Archiv für die Kategorie 'Literaturlinks'

Literatur nach 1945 – Walter Buchebner

Montag, 12. September 2016

Walter Buchebner, geboren 1929 in Mürzzuschlag, tauchte 1945 unter, um der Einberufung zum Volkssturm zu entgehen. Nach Beendigung des Gymnasiums in Bruck an der Mur ging er nach Wien, um zu studieren. In der schwierigen Nachkriegszeit begann er das Studium der Germanistik und Geographie an der Universität Wien.
Die Verhältnisse zwangen ihn während seiner akademischen Ausbildung, die er aus Opposition gegen den versteinerten Lehrbetrieb nicht beendet, aber weit vorangetrieben hatte, manuell zu arbeiten. Dadurch lernte er die Probleme der Arbeiterschaft kennen und fühlte sich mit den Werktätigen tief verbunden.

In seinem Tagebuch beschreibt er die Arbeitsbedingungen in einer verstaatlichten Industrie: „Mürzzuschlag 28. Juli 1951. Ich bin in den ca. 40 X 50 großen Gaskanal teerhacken gekrochen. Eine fürchterliche Arbeit, nervenanstrengend und körperlich zermürbend. Man schwitzt wie ein Trottel. Immer nur am Bauch kann man kriechen und die Hände voran. Verkehrt zurück. Dabei alles mitnehmen. Draußen fühlt man sich dann wie von einer langen Krankheit genesen. Einem Proleten gingen die Nerven durch, als er drin war. Für ihn kroch ich zweimal ein. Etwa 4m weit hinein.
Unbeschreiblich ist die Qual drunten im dreckigen Kanal. Und oft und oft müssen sie da hinein; manchmal bei entsetzlichen Bedingungen: Gas, Hitze …!
Ich glaube kaum, dass ich je anders werde leben können als diese Ärmsten der Erde!
Er arbeitete unter anderem als Bauarbeiter, Fahrdienstleiter, Monteur, Telegrafist und Erzieher.“

Danach gelangte er zur Überzeugung, dass er die Dichtkunst erlernen müsse. Er gewöhnte sich an einen ruinösen Arbeitsstil, stellte totale Forderungen an sich selbst.

Ab 1956 leitete er eine Zweigstelle der Wiener Städtischen Büchereien. 1959 wurde ein schweres Nierenleiden diagnostiziert. Walter Buchebner nahm sich 1964, vermutlich wegen großer Schmerzen, das Leben. Robert Lotter gründete in der zweiten Hälfte der 1970 Jahren die Walter-Buchebner-Gesellschaft. Daraus entwickelte sich das Kunsthaus Mürzzuschlag.

aschenfarbene melodie
aschenfarbene melodie
in der heilsarena
kapital
vergiftet das
herz
unserer lieben frau
notre dame
die unbefleckte
mendelsche vererbungslehre
und thomasverfahren
aus der hand eines
sterbenden papstes
besucht abendkurse
der volksbildungshäuser
werdet gute bürger
mit patriotischem überschallhemd
und
schaumgummitick
dreimal täglich
und am sonntag
KYRIE ELEISON
kapital
vergiftet das
herz

Literatur:
Lotter Robert: Walter Buchebner; Lyrik, Prosa; Graphik; S. 3, 5, 10; Herausgeber: Robert Lotter; Wienerstraße 120, 8680 Mürzzuschlag.

Bücher-Verschenkregal in Wien-Mariahilf

Donnerstag, 12. Februar 2015

Wiener Bücherschmaus: Buecherverschenkregal in Wien-Mariahilf Immer mehr Menschen leben unter prekären Verhältnissen und mit entsprechend geringem Einkommen. Am kulturellen Leben können die Betroffenen meist nur sehr eingeschränkt teilhaben. Selbst der Kauf eines Taschenbuches kann sich als finanzielle Belastung erweisen und muss genau überlegt sein.

Der „Wiener Bücherschmaus“versteht sich als Teil der Bemühungen, gute Literatur allen Menschen in Österreich zugänglich zu machen. Neben dem Leseförderprojekt „Bücher auf Rädern“, es richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, und dem Angebot an Vereine bzw. Einrichtungen aus dem Sozial- und Kulturbereich, sie mit Literatur zu unterstützen, haben wir Anfang dieser Woche unser erstes Bücher-Verschenkregal in Wien-Mariahilf eröffnet.

Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Bücherverschenkort im Geschäftslokal der Farbenhandlung Görbicz einrichten durften. Eigentlich ein Mini-Baumarkt mitten in der Stadt, der neben persönlicher Beratung Lacke, Farben, Abdeckfolien, Nägel, Schrauben, Dübel, kleines Werkzeug und vieles mehr bietet.
Diese Symbiose aus Farbe und Literatur finden Sie keine 5 Minuten von der U3 bzw. U6-Station Westbahnhof in der Stumpergasse 54, 1060 Wien, T. +43 1 5977354.

Buecherverschenkregal im Geschaeft Ab sofort warten täglich 50 – 60 kostenlose Bücher zu den Geschäftszeiten auf ihre Leser und Leserinnen.

Mo 8:30-12:30, 14:30-18:00
Di 8:30-12:30, 14:30-18:00
Mi 8:30-12:30
Do 8:30-12:30, 14:30-18:00
Fr 8:30-12:30, 14:30-18:00
Sa 8:30-12:00

Vielleicht finden Sie unter den Verschenkbüchern einen schon lange gesuchten Titel? Gerne können Sie auch eine Unterstützung in Form einer Buchspende im Geschäft abgeben.

Schnipsel aus Literatur, Wissenschaft und Politik – Teil 9

Freitag, 11. April 2014

Kurze Infos aus den Bereichen der Literatur, Wissensschaft und Politik, die von den „Duftenden Doppelpunkten“ bisher ausschließlich auf Facebook, Google+ und Twitter veröffentlicht wurden, sind nun auch direkt im Literaturblog nachzulesen.

Die Fußball-WM in Brasilien lässt grüßen. Auf der Seite Fußball 2014 (pdf) finden Sie ein Auswahlverzeichnis der Fachstelle München mit Medientipps zum Thema „Fußball“ für Kinder, Jugendliche und Erwachsene:

Schulreform: Schweizer wollen Schreibschrift abschaffen. Auch in Deutschland wird über den Sinn der verbundenen Schreibschrift gestritten.

50.000 Schoah-Interviews nun auch in Wien. Zeitzeugen und Zeitzeuginnen des Holocaust interviewen und filmen: Diese Idee wurde vor 20 Jahren auf Initiative des Regisseurs Steven Spielberg umgesetzt. Mehr als 50.000 dieser Video-Gespräche gibt es mittlerweile, ab sofort stehen sie auch an der Universität Wien zur Verfügung.

J. R. R. Tolkien und der Erste Weltkrieg: „Mordor erinnert an Schlachtfelder und Schützengräben“. „Der Herr der Ringe“ als Therapie gegen das Schützengraben-Trauma: Der Brite John Garth hat die Kriegstagebücher des „Hobbit“-Autors ausgewertet. Im Interview spricht er über die Fronterlebnisse von J. R. R. Tolkien und deren Folgen für sein Werk.

Franz is here: Thronfolger auf Sightseeing-Tour. Vielen ist nur seine Ermordung ein Begriff, die als Auslöser des Ersten Weltkrieges gilt: Doch als junger Mann hat Franz Ferdinand eine Weltreise unternommen und Tausende Souvenirs mitgebracht. Davon erzählt ab Mittwoch eine Ausstellung im Weltmuseum.

Wir brauchen einen ganz anderen Mut! Stefan Zweig – Abschied von Europa. Eine beeindruckende Ausstellung im Wiener Theatermuseum widmet sich Stefan Zweigs Exiljahren. Erstmals wird die Handschriftensammlung des Autors öffentlich gezeigt.

Gedenken an „Kremser Hasenjagd“. In Krems / Stein ist nun eines Massakers gedacht worden, das im Zweiten Weltkrieg SS-Soldaten an Gefangenen verübt haben. In die Geschichte ging es als „Kremser Hasenjagd“ ein. Hunderte Gefangene wurden kurz nach ihrer Freilassung erschossen.

Tolino-Allianz greift Amazons Kindle mit „Vision“-Reader an. „Vision“ gegen Paperwhite. Als sich die Tolino-Allianz vor einem Jahr erstmals der Öffentlichkeit präsentierte, machten die Partner keinen Hehl daraus, dass es ihnen darum geht, dem Marktführer etwas Konkurrenzfähiges entgegenzusetzen. Technologisch aufschließen, das ist auch das Motto, das zum neuen neuen Tolino-Reader der digitalen Arbeitsgemeinschaft passt – ein Gerät, mit dem der Edel-Reader von Amazon angegriffen werden soll.

Mangelnde Sprachkenntnisse? Das ewige Lied vom Untergang der Sprache. Die Sprachkenntnisse von Studierenden seien heute mangelhaft, sagen Dozierende. Haben sie recht oder sitzen sie einem Mythos auf?

Von Beardsley bis Picasso: Wenn Bilderbücher Bände sprechen. In den historischen Räumen der Winterresidenz von Prinz Eugen: Rare Kunstwerke in Buchform.

Auf der neu gestalteten Site des „Büchereiverband Österreichs“ finden Sie unter „Wir lesen!“ die „Leselounge“. In den Videos sprechen unter anderem prominente AutorInnen – gestartet wird mit Josef Winkler – über Literatur und ihr Verhältnis zu Bibliotheken.

Highlights März 2014

Dienstag, 1. April 2014

Die 10 nachgefragtesten Beiträge des „Duftenden Doppelpunktes“ im März 2014.
Unangefochtene Spitzenreiter sind diesmal die Beiträge „INTERNATIONALER FRAUENTAG – ZITATE UND APHORISMEN“ mit 2062 Seitenaufrufen und einer durchschnittlichen Verweildauer der BesucherInnen von 59 Sekunden bzw. „DER ERSTE WELTKRIEG IN DER LITERATUR“ mit 1047 Aufrufen und einer Verweildauer von 2 Minuten und 8 Sekunden.

INTERNATIONALER FRAUENTAG ZITATE UND APHORISMEN: Zwanzig Zitate von engagierten Frauen in deutscher, englischer und französischer Sprache. Jedes der Zitate kann auch als E-Card versendet werden

DER ERSTE WELTKRIEG IN DER LITERATUR: Neben dem wohl bekanntesten Antikriegsroman über den Ersten Weltkrieg, „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, setzt sich eine Fülle weiterer literarischer Publikationen mit den Ereignissen und Auswirkungen der Jahre 1914 – 1918 auseinander.

100 JAHRE ERSTER WELTKRIEG: AUSSTELLUNGEN, GEDENKPROJEKTE UND VERANSTALTUNGEN IN: Österreich, Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien und im Internet.

INTERNATIONALE BUCHHANDLUNGEN IN WIEN UND WELTWEIT: Fremdsprachige Buchhandlungen in Wien, Bezugsquellen für fremdsprachige Medien in Deutschland bzw. eine Linkliste mit Buchhandlungen aus aller Welt.

DER ERSTE WELTKRIEG IM INTERNET: Eine Zusammenstellung von online zugänglichen Themenportalen und Sites über den Ersten Weltkrieg: Nachschlagwerke, Zeitungen, Filme, Fotos, Tagebücher, Literatur, Veranstaltungen und vieles mehr.

KOSTENLOSE HÖRBÜCHER: Eine umfangreiche, alphabetisch geordnet Liste mit Hinweisen auf kostenlose Hörbuch-Angebote im Netz.

KOSTENLOSE KINDERHÖRBÜCHER: Eine Linliste zu kostenlosen Hörbüchern, Hörspielen und Podcasts für Kinder.

BÜCHERSCHREIBEN UND VERLAGSWESEN – WORKSHOP MIT PETRA ÖLLINGER IN WIEN. Der Workshop bietet Ihnen eine fundierte Basis für die Veröffentlichung Ihres Buchdebüts: Die Themen spannen sich von der Manuskripterstellung, über die Frage wie Sie den passenden Verlag finden, bis hin zu Tipps, was Sie bei Verträgen beachten sollten.

FRÜHLINGSGEDICHTE: Frühjahrsgedichte von Theodor Fontane, Kurt Tucholsky, Christian Morgenstern, Percy Shelley, Rainer Maria Rilke, Georg Trakl, Hoffmann von Fallersleben, Wilhelm Busch, Eduard Mörike, Johann Wolfgang Goethe, Heinrich Heine.

100 JAHRE INTERNATIONALER FRAUENTAG: Der Beitrag wurde bereits 2011 geschrieben, ist mit seinen vielen weiterführenden Hinweisen allerdings immer noch aktuell.

DIE KINDER VOM MAISON D’IZIEU: Die Fotoausstellung zeigt die Kinder und ErzieherInnen in der Zeit ihres Aufenthaltes in Izieu, Frankreich, von Mai 1943 bis kurz vor ihrer Deportation und Ermordung im April 1944. Mit der Ausstellung soll aller Opfer des Holocaust gedacht werden, insbesondere jedoch der Kinder.
Der Katalog der Ausstellung kann als pdf herunergeladen werden.

Schnipsel aus Literatur, Wissenschaft und Politik – Teil 8

Montag, 31. März 2014

Kurze Infos aus den Bereichen der Literatur, Wissensschaft und Politik, die von den „Duftenden Doppelpunkten“ bisher ausschließlich auf Facebook, Google+ und Twitter veröffentlicht wurden, sind nun auch direkt im Literaturblog nachzulesen.

Wo Weltenbummler in der Buchhandlung wohnen. 1951 eröffnete der Amerikaner George Whitman nicht nur eine englischsprachige Buchhandlung im Herzen von Paris, sondern auch einen Wohn- und Zufluchtsort für brotlose Schriftsteller und Reisende.

Über das Büchermachen als politische Aktivität: Klaus Wagenbach feiert den 50. Geburtstag seines Verlages – eines der bedeutendsten der Nachkriegsgeschichte in Deutschland.

Vorwärts ins Mittelalter. Frauen „mit meinen“ reicht nicht mehr – Ein Entwurf für eine neue Önorm neigt sich nun aber wieder einer rein männlichen Sprachform zu.

Die Wiener Schule für Dichtung sucht für ihre Onlineklasse “Terror, Assault, Anthrax“ Gedichte zum Thema Überwachung. Kommentiert werden die Beiträge von dem in Wien lebenden Schriftsteller Ilija Trojanow. Noch bis 13. April können Beiträge gepostet werden.

Kommt Ihnen etwas seltsam vor? Nackte Männer in lasziven Frauenposen sind nicht einfach „schön“, sondern absurd – Die Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung setzt auf Bewusstseinsbildung.

Das Blog „rosinenpicker“ des Goethe-Instituts: Der Erste Weltkrieg spielt in diesen Tagen und Monaten nicht nur in zahlreichen Publikationen für Erwachsene eine Rolle, sondern es gibt auch viele neue Jugendbücher zu diesem Thema.

Die Aufregung um die Inszenierung „Die Neger“ von Jean Genet bei den heurigen Wiener Festwochen zeugt für die IG Autorinnen Autoren von einem neuen „Ungeist“. „Wer nicht von vornherein klar und deutlich zu erkennen gibt, dass er auf der ‚richtigen‘ Seite steht, wird automatisch verdächtigt, zu diskriminieren“, so Geschäftsführer Gerhard Ruiss in einer Aussendung am Montag.

Charlotte Reimann stellt auf ihrer Site zehn Buchbranchen-Blogs vor, denen es sich zu folgen lohnt.

Frühlingsgedichte – Frühjahrsgedichte

Donnerstag, 20. März 2014

Ein Frühlingsbote: schneeumgebenes Schneeglöckchen, Blüten noch ungeöffnet Anlässlich des heutigen Frühlingsbeginns können Sie in diesem Beitrag eine kleine Auswahl von Frühlingsgedichten folgender Autoren nachlesen:

Theodor Fontane, Kurt Tucholsky, Christian Morgenstern, Percy Shelley, Rainer Maria Rilke, Georg Trakl, Hoffmann von Fallersleben, Wilhelm Busch, Eduard Mörike, Johann Wolfgang Goethe, Heinrich Heine.

Das Team des „Duftenden Doppelpunktes“ freut sich gemeinsam mit Ihnen auf ein sonniges Frühjahr und hofft, dass sich die folgenden Zeilen aus Erich Mühsams Gedicht „Wollte nicht der Frühling kommen?“ heuer nicht bewahrheiten.

Ja, es waren schöne Tage.
Doch sie haben uns betrogen.
Frost und Sturm und Schnupfenplage
sind schon wieder eingezogen.
Zugeknöpft bis an den Kiefer
flieht der Mensch die Gottesfluren,
wo ein gelblichweißer, tiefer
Schnee versteckt die Frühlingsspuren.
Sturmwind pfeift um nackte Zweige,
und der Rasenplatz ist schlammig.
In mein Los ergeben neige
ich das Auge. Gottverdammich!

FRÜHLING

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh.
„Er kam, er kam ja immer noch“,
die Bäume nicken sich’s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuß auf Schuß;
im Garten der alte Apfelbaum
er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.«

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh‘,
es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du!

Theodor Fontane (1819 – 1898)

DER LENZ

Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,
dann im Kalender und dann in der Luft,
und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde
sich in die frischgewaschene Frühlingskluft.

Ach ja, der Mensch! Was will er nur vom Lenze?
Ist er denn nicht das ganze Jahr in Brunst?
Doch seine Triebe kennen keine Grenze –
dies Uhrwerk hat der liebe Gott verhunzt.

Der Vorgang ist in jedem Jahr derselbe:
man schwelgt, wo man nur züchtig beten sollt,
und man zerdrückt dem Heiligtum das gelbe
geblümte Kleid – ja, hat das Gott gewollt?

Die ganze Fauna treibt es immer wieder:
Da ist ein Spitz und eine Pudelmaid
die feine Dame senkt die Augenlider,
der Arbeitsmann hingegen scheint voll Neid.

Durch rauh Gebrüll läßt sich das Paar nicht stören,
ein Fußtritt trifft den armen Romeo
mich deucht, hier sollten zwei sich nicht gehören…
Und das geht alle, alle Jahre so.

Komm, Mutter, reich mir meine Mandoline,
stell mir den Kaffee auf den Küchentritt.
Schon dröhnt mein Baß: Sabine, bine, bine …
Was will man tun? Man macht es schließlich mit.

Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

FRÜHLINGSAHNUNG

Rosa Wölkchen überm Wald
Wissen noch vom Abendrot dahinter -
Überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Unterm Monde silberweiß,
Zwischen Wipfeln schwarz und kraus
Flügelt eine Fledermaus
Ihren ersten Kreis …

Rosa Wölkchen überm Wald
Wissen noch vom Abendrot dahinter -
Überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Christian Morgenstern (1871 – 1914) Weiterlesen »

Leipziger Buchmesse

Donnerstag, 13. März 2014

Die Leipziger Buchmesse ist eröffnet! Bis zum Sonntag präsentieren sich über 2000 AusstellerInnen aus 43 Ländern.

An über 400 Leseorten findet parallel zur Messe das Lesefest „Leipzig liest“ mit insgesamt 3200 Veranstaltungen statt.

Mangas & Comics
Erstmalig findet in Leipzig die Manga-Comic Convention statt: Die Halle 1 ist für die Dauer der Messe zur Gänze dem Manga, Anime und den Cos-Players (Costume-Players) gewidmet. Alleine in diesem Bereich werden 200 Lesungen, Konzerte und Workshops geboten.

Veranstaltungen finden
Mithilfe des Les-O-Mat können Sie aus den vielen Veranstaltungen der nächsten Tage die für Sie passende herausfiltern.

Gastland Schweiz
Das Motto des diesjährigen Gastlandes, der Schweiz, lautet „Auftritt Schweiz“. In diesem Zusammenhang bietet die Heimat Wilhelm Tells neben vielfältigen Veranstaltungen eine interessante Site im Netz.

Polen, Ukraine und Belarus
Im Rahmen des Programmschwerpunkts “tranzyt. kilometer 2014. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus” werden 40 AutorInnen aus diesen drei Ländern auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.

Literatur- bzw. Medienpreise
An Preisen wird auf der Messe nicht nur jener der Leipziger Buchmesse vergeben, ausgezeichnet wurde bereits heute in der Sparte Belletristik Sasa Stanisic, sondern auch der AVJ-Medienpreis der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen für journalistisches Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Das Thema Literaturpreise wird durch die Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Jugendbuchpreis ergänzt.

Die „Schönsten Bücher aus aller Welt“
Bücher aus über 30 Ländern konkurrieren um die Auszeichnung als die „Schönsten Bücher aus aller Welt“. Die Preisverleihung 2014 findet wieder traditionsgemäß am Buchmessen-Freitag am Stand der Stiftung Buchkunst statt.

Das „Blaue Sofa“
Das „Blaue Sofa“, ein gemeinsames Forum von Club Bertelsmann, ZDF und Deutschlandradio Kultur, öffnete seine Pforten am 13. März um 10:30. Alle Daheimgebliebenen haben die Möglichkeit, bei den Lesungen und Diskussionen via live-Stream auf ZDF.de dabei zu sein!

Österreich auf der Leipziger Buchmesse
Am Gemeinschaftsstand und im Österreich-Kaffeehaus präsentiert der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels neue Literatur aus Österreich. Auch die IG Autorinnen Autoren sind auf der Messe vertreten und präsentiert circa 600 Neuerscheinungen. Auch „literadio“ ist wieder auf der Leipziger Buchmesse vertreten. In Kooperation mit der IG Autorinnen Autoren und dem Verband Freier Radios Österreichs wird täglich live aus Leipzig gesendet.

Gleichzeitig mit der Leipziger Buchmesse findet die 20. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

DER ERSTE WELTKRIEG IM INTERNET

Mittwoch, 19. Februar 2014

Eine Zusammenstellung von online zugänglichen Themenportalen und Sites über den Ersten Weltkrieg: Nachschlagwerke, Zeitungen, Filme, Fotos, Tagebücher, Literatur, Veranstaltungen und vieles mehr.

Den einleitenden Text überspringen und direkt zu den weiterführenden Links über den Ersten Weltkrieg gelangen.

SEITENINHALT

Themenportale und Sites über den Ersten Weltkrieg

Der Weg in den Ersten Weltkrieg

Am 28. Juni 1914 werden Erzherzog Franz Ferdinand, der österreichisch-ungarische Thronfolger, und seine Frau, die Gräfin Sophie von Chotek, Herzogin von Hohenberg, von Gavrilo Princip in Sarajevo erschossen.

Das Attentat zu Sarajewo

Das Attentat zu Sarajewo

Der „Blankoscheck“: Anfang Juli 1914 berichtet Botschafter Ladislaus de Szögyény-Marich Folgendes aus Berlin nach Wien:

„Nach dem Déjeuner, als ich nochmals Ernst [sic!] der Situation mit großem Nachdruck betonte, ermächtigte mich Seine Majestät, unserem allergnädigsten Herrn zu melden, dass wir in diesem Falle auf die volle Unterstützung Deutschlands rechnen können. Wie gesagt, müsse er vorerst die Meinung des Reichskanzlers hören, doch er zweifle nicht im geringsten daran, dass Herr von Bethmann Hollweg vollkommen seiner Meinung zustimmen werde. Insbesondere gelte dies betreffend eine Aktion unsererseits gegenüber Serbien.“ Telegramm 237. Berlin, den 5. Juli 1914. Chiffre – Streng geheim.

„Unser Verhältnis zu Serbien betreffend stehe deutsche Regierung auf dem Standpunkt, dass wir beurteilen müssten, was zu geschehen hätte, um dieses Verhältnis zu klären; wir könnten hierbei – wie auch immer unsere Entscheidung ausfallen möge – mit Sicherheit darauf rechnen, dass Deutschland als Bundesgenosse und Freund der Monarchie hinter ihr stehe.

Im weiteren Verlaufe der Konversation habe ich festgestellt, dass auch Reichskanzler, ebenso wie sein kaiserlicher Herr ein sofortiges Einschreiten unsererseits gegen Serbien als radikalste und beste Lösung unserer Schwierigkeiten am Balkan ansieht. Vom internationalen Standpunkt hält er den jetzigen Augenblick für günstiger als einen späteren; …“ Telegramm 239. Berlin den 6. Juli 19914. Chiffre – Streng geheim.

Am 23. Juli stellt Österreich-Ungarn der Regierung in Belgrad ein Ultimatum. Nachdem dieses durch Serbien nicht vollinhaltlich akzeptiert wird, erfolgt am 28. Juli 1914 die Kriegserklärung von Österreich-Ungarn an Serbien.

„An Meine Völker!“

Bereits einen Tag später erlässt Kaiser Franz Joseph unter dem Titel „An Meine Völker!“ ein Manifest, in dem er um Verständnis für die Kriegserklärung wirbt.

„Es war Mein sehnlichster Wunsch, die Jahre, die Mir durch Gottes Gnade noch beschieden sind, Werken des Friedens zu weihen und Meine Völker vor den schweren Opfern und Lasten des Krieges zu bewahren.

Im Rate der Vorsehung ward es anders beschlossen.

Die Umtriebe eines haßerfüllten Gegners zwingen Mich, zur Wahrung der Ehre Meiner Monarchie, zum Schutze ihres Ansehens und ihrer Machtstellung, zur Sicherung ihres Besitzstandes nach langen Jahren des Friedens zum Schwerte zu greifen. (…)“

Die Opfer des Ersten Weltkrieges

In weiterer Folge eskaliert die Auseinandersetzung zwischen Österreich-Ungarn und Serbien zum Ersten Weltkrieg. Insgesamt sind circa vierzig Staaten in der einen oder anderen Form in diesem blutigen Gemetzel involviert. Die Kämpfe in Europa, dem Nahen Osten, in Afrika und Ostasien verursachen Millionen Tote und Verwundete. Die meisten Schätzungen gehen von an die zehn Millionen Todesopfern und etwa zwanzig Millionen Verwundeten unter den SoldatInnen und weiteren sieben Millionen toten ZivilistInnen aus.

Die vergessene Ostfront

In der Wahrnehmung der Jahre von 1914 bis 1918 dominieren bis heute die Kämpfe an der Westfront. Die Erinnerung an den Krieg im Osten ist vergleichsweise nicht so präsent.

Plakat von Richard Sarrin (1869-1939)

Plakat von Richard Sarrin (1869-1939)

Insbesondere über die Geiselerschießungen und Kriegsverbrechen in Serbien und Ostgalizien bzw. die drakonischen Strafen gegenüber den eigenen Soldaten breitete die österreichische Erinnerungskultur lange Zeit den Mantel des Vergessens.

Anton Holzer: Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914 – 1918. Mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Fotografien. Primus Verlag, 2. Aufl. 2014.

Karl Kraus und Joseph Roth über den Krieg

Dabei ist all dies bereits in „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus, sie beruhen auf authentischen Quellen und entstanden zwischen 1915 und 1922 als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg, nachzulesen.

Anton Holzer (Hg.): Die letzten Tage der Menschheit. Der Erste Weltkrieg in Bildern. Mit Texten von Karl Kraus. Primus Verlag, 2013.

Und auch in Joseph Roths 1932 veröffentlichten Roman „Radetzkymarsch“ kann man über die Grausamkeiten und Kriegsverbrechen an der Ostfront lesen:

„Vor dem großen, grauen, weitgeöffneten Tor des Friedhofs hingen drei Leichen, in der Mitte ein bärtiger Priester, zu beiden Seiten zwei junge Bauern in sandgelben Joppen, grobgeflochtene Bastschuhe an den reglosen Füßen. Die schwarze Kutte des Priesters, der in der Mitte hing, reichte bis zu seinen Schuhen. Und manchmal bewegte der Nachtwind die Füße des Priesters so, daß sie wie stumme Klöppel einer taubstummen Glocke an das Rund des Priestergewandes schlugen und, ohne einen Klang hervorzurufen, dennoch zu läuten schienen. Leutnant Trotta ging näher an die Gehenkten heran. Er sah in ihre aufgedunsenen Gesichter. Und er glaubte in den dreien den und jenen seiner Soldaten zu erkennen. Das waren die Gesichter des Volkes, mit dem er jeden Tag exerziert hatte.“ Via literaturdownload.at

Das Team des „Duftenden Doppelpunktes“ freut sich auf Ihre Ergänzungen und Anregungen!

THEMENPORTALE UND SITES ÜBER DEN ERSTEN WELTKRIEG

Erster Weltkrieg: Bücher, Bibliotheken, Archive, Ausstellungen

Auf der Seite „DER ERSTE WELTKRIEG IN DER LITERATUR“, ebenfalls im „Duftenden Doppelpunkt“ veröffentlicht, finden Sie eine kommentierte Literaturliste mit über fünfzig Romanen und Kurzgeschichten über den Ersten Weltkrieg, die zwischen 1915 und 1959 veröffentlicht wurden.
Zusätzlich bietet der „Duftende Doppelpunkt“ Infos zu Ausstellungen in Österreich, Belgien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien anlässlich „100 JAHRE ERSTER WELTKRIEG“.

„Im Krieg sind die Gesetze der Menschheit aufgehoben, in den Urzustand ist sie zurückversetzt. In einem ungeheuren Irrtum waren wir befangen. Wir glaubten an die innere Kultur der europäischen Völker. Wir müssen umlernen. Es war nur Firnis, Tünche.“ Hedwig Dohm (1831–1919)

Auf der Site „Digitale Landesbibliothek Oberösterreich“ werden seit drei Jahren urheberrechtsfreie Werke zugänglich gemacht. Einen der aktuellen Schwerpunkte bei der Digitalisierung bildet der Erste Weltkrieg: Werke der Sammlung: Weltkrieg I.
Die Bücher sind alle im Volltext erfasst. Das Inhaltsverzeichnis ist mit dem Text verlinkt. Gleichzeitig ist es möglich, einzelne Teile eines Werkes als PDF herunterzuladen. Die Recherche kann über Trunkierungen, Phrasensuche und Trefferliste eingeschränkt werden. Auch kann nur in den Volltexten oder optional nur in den Metadaten bzw. in beiden Bereichen gesucht werden.
Mittels Uniform Resource Name (URN) erhält jede Textseite einen eindeutigen und dauerhaft gültigen Namen, sodass bis auf Seitenebene genau zitiert werden kann.

„Es gibt kein Volk und kann keins geben, das zivilisiert genug wäre, um zivilisiert Kriege zu führen. Denn der Krieg selbst ist etwas Unzivilisiertes …“ Erich Mühsam (1878 – 1934)

Der Online-Hauptkatalog der Österreichischen Nationalbibliothek umfasst einen Bestand von über 44.000 Büchern, Broschüren, Dokumenten, Fotografien, Plakaten und Flugblättern, die sich mit dem Thema Erster Weltkrieg beschäftigen.

„Statt den Militarismus, der das Land ins Unglück gestürzt hat, zu entfernen, päppeln sie ihn wiederum hoch und werden ihm bald die Möglichkeit geben, das Land in noch größeres Unglück zu stürzen“. Siegfried Jacobsohn (1881–1926)

Das Webportal „Kriegssammlungen in Deutschland 1914-1918″ weist 235 Sammlungen über den Ersten Weltkrieg nach.

„Der Sammeleifer bezog sich nicht nur auf die über den Buchhandel verfügbare Kriegsliteratur, sondern auch auf Feld- und Schützengrabenzeitungen aus Frontgebieten, auf Drucksachen aus Lazaretten und Gefangenenlagern und auf Zeitungen der besetzten Gebiete. Gesammelt wurden Landkarten, Maueranschläge und Flugblätter, Fotos, Feldpostbriefe und Soldatentagebücher. Militaria und Uniformen wurden gesammelt, Material der Kriegswirtschaft wie Notgeld, Lebensmittelkarten und Kriegsersatzstoffe wurde aufgehoben, aber auch Gegenstände mit Andenkencharakter wurden zusammengetragen wie Vivatbänder, Postkarten, Gedenkmünzen und Porzellangegenstände mit Kriegsmotiven.“ Via Kriegssammlungen in Deutschland

Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre. Bertrand Russell (1872 – 1970).

Eine interessante Bestandsübersicht zum Thema Erster Weltkrieg bietet auch die Arbeitsgemeinschaft Archive in Nordhessen im Netz. Unter dem Titel „Geschichte des Ersten Weltkriegs“ bietet sie eine Auswahl an relevanten Beständen von bisher teilweise wenig bekannten Nachlässen und Sammlungen.

Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, daß es welche gibt, die nicht hingehen müssen. Erich Maria Remarque (1898 – 1970)

Internationale Sites über den Ersten Weltkrieg

Die „Europeana Collections 1914 – 1918“ führt Material aus drei Projekten zusammen. Neben persönlichen Geschichten von Privatpersonen finden sich auch Bibliotheksbestände sowie Filme aus europäischen Filmarchiven. Sie ist die umfassendste europäische Sammlung von Originaldokumenten zum Ersten Weltkrieg.

„Es wird solange Kriege geben, solange es noch einen Menschen gibt, der daran verdient.“ Bertolt Brecht (1898–1956)

Plakat  aus dem Jahr 1917 von H. R. Hopps (1869–1937)

Plakat aus dem Jahr 1917 von H. R. Hopps (1869–1937)

Ab April 2014 werden rund 75.000 digitalisierte Objekte aus den verschiedenen Sammlungen der Österreichischen Nationalbibliothek über die europäische digitale Bibliothek „Europeana“ abrufbar sein. Gleichzeitig werden für das Web@rchiv Austria alle Netz-Aktivitäten zum Gedenkjahr für die Nachwelt gesichert.

„Die Presse und die Waffenfabrikanten sind der Bazillus der Kriegserregung.“ Alfred Hermann Fried (1864–1921)

Die Website „The Heritage of the Great War“ zeigt unter anderem mit ihrer Sammlung früher Farbfotografien ungewöhnliche Perspektiven auf die Alltagsgeschichte des Ersten Weltkrieges.

„Erst wenn auch die große Mehrheit der Frauen aus tiefster Überzeugung hinter die Losung tritt: Krieg dem Kriege, erst dann kann den Völkern der Friede gesichert werden.“ Clara Zetkin (1857–1933)

„1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War“. An der Freien Universität Berlin entsteht ein von internationalen ExpertInnen geschriebenes, englischsprachiges Referenzwerk zum Ersten Weltkrieg.

„Man muss immerfort aufpassen und handeln. Wer bloß zusieht, wartet vergebens, dass Frieden wird: es wird nur Krieg. Der Krieg kommt schon, wenn man einfach nichts gegen ihn tut.“ Heinrich Mann (1871–1950)

European Film Gateway: Die europäischen Filmarchive haben große Teile ihrer Sammlungen (Wochenschauen, Dokumentar- und Spielfilme) zum Ersten Weltkrieg digitalisiert und zugänglich gemacht.

„Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“ Kurt Tucholsky in einem Brief an Herbert Ihering vom 10. August 1922.

Unter dem Titel „La Grande Guerre“ hat das Deutsche Historische Institut Paris ein Blog ins Netz gestellt. Es widmet sich dem Forschungsschwerpunkt „Erster Weltkrieg“ und berichtet über Initiativen zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs.

„Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.“ Alfred Polgar (1873–1955)

Clio online – Fachportal für Geschichtswissenschaften: Themenportal Erster Weltkrieg: Rezensionen, Tagungsberichte und Ressourcen zur Quellen- und Materialrecherche.

„Aber wenn der Krieg da ist, richtet man sich in ihm ein, und man melkt seine Euter. Das Blut fließt, das Geld fließt, und man hat keine Eile, den Strom zum Versiegen zu bringen.“ Romain Rolland (1866 1944)

Erster Weltkrieg – nationale und regionale Projekte: Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland

BELGIEN

„100 Jahre Erster Weltkrieg in Flandern 2014–2018“. In der Broschüre (pdf) findet sich ein Überblick über das Veranstaltungsprogramm, Gedenkstätten und historische Schauplätze.

„Jeder Krieg wird unter den nichtigsten Vorwänden begonnen, aus guten Gründen weitergeführt und mit den verlogensten Argumenten beschlossen.“ Arthur Schnitzler (1862–1931)

DEUTSCHLAND

„100 Jahre Erster Weltkrieg“ – die Site des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge bietet einen Überblick über Veranstaltungen, Gedenkprojekte und Ausstellungen in Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg.

„Alle Kriegsgeschichte wird erst verständlich, wenn man sie auf ihre ökonomischen Grundlagen zurück führt. Sie verflüchtigen sich dagegen in einen historischen Roman, wenn man das größere oder geringere „Genie“ der Feldherren zu ihrem bewegenden Hebel machen will.“ Franz Mehring (1846 1919) Weiterlesen »

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