenden Doppelpunkt.

Frauenwahlrecht

Freitag, 12. Dezember 2008

3sat: Am 14.12.2008 ist Thementag Frauenwahlrecht

20.15 Uhr: Feature von Renata Schmidtkunz: „Alles, was Recht ist! 90 Jahre Frauenwahlrecht“

Die ehemalige österreichische Frauenministerin Johanna Dohnal:
„Mit 90 Jahre Frauenwahlrecht feiern wir den ersten Schritt zu einem Prozess, der damit begonnen hat, klar zu machen, dass Frauen Menschen sind.“

Am 12.November 1918, zeitgleich mit der Ausrufung der Republik „Deutsch-Österreich“, erhielten die Frauen Österreichs ein Menschen- und Bürgerinnenrecht, für das sie Jahrzehnte lang gekämpft und auf das sie lange gewartet hatten: das aktive und passive Wahlrecht. Drei Tage zuvor hatten in Berlin Philipp Scheidemann und Karl Liebknecht ebenfalls die Republik ausgerufen – und auch die deutschen Frauen wurden so vollwertige Bürgerinnen.
Der Weg dorthin war steinig, und viele Frauen – wie die Präsidentin des „Ersten Wiener demokratischen Frauenvereins“ Karoline Perin – zahlten für ihr Engagement einen hohen Preis: Perin wurde nach der Niederschlagung der Revolution von 1848, an der sie sich aus feministischer Perspektive beteiligt hatte, enteignet, das Sorgerecht für ihre Kinder wurde ihr entzogen und sie musste für einige Jahre ihre Heimat verlassen. Weiterlesen »

Feministische Medien

Samstag, 22. November 2008

Buchpräsentation

Lea Susemichel, Saskya Rudigier, Gabi Horak (Hg.): Feministische Medien. Öffentlichkeiten jenseits des Malestream. Ulrike Helmer Verlag 19,90, Paperback, 216 Seiten, ISBN 978-3-89741-265-1

Feministische Medien haben die Welt verändert. Medien dienten nicht alleine der Formulierung von Forderungen, sondern als szeneinterne Foren auch der Formierung unterschiedlichster Frauenbewegungen. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des feministischen Magazins an.schläge wirft ein Sammelband den Blick auf Geschichte und Gegenwart feministischer Medienvielfalt: vom Flugblatt zum Fanzine, von der Lesbenpresse zum TV-Magazin. Das Buch erhebt den Status Quo der mittlerweile höchst differenzierten medialen Landschaft und diskutiert dabei Ansätze, Probleme und Paradigmenwechsel feministischer Medienproduktion.

Wann: Mittwoch, 26.11., 20:00 Uhr
Wo: Queer-Beisl, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

an.schläge – das feministische magazin

Frauenratgeberin.at

Feministische Medien – 25 Jahre an.schläge

Sonntag, 19. Oktober 2008

Das Buch:
Horak, Gabi / Rudigier, Saskya / Susemichel, Lea (Hg.innen): Feministische Medien. Öffentlichkeiten jenseits des Malestream. Ulrike Helmer Verlag 2008, 200 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-89741-265-1 .

Wann:
Freitag, 24. Oktober, 19.00

Wo:
depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Feministische Medien haben die Welt verändert. Sie dienten nicht alleine der Formulierung von Forderungen, sondern als szeneinterne Foren auch der Formierung unterschiedlichster Frauenbewegungen. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des feministischen Magazins an.schläge wirft ein Sammelband den Blick auf Geschichte und Gegenwart feministischer Medienvielfalt: vom Flugblatt zum Fanzine, von der Lesbenpresse zum TV-Magazin. Das Buch erhebt den Status Quo der mittlerweile höchst differenzierten medialen Landschaft und diskutiert dabei Ansätze, Probleme und Paradigmenwechsel feministischer Medienproduktion.

Seit 25 Jahren sind die in Wien produzierten an.schläge das einzige feministische Monatsmagazin im deutschsprachigen Raum. Seit 25 Jahren werden journalistische Herausforderungen ernst genommen und Blicke auf den Teil der Welt geworfen, der in traditionellen Medien oft nicht sichtbar ist: Den „privaten“ wie auch öffentlichen Lebensbereich von Frauen, Auswirkungen aller ökonomischen und politischen Entscheidungen auf Geschlechter (vgl. Gender Mainstreaming) sowie feministisch relevante, aktuelle Forschungsergebnisse aller wissenschaftlichen Disziplinen.

Feministische Pionierinnen

Dienstag, 14. Oktober 2008

Unter den vielen interessanten Infos auf der Site des FrauenMediaTurm (FMT) finden Sie unter anderem die Zusammenstellung „Feministische Pionierinnen“. In diesen Personendossiers werden historische Frauenrechtlerinnen vorgestellt. Jedes Dossier besteht aus: Biografie, Chronologie, Texten von der Pionierin, Texten über die Pionierin, Auswahlbibliografie mit Primär- und Sekundärliteratur, Auflistung aller Schriften im FMT.

Feministische Pionierinnen

Christine de Pizan (1365-1431/1440)
„Die Natur hat die Frauen mit ebenso vielen körperlichen und geistigen Gaben ausgestattet wie die weisesten und erfahrensten Männer.“

Olympe de Gouges (1748-1793)
„Die Frau wird Frei geboren und bleibt dem Manne gleich in allen Rechten.“

Louise Dittmar (1807-1884)
„Meine Natur besteht im Widerstand gegen das Unrecht, nicht in der frommen Duldung des scheinbar Vermeindlichen.“

Mathilde F. Anneke (1817-1884)
„Die Befreiung des Weibes ist die vordringlichste gesellschaftliche Aufgabe.“

Louise Otto-Peters (1819-1895)
„Die Geschichte aller Zeiten, und die heutige ganz besonders, lehrt: dass diejenigen, welche selbst an ihre Rechte zu denken vergessen, auch vergessen wurden.“

Marie Goegg (1826-1899)
„Wir möchten Bürgerinnen sein und die politischen Aufgaben teilen mit den Bürgern – unseren Brüdern!“

Hedwig Dohm (1831-1919)
„Ich bin des Glaubens, dass die eigentliche Geschichte der Menschheit erst beginnt, wenn der letzte Sklave befreit ist, wenn das Privilegium der Männer auf Bildung und Erwerb abgeschafft, wenn die Frauen aufhören, eine unterworfene Menschenklasse zu sein.“

Minna Cauer (1841-1922)
„Die Frau gehört nicht mehr ins Haus, sie gehört in dieses Haus: den Reichstag.“

Anita Augspurg (1857-1943)
„Was verstehen wir unter dem Rechte der Frau? Nichts anderes als das Recht des Menschen überhaupt!“

Rosa Mayreder (1858-1938)
„Man wird erst wissen, was die Frauen sind, wenn ihnen nicht mehr vorgeschrieben wird, was sie sein sollen.“

Bertha Pappenheim (1859-1936)
„Die Nichtachtung der Menschenrechte der Frau, die in der doppelten Moral ihren Ausdruck findet, lässt sie zur Ware herabsinken.“

Johanna Elberskirchen (1864-1943)
„Sind wir Frauen der Emanzipation homosexual – nun dann lasse man uns doch! dann sind wir das doch mit gutem Recht.“

Lida Gustava Heymann (1868-1943)
„Die politischen Rechte bedeuten keineswegs das Dach oder die Wetterfahne, sie sind das Fundament, auf dem das Gebäude der Frauenfreiheit gegründet werden sollte.“

Helene Stöcker (1869-1943)
„Es müssen Mittel und Wege gefunden werden, auch denen zu helfen, die durch das Übel der Schwangerschaftsunterbrechung ein noch größeres Übel – nämlich das der Zerstörung von Gesundheit und Lebensglück der schon Lebenden – vermeiden wollen.“