Archiv für die Kategorie 'Brillis Wort zum Montag'

Zum 1. Todestag von Brilli

Mittwoch, 10. Juni 2015

Redaktionshund BrilliVor genau einem Jahr mussten wir von Dir Abschied nehmen.

Trauer hat keine Deadline.

Deine Hauskaspars und Zwetschke.

Brilli im Memory Garden.

Brillis Wort zum Montag

Montag, 16. Juni 2014

Abschied von unserer Brilli

Wir sind so unsagbar traurig.

Hauskaspar I, Hauskaspar II, Zwetschke und die Doppelpunkte

Redaktionshund Brilli

Der du meine Wege mit mir gehst,
Jede Laune meiner Wimper spürst,
Meine Schlechtigkeiten duldest und verstehst -
Weißt du wohl, wie heiß du oft mich rührst?

Wenn ich tot bin darfst du gar nicht trauern.
Meine Liebe wird mich überdauern
Und in fremden Kleidern dir begegnen
Und dich segnen.

Lebe, lache gut!
Mache deine Sache gut!

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Brillis Wort zum Montag

Montag, 9. Juni 2014

Aufgrund der schweren Erkrankung von Brilli entfällt heute „Ein Hund, ein Wort“.

Brillis Wort zum Montag

Montag, 2. Juni 2014

Ein Hund – ein Wort

Redaktionshund Brill mit rosa Halstuch

Zusammenführung

„Durchs Reden kommen die Leute zusammen.“ Wahr gesprochen, liebe Hauskaspars.
„Durch Hunde kommen die Leute zusammen.“ Wahr gesprochen, liebe Zwetschke.
Zweibeiner, die einander vorher im besten Fall ignorierten oder im schlimmsten Fall angifteten, plaudern miteinander. Hauptthemen sind: das heiße Wetter, das kalte Wetter, der Regen, die Sonne. Zugegeben, Zwetschke und ich vermissen die intellektuelle Herausforderung.
Wie viele Bekanntschaften, wie viel freundliches Grüßen, wie viel frohes Winken wir beide bereits lediglich durch unsere Anwesenheit gestiftet haben? Wie viele Zweibeiner wir zusammgenführt haben? Unsere acht Pfoten reichen zum Abzählen nicht mehr aus.
Ja, es stimmt schon. Welchen Grund hätten Unbekannte, mitten auf der Straße miteinander zu reden, einfach bloß so? Unsere Anwesenheit genügt, und schon sind sie mitten im Gespräch.
Kürzlich erst prallte Hauskaspar I, mit uns beiden an der Leine, mit einem anderen Zweibeiner, ebenfalls mit einem Vierbeiner an der Leine, an einer unübersichtlichen Ecke zusammen. Zwetschke, ich und der andere Wuff hätten uns vor Schreck beinahe in die Leinen, also in die Wolle bekommen. Die zwei konnten uns drei vor einem Tohuwabohu bewahren, und was stellen sie anschließend überrascht fest? Sie kannten einander. Aus der Volksschule! „Das muss schon eine Zeitlang her sein“, flüsterte ich zu Zwetschke. Sie antwortete lapidar und gar nicht leise: „Wohl eine sehr, sehr lange Zeitlang.“ Wir lachten uns scheckig.
Hin und wieder ergreifen Zweibeiner übrigens die Flucht, wenn sie uns und die Hauskaspars kommen sehen. Warum die vor den beiden Reißaus nehmen, wird uns ein Rätsel bleiben …

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Brillis Wort zum Montag

Montag, 26. Mai 2014

Ein Hund – ein Wort

Redaktionshund Brill mit rosa Halstuch

Thorakalwirbel

„Das ist wie bei teuren Rennpferden.“ „Nur dass die auch was einbringen – beim Rennen.“
Solche Bemerkungen goutiere ich nicht. Nicht von den Hauskaspars. Und schon gar nicht, während ich versuche, auf einem Laufband, bis zum Hals im Wasser, nicht aus der Spur zu fliegen. Da will ich so etwas nicht vernehmen. Ist eh schon Plackerei genug, nicht aus dem Tritt zu kommen und nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Sollen sie doch selbst einmal Unterwasserphysiotherapie machen, dann können sie sehen, wie anstrengend das ist. „Vier Minuten nur?“ Die linke Augenbraue von Hauskaspar I geht steil nach oben. „Das ist für den Anfang genug. Sonst bekommt sie einen Muskelkater“, antwortet die Hundephysiotherapeutin. Sehr sympathisch.
Weniger sympathisch ist der Grund für diese Prozedur. Diagnose: kissing spines Th10/11. Die Dornfortsätze der Thorakalwirbel 10 und 11 nehmen breitbasigen Kontakt auf – so steht’s im Befund. Die Auswirkungen: Ich kann schwer aufstehen und komme nur ganz langsam und mit viel Aua vorwärts. Jetzt hat Zwetschke ständig diesen seltsam besorgten Blick und die Hauskaspars sind aus dem Häuschen.

Nach dem Unterwassertraining muss ich auf die Gymnastikmatte. Da werde ich gepiekst. Vier Nadeln ins Kreuz, je eine Nadel ins Sprunggelenk. Klingt nicht hübsch, ist aber sehr entspannend, ich schlafe jedes Mal ein. Auch die Augenlider von Hauskaspar I werden immer schwerer … Nach einer Viertelstunde holt uns die Hundephysiotherapeutin zurück aus dem meditativen Zustand. Dank des medizinischen Wassertretens und der Piekserei verschnarche ich den restlichen Tag.
Und hoffe, dass Th10 und 11 bald aufhören mögen mit dem „Küssen“.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Brillis Wort zum Montag

Montag, 19. Mai 2014

Ein Hund – ein Wort

Redaktionshund Brill mit rosa Halstuch

Abschied

Unser heimatlicher Zoo wird immer kleiner. Nachdem uns letztes Frühjahr Herr und Frau Haidvogel endgültig verlassen haben – sie ruhen in Frieden – müssen wir uns auch bald von Maxi, unserem Schildkröterich verabschieden. Die Hauskaspars haben bei einer Freundin ein geeignetes Domizil für ihn gefunden. Viel Grün, viel Auslauf, viel frische Luft. Für ihn ist es dort sicher am besten. Sagt unser Verstand. Sagt der Verstand unserer Hauskaspars. Die sind dabei, ihn reisefertig zu machen. Packen seine Sachen ein: seine Lieblingswurzel, vor vielen Jahren in einem Weinberg gefunden; sein Lieblingshausschuh, vor nicht gar so vielen Jahren von Maxi zweckentfremdet; ein paar Blätter seines Lieblingssalates und eine Handvoll Heu als Reiseproviant.
Letzte Woche waren die Hauskaspars damit beschäftigt, Baumaterial für ein Schildkrötengehege zusammenzutragen. Für uns bedeutete das lange Besuche in Heimwerkermärkten, wo die zwei mit Maßband und Bauplan zwischen der Abteilung für Holzzuschnitt und den Regalen mit Hasengitter herumzischten, in den Gängen für Gartenutensilien wandelten, dazwischen mich davor bewahrten, von Isolierkabeln und Lecatonkugerln zu kosten und Zwetschke mit knapper Not daran hindern konnten, dass sie mit ihrem buschigen Schwanz E27-Sparlampen vom Regal fegte.
Diese Woche geht’s also los in Maxis neue Heimat. Dann heißt es, ein ausbruchsicheres Refugium für ihn zu bauen. Viel Grün, viel Auslauf, viel frische Luft. Für ihn ist es dort sicher am besten. Sagt unser Verstand. Sagt der Verstand unserer Hauskaspars.
Die tun gelassen und agieren vernünftig. Aber wir kennen sie. Ihnen fällt der Abschied genauso schwer wie uns.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Brillis Wort zum Montag

Montag, 12. Mai 2014

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brill mit rosa Halstuch

Gacks – Teil 2

Das war schließlich auch der Grund dafür, dass Hauskaspar I, sonst besonnen und gegen die Niederungen des Vierbeinerdaseins gefeit, das Ding zuerst fallen- und danach liegenließ.
Einige Zeitlang waren Gacksackerl aus so zarter und feiner Materie in Umlauf, dass sich die Hauskaspars jedes Mal beim Wegräumen die bange Frage stellten: „Wird es halten? Oder wird das Würstchen mit Karacho durch den Sackerlboden donnern?“ Zu unser aller Erstaunen blieb das Würstchen drin.
In jenen Zeiten, als noch nicht an fast allen Straßenecken Gacksackerlspender verfügbar waren, musste anderes herhalten: Sackerl aus der Obst- und Gemüseabteilung von Supermärkten, Sackerl, in denen Werbematerial an Türschnallen gehängt wird, Taschentuchverpackungen, Küchenrollen.

Einen Vorrat an Gacksackerln bei sich zu tragen – die Hauskaspars haben in jeder Hosentasche, in jeder Jackentasche, in sämtlichen Rucksäcken mindestens zwei Stück davon bietet – einige weitere Vorteile. Zum Beispiel im Frühling. Der Bärlauch ruft, das Scharbockskraut sprießt , man möchte diese Kräuter pflücken, um sie daheim zu verarbeiten und zu verzehren, hat jedoch nichts zum Einstecken mit, abgesehen von den – Sackerln.
Poop-Scoop, Sacchetto Igenieco, Opruimzakje, Coje Cacotas, Ramasse Crotte – aus vielen Ländern besitzen die Hauskaspars solcherlei Behältnisse.
In Frankreich pflückten sie eines mit besonders charmantem Aufdruck: „L’affaire est dans le sac? Alors, direct à la corbeille. Merci de votre geste!“ Darunter ist ein Hund gezeichnet mit einem Ausdruck im Gesicht, wie ihn wohl auch Zweibeiner nach dem Verrichten der „affaire“ kennen: mild lächelnd und sehr entspannt.

Ende

Gacks – Teil 1

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Brillis Wort zum Montag

Montag, 5. Mai 2014

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brill mit rosa Halstuch

Gacks – Teil 1

Uuuuund: Knie beugen. Einsammeln. Uuuuund: wieder hoch. Wer sein Leben mit einem Vierbeiner teilt, ist meistens topfit. Das fängt schon an beim Gackihaufen aufklauben: mindestens dreimal täglich in die Hocke. Nebenbei trainieren die Zweibeiner beim Verknoten des vollen Gacksackerls ihre Fingerfertigkeit, und beim gleichzeitigen Halten von Gacksackerl, Leine, gelegentlich ergänzt durch Regenschirm oder Einkaufstasche, ihren Sinn für Koordination.
Es muss einmal festgehalten werden: Unsere beiden Hauskaspars sind in punkto Häufchenwegräumen vorbildlich. Sie scheuen sich nicht, im Dunkeln zwischen eng hintereinander parkenden Autos „herumzukriechen“, wenn Zwetschke bei der Abendrunde beschlossen hat, an der finstersten Stelle in der Gasse ihre Würstchen abzulegen. Sie tun sich keinen Zwang an, wenn es darum geht, den Durchfall-Flatschgack in das Sackerl zu bugsieren, weil ich, nun ja, etwas nicht ganz so Feines verspeist habe.
Ich entsinne mich jedoch, dass sie einmal das Sackerl schmissen. Genaugenommen, war es eine Wegräumapparatur aus Karton („Patent Pending Registered Model“), die die beiden auf eine Geduldsprobe stellte. Laut Anleitung musste man die seitlichen Laschen vom „Hundebeutel“! auseinanderklappen, links und rechts neben das Häufchen platzieren und es so in den Papierbeutel schaufeln. Was bereits bei normalgeformten Hinterlassenschaften eines großen Geschicks bedarf, ist bei Häufchen mit weicherer Konsistenz ein Ding der Unmöglichkeit. Die Saugfähigkeit des Materials ist nämlich begrenzt, gelingt es einem nicht, innerhalb kürzester Zeit einen Mistkübel zu finden, beginnt es durch den Karton zu tropfen.

Fortsetzung folgt …

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

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