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Als der Affe die Banane warf und 25 Tiere traf. Ein Tier ABC.

26. Mai 2015 von eag

Wer mit Vitaminen wirft …

Ein wildes Tiergerangel von A bis Z

Buchcover Als der Affe die Banane warf.Die Geschichte beginnt damit, dass dem Affen Ralf langweilig ist. Wie so oft ist auch hier die Langeweile die Mutter vielerlei Unfugs: Ralf wirft eine Banane und trifft – den Bären Gunther im Gesicht. Unbeabsichtigt löst Ralf damit eine Kettenreaktion aus. Denn Gunther ob dieser Obstattacke alles andere als erbaut, tritt wütend gegen einen Baum (und verspeist die Banane, zumindest lässt die leere Schale in Gunthers Pfote darauf schließen), was wiederum Chamäleon Heidi dazu veranlasst, knallrot anzulaufen. Es folgen Aktion und Reaktion, jeweils von einem Tier ausgelöst. Die Folge ist ein veritables Tiergerangel, bei dem sich die ProtagonistInnen – von A wie Affe über J wie Jaguar bis Z wie Zebra – gegenseitig in die Wolle bzw. ins Fell geraten. Am Schluss des Tier-Alphabets bzw. der Geschichte schließt sich der Kreis. Das besagte Zebra namens Pitt versetzt dem Affen Ralf einen Tritt, der ihn zur „Einsicht“ bringt: „Bananen werfen ist sehr dumm, Bananen essen bringt nicht um.“

Die Rolle des Alphabets beim Bananenwurf
Ähnlich wie in Paul Maars „Tier-ABC“ ordnet die Autorin und Illustratorin Roberta Bergmann jedem Buchstaben eine Tierart zu – auch dem „herausfordernden“ Q (Qualle) oder dem Y (Yak). Ein interessantes Wesen findet sich bei X: Das Xanthippentierchen taucht so selbstverständlich auf, als wäre seine Existenz eine zoologische Selbstverständlichkeit.1
Das Ordnungsprinzip des Alphabets behält Roberta Bergmann bei. Die Geschichte startet bei A und endet bei Z. Der Titel spielt mit der Anzahl der Buchstaben im Alphabet: 25 Tiere plus Affe = 26 sind involviert.
Der Buchstabe A löst die Handlung aus. Wie beim Staffellauf geben die Tiere „ihre“ Buchstaben von einer Seite zur nächsten, von einem Tier zum nächsten weiter, so wird die Geschichte „vorangetrieben“. Damit man bei diesem Gerangel die Übersicht über das ABC behält, findet sich auf jeder Seite der entsprechende Buchstabe nochmals extra dargestellt. Diese einzelnen Buchstaben sind einheitlich gestaltet in Größe und Form (Linol-?Druck, schwarz), sie sind allerdings unterschiedlich auf den Seiten platziert (links oben, rechts unten …).

Die Struktur der Geschichte
Roberta Bergmann erzählt die rasante Geschichte in Reimen. Die (Re-)Aktionen von jedem Tier schildert sie mit jeweils vier Zeilen (a, a, b, b). Das Tempo der Handlung wird noch verstärkt, in dem auf manchen Seiten z. B. nur drei Zeilen stehen oder das letzte Wort am Ende einer Strophe fehlt. „Das Schwein Juli stand grad am Trog, / als ihm der Hut ins Essen flog /. Das Tier verschluckt sich daran schwer / und hustet Reste …“ Wie geht’s weiter? Schnell um- und weiterblättern!2
Um die Handlungen der Tiere nachzuvollziehen und den Zusammenhang zu verstehen, ist das Lesen der Geschichte von A bis Z, also von der ersten bis zur letzten Seite, sinnvoll. Die Freude an (gereimter) Sprache lässt sich jedoch auch mit einzelnen, aus der Gesamtheit gelösten Stellen entfachen.

Bild-Text Interdependenz
Die großflächigen, in satten Farben gemalten Bilder unterstreichen das Geschehen im Text, sie erzählen keine eigene Geschichte. Der Text funktioniert ohne bildnerische Elemente. Umgekehrt bedürfen die Bilder des Textes, um den Ablauf schlüssig zu erzählen. Allerdings laden die Bilder ohne Text durchaus dazu ein, eigene Geschichten zu erfinden und die darauf abgebildeten Tiere zu benennen bzw. deren Anfangsbuchstaben zu entdecken, zu wiederholen, zu lernen.

Gestalterische Raffinessen

Wer sich den Dschungel auf dem Vorsatzpapier ganz genau ansieht, wird ihn entdecken: den Schlingel Ralf, der zwischen den Blättern hervorschaut.
Auf dem Buchcover findet sich die aus zoologischer Sicht wild-zusammengewürfelte Truppe. Sind tatsächlich alle 26 Tiere darauf versammelt? Da hilft nur: nachzählen. Hier wäre z. B. das Rentier Paul. Auf dessen Rücken sitzt doch … hm … ? Und kommt tatsächlich ein Dackel vor? Da hilft nur: nochmals lesen …

1 Einen wissenschaftlichen Beweis für das Vorkommen des Xanthippentierchens gibt es nicht, aber wer weiß. Auch Loriots Steinlaus erfreut(e) sich trotz Nichtexistenz in der Realität großer Beliebtheit …
2 „ … Richtung Per.“

Petra Öllinger

Roberta Bergmann: Als der Affe die Banane warf und 25 Tiere traf. Ein Tier ABC. Kunstanst!fter Verlag, Mannheim 2015. 48 Seiten, € 18,50 (Ö)
Altersempfehlung: 3-6 Jahre.

Beiträge vor einem Jahr:
Der Mann auf dem Balkon., Brillis Wort zum Montag

Herr Leopold live bei den Wiener Bezirksfestwochen

21. Mai 2015 von eag

schau:zu_fuss – „Offenes Atelier mit Mäuserich Herrn Leopold“

Am Freitag den 29. Mai 2015 ab 19.00 Uhr gibt’s die Abenteuer – inklusive der Schilderung einer Zahnstocher-Attacke – von Herrn Leopold, Theophilus, dem Einäugigen Erwin und Frau Elsbeth live.

Die beiden akademischen MalerInnen Gerhard Cervenka & akad. Malerin Kathalin Szábo zeigen ihre Bilder im Atelier Cervenka – das gut zu Fuß erreichbar ist – und stehen im Anschluss gemeinsam mit der Bezirksschreiberin Petra Öllinger für Gespräche zur Verfügung.

Freitag, 29. Mai 2015, 19.00 Uhr, Atelier Cervenka, Luftbadgasse 11, 1060 Wien

Alle bisherigen Abenteuer von Herrn Leopold und Co. finden Sie hier.

Herr Leopold bekommt gewaltigen Ärger

19. Mai 2015 von eag

Tagebuchaufzeichnungen und Berichte aus Wien-Mariahilf

Frau Elsbeth PortraetVor zwei Wochen erschien der Tagebuchausschnitt, in dem Herr Leopold u.a. kurz auf die beinahe-Schwalbentragödie hinwies. Heute erfahren Sie Genaueres darüber. Das transkribierte und aus dem Mausischen übersetzte Radiointerview mit Frau Elsbeth in „Held der Woche“, einer wöchentlichen Sendung auf FM-AUS mit Kasimir Šrevitz.

Mitschnitt der Sendung vom 31. Juli, 14.05-14.15 Uhr 1

Intro, Jingle

Ansage – Kasimir Šrevitz: Hey folks und friends von „Held der Woche“. Heute wieder mit Kasimir Šrevitz, sowie Almut Almý an den Reglern und Rupprecht aus dem Emmental am Regiepult. Als Gast in Studio begrüße ich heute Elsbeth, die mit einer, wow, extremen Extrem-Tat fünf Schwalbenkinder vor dem Verhungern gerettet hat. Hallo, Elsbeth.
Frau Elsbeth: Guten Tag.
Šrevitz: Elsbeth, ich darf du sagen, ja. Haha. Ja, also Elsbeth, du bist von deinen Nachbarn und Nachbarinnen (wir wollen heute ein bisschen geschlechtergerecht sprechen, haha) in der Windmühlgasse sowie von Zeuginnen (mit kleinem i, haha) und Zeugen des Vorfalls vor einigen Tagen zur Heldin dieser Woche gekürt worden.
Frau Elsbeth: Ja.
Šrevitz: Und was sich da abgespielt hat, hört ihr gleich nach der nächsten Nummer von den Toten Socken.

Musik

Šrevitz: Da sind wir wieder. Das waren die Toten Socken mit ihrem heurigen Top-Sommerhit „Wo geh ich ohne Hose hin“. Ihr lauscht der Sendung „Held der Woche“ und heute begrüße ich eine Heldin, haha, Elsbeth. Sie hat kürzlich eine Extrem-Wahnsinnsheldinnentat vollbracht. Fünf Schwalbenkids vor dem Verhungern bewahrt. Elsbeth, erzähl uns doch kurz die Vorgeschichte.
Frau Elsbeth: Ja, also … da …
Šrevitz: … entschuldige, wenn ich dich unterbreche. Ich gebe meinen Listenern eine kurze Vor-Info: Die Schwalbenkinder sind da am Dachboden …
Frau Elsbeth: … in der Steinrosette …
Šrevitz: … in der Steinrosette in der … nicht aus Fun und Tollerei gehockt. Und nun, Elsbeth, erzähl uns deine Story.
Frau Elsbeth: Ich sollte vielleicht kurz erwähnen, dass ich das Schwalbenehepaar Herr und Frau D’Orsette mittlerweile zwei Jahre kenne. Oft haben sie mir aus luftiger Höhe Mückenkuchen zukommen lassen, äh, also sie ließen ihn im Vorbeifliegen in den Garten in der Magdalenenstraße fallen. Da wohne ich im Sommer nämlich. Die Familie D’Orsette nutzt schon seit vielen Generationen den Platz zwischen Dachgiebel und Hausmauer, in einer Steinrosette.
Šrevitz (mit bedauernder Stimme): Und dann hat das Unglück seinen Lauf genommen.
Frau Elsbeth: Ja, denn da sind plötzlich …
Šrevitz (wieder mit fixer Stimme): Bevor’s nun weitergeht und es zum dramatischen Höhepunkt kommt, ein weiterer Top-Sommerhit. Die Hippi-Zippis mit ihrem „Schalalu“.

Musik

Šrevitz: So, nach Schalalu, weiter mit Oh, là là, wie der Franzose sagt, haha. Elsbeth und die D’Orsettes, deren Kinder vor dem Verhungern gerettet wurden. Elsbeth hat’s ja bereits angekündigt, vor zwei Wochen wurde damit begonnen ein riesiges, riesiges, hohes Baugerüst hochzuziehen. Elsbeth, wie ist es dann weitergegangen?
Frau Elsbeth: Nun, zuerst hat es noch keinen Anlass zu großer Sorge gegeben. Herr und Frau D‘Orsette konnten ihre Wohnung zwar mit einigen Hindernissen, aber immerhin noch erreichen. Obwohl, die Baumenschen haben natürlich viel Unruhe in ihr Leben gebracht. Das wirkliche Problem, Herr Švrevitz …
Šrevitz: Kasimir, einfach Kasimir, haha.
Frau Elsbeth: Das wirkliche Problem, Herr … Kasimir, hat einige Tage später begonnen, als ein Netz um das Baugerüst gespannt wurde.
Šrevitz: Leute, wisst ihr, was da geplant ist? Wir lösen das Rätsel gleich nach dem nächsten Song von Siri Butterfinger mit ihrem Schmeichelweichel-Song „Gimme your Grammelschmalzbrod“.

Musik

Šrevitz:
Ja, Leute, ihr lauscht noch immer der Sendung „Held der Woche“, dieses Mal mit einer Top-Rettungsaktion in Top-Höhe. Fünf Schwalbenkinder wurden gerettet von Elsbeth, die ich heute hier in den heiligen Studiohallen, haha, begrüße. Netz und Baugerüst, was steckt da dahinter. Einige Schlauköpfe haben’s vielleicht zwischenzeitlich bereits erraten: ein Dachbodenausbau. Klingt easy, hat aber für einige geflügelte Mitbewohner schlimme Folgen, wie uns jetzt Elsbeth schildern wird.
Frau Elsbeth (hörbar darum bemüht, ihre Geschichte jetzt ohne Unterbrechung fertig erzählen zu können): Die Folge: Auf einmal sind Herr und Frau D‘Orsette von ihren fünf frisch geschlüpften und überaus hungrigen Kindern abgeschnitten. Frau D’Orsette ist ganz aufgeregt über meinem Sommersalettl gekreist und hat mir aus luftiger Höhe von dem Unglück erzählt. Da wird mir klar: Die Sache eilt, duldet keinen Aufschub. Meine Güte, diese Schwalbenkinder müssen ja fast minütlich gefüttert werden und ich mache mich …
Šrevitz: … und das sicher nicht mit Pommes und Hamburgern, haha …
Pause – betretenes Schweigen, dann setzt Frau Elsbeth fort: … und ich mach mich auf den Weg in die Otto-Bauer-Gasse, da quert von links, aus dem Richard-Waldemar-Park kommend, der Einäugige Erwin meinen Weg. Ein Bekannter von mir, der gern in den städtischen Parks herumstreunt und nach Essbarem sucht … Na, lassen wir das. Während wir nun zu zweit zum Unglücksort laufen, schildere ich ihm kurz die Situation. Dann sind wir schon vor dem Haus gestanden.
Šrevitz: Waaahnsinn, dieser Todesmut. Todesmutig bist du das Gerüst hinaufgeklettert. Wie hoch war das nochmal?
Frau Elsbeth: 500 Groß-Pfot 2.
Šrevitz: Waaahnsinn. 500 Groß-Pfot!
Frau Elsbeth: Ich bin aber nicht alleine hinaufgeklettert. Erwin hat versucht, mir über das Netz zu folgen. In circa acht Meter Höhe ist er plötzlich hängengeblieben. Ach, es war schrecklich anzuschauen, wie Erwin da im Bau-Netz baumelte. Aber ich musste weiter.
Šrevitz: Und dann hast du dich vorgehantelt bis zur …
Frau Elsbeth: … zur Steinrosette …
Šrevitz: … bis zur Steinrosette, wo …
Frau Elsbeth: Da habe ich das ganze Ausmaß des Dilemmas erst wirklich erkannt: Die fünf haben noch nicht fliegen können und an Evakuieren war nicht zu denken.
Šrevitz: Aber dann, der absolute Brainblizzard. Elsbeth, was ist dann passiert?
Frau Elsbeth: Ich habe nochmals auf Erwin runtergeschaut. Der hing zuerst da wie eine Fliege in einem Spinnennetz und dann habe ich gesehen, was er macht: Er hat ins Netz gebissen. Zuerst hat‘s mich geekelt, aber ich habe es gemacht: Ich habe ein Loch ins Netz geknabbert.
Šrevitz: Waaahnsinn.
Frau Elsbeth: Das Loch war groß genug, damit die Eltern ungehindert durchschlüpfen und ihre Kinder versorgen konnten.
Ich hoffe nur, die Kleinen werden rechtzeitig flügge, bevor das Loch wieder repariert wird.3
Šrevitz: Das hoffen wir auch. Und Erwin?
Frau Elsbeth: Der hat sich schließlich befreien können und …
Šrevitz: Waaahnsinn. Das war heute wieder eine Hammerstory. „Held der Woche“, heute mit Elsbeth und ihrer Schwalbenrettungsaktion. Tschau Elsbeth. Danke fürs Kommen.
Tschau-Tschau, Leute, bis zur nächsten Woche, wo wieder ein Held, oder eine Heldin, mit kleinem i, haha, gekürt wird.

Outro – Jingle


1 Bereits im vergangen Sommer war Frau Elsbeth „Held der Woche“ – so der Name der gleichnamigen Radiosendung von FM-AUS. Genaugenommen war sie Heldin der Woche. FM-AUS sendet aus der Webgasse und kann dank Internet von der Mäusecommunity weltweit empfangen werden.
Theophilus hielt es für eine gute Idee, dieses Interview zu veröffentlichen. Ich beugte mich seinem Wunsch und nahm telefonisch Kontakt mit dem Sendungs- und Regieverantwortlichen Ruppert aus dem Emmental auf. Ein Kennenlernen Rupperts in den Räumlichkeiten des Senders war mir aufgrund der Größenverhältnisse logischerweise nicht möglich, sodass diese Aufgabe Theophilus übertragen wurde. Da Mäuse keine Straßennummerierung vornehmen, mussten wir uns an die Wegbeschreibung von Ruppert aus dem Emmental halten („Der Eingang wird von ein paar Schwammerln gesäumt.“). Seine etwas vagen Angaben hatten zur Folge, dass wir jeden Gingkobaum in der Webgasse genau unter die Lupe nehmen mussten. Unter einem sehr windschiefen Exemplar gegenüber der Österreichischen Mediathek – sie enthält 1 Million Tonaufnahmen und Videos zur österreichischen Kultur- und Zeitgeschichte der Menschen – wurden wir schließlich fündig. Gemeinsam mit Ruppert aus dem Emmental und der Technikerin Almut Almý tauchte Theophilus in die Tiefen des Senderarchives ein und ackerte sich durch eine Unzahl von Aufnahmen. Nach beinahe drei Stunden hatten sie den Mitschnitt gefunden – auf dem Laptop von Almut Almý. Theophilus erhielt eine Kopie von der Datei. Ich machte mich anschließend an die Transkription des Interviews und übersetzte es mit Hilfe von Frau Professor Mechthild Scheiblett aus dem Mausischen. Das Resultat findet sich auf der folgenden Seite. Übrigens bekam nicht nur Frau Professor Scheiblett Kopfschmerzen beim Stimmenklang von Kasimir Šrevitz …

2 1 Groß-Pfot entspricht circa einem Siebtel eines durchschnittlichen Menschenfußes = 4 Zentimeter. Frau Elsbeth war also 20 Meter hochgeklettert. Waaahnsinn!

3 Die Rettung war gelungen, jedoch sollte Familie D’Orsette bald darauf ihre Sommerbleibe endgültig verlieren. Über dem ehemaligen Schwalbendomizil prangt nun funkelndes Fensterglas.

Fortsetzung folgt am 2. Juni 2015.

Alle bisherigen Abenteuer von Herrn Leopold finden Sie hier.

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

Zum 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Nazismus

6. Mai 2015 von wela

„Ihr aber lernet, wie man sieht, statt stiert. […] Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“1

Einladung zur Veranstaltungsreihe und Ausstellung im Projektraum MAG3, Schiffamtsgasse 17, 1020 Wien.

Video- und Sprachinstallation von Gue Schmidt.

Eröffnung: Freitag, 8. Mai 2015, 19:30 Uhr

Zum Projekt: Burghart Schmidt

Dauer der Ausstellung: 9. – 29. Mai 2015
Öffnungszeiten: Di. – Fr., 17:30 – 21:00 Uhr.

In diesem Zusammenhang ein Hör-Hinweis: Kunstradio auf Ö1 am Sonntag, 10. Mai 2015 um 23:03 Uhr.

Nach siebzig Jahren: europäische Politik im Schatten Hitlers
Vortrag: Friedrich Tomberg (Berlin) Mittwoch, 13. Mai 2015, 19:30 Uhr.

„Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht in Karlshorst bei Berlin vor der Sowjetunion. Am Tag davor, am 7. Mai war dies schon im Westen, in Reims, vor den Alliierten geschehen. In Asien und im Pazifik war das Grauen allerdings noch nicht zu seinem Ende gekommen. Dort endete der Krieg erst am 2. September 1945, nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagaski (06.08. und 09.08.). Eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte ging hiermit zu Ende.

Der Krieg, weitestgehend entfesselt durch das Deutsche Reich unter Adolf Hitler und seinen Nationalsozialisten, hatte unter den wichtigsten kriegführenden Ländern allein in Europa, wie Deutschland, UdSSR, Polen, Jugoslawien, Frankreich, Großbritannien und den USA, 34,5 Millionen Menschen das Leben gekostet. Etwa 11 Mill. Menschen wurden in Konzentrationslagern, Vernichtungslagern und Zuchthäusern ermordet. Im Weltgesamt war der Tod von 68,8 Mill. Menschenleben zu beklagen.

Das Projekt zeichnet, anhand von vier sprachlich parallel verlaufenden Ebenen einer Zeittafel zur deutsch-österreichischen Geschichte, beginnend mit 1933 der Machtergreifung Hitlers in Deutschland, endend mit 1945, diesen Vorgang akustisch nach. Die vier Ebenen, bestehend aus Politik, Wirtschaft, Soziale Situation und Kulturpolitik, greifen ineinander oder überlappen sich akustisch und verweisen hiermit auf die totale Verflechtung von Ökonomie, Politik und Ideologie.“

Via projektraum MAG3

1 Aus dem Epilog von: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui von Bert Brecht.

Beiträge vor einem Jahr:
VERB(R)ANNT

Herr Leopold bekommt gewaltigen Ärger

5. Mai 2015 von eag

Tagebuchaufzeichnungen und Berichte aus Wien-Mariahilf

Herr Leopold Portraet

8. April

‚Wer Tauben füttert, füttert Ratten!‘ Pah!“ Und schon hatte Erwin der Tafel im Blumenbeet beim Therese-Sip-Park einen entschlossenen Tritt versetzt, die daraufhin kräftig ins Wanken geriet. Er tobte und schrie Dinge wie „Ich ess doch nicht dieses Klumpert, was die Menschen den armen Teufeln zum Fraß vorwerfen! Schimmliges Brot, gatschigen Kuchen, ungekochten Reis! Pfui!“ Und spuckte aus. Seine Ungehobeltheit ist manchmal schier grenzenlos.1
Sofort fiel mir der Satz ein: „Wie seine eigene Spucke schmeckt, das weiß man nicht.“2 Ich glaube, er stammt von einem gewissen Joachim Ringelnatz, dessen Werke ich unlängst bei Findners entdeckt habe.

28. April

Die Schwalben und Mauersegler sind zurück! Hoffentlich bleibt uns heuer eine (fast) Tragödie wie letztes Jahr erspart.3


1 Bei unseren Recherchen entdeckten wir dieses Schild. In der Zwischenzeit hatte jemand mit einem schwarzen Stift den Satz dazu geschrieben: „Wir sind die Ratten.“ Erwin beteuert, nichts mit der Kritzelei zu tun zu haben.

2 Korrekt. Und weitere zwei Zeilen lauten: Wenn man in seinen Spiegel leckt, kriegt man die Spucke zu Gesicht. Das muss durchaus kein Spiegel sein. Man kann aufs Sofa, auf die Hand, man kann auf jeden Gegenstand, wenn man nur richtig hintrifft, speien. Aus Joachim Ringelnatz‘ „Betrachtungen in einer Bahnhofswartehalle“.

3 Bereits im vergangenen Sommer war Frau Elsbeth „Held der Woche“ – so der Name der gleichnamigen Radiosendung von FM-AUS. Genaugenommen war sie Heldin der Woche. FM-AUS sendet aus der Webgasse und kann dank Internet von der Mäusecommunity weltweit empfangen werden.
Theophilus hielt es für eine gute Idee, dieses Interview zu veröffentlichen. Ich beugte mich seinem Wunsch und nahm telefonisch Kontakt mit dem Sendungs- und Regieverantwortlichen Ruppert aus dem Emmental auf. Ein Kennenlernen Rupperts in den Räumlichkeiten des Senders war mir aufgrund der Größenverhältnisse logischerweise nicht möglich, sodass diese Aufgabe Theophilus übertragen wurde. Da Mäuse keine Straßennummerierung vornehmen, mussten wir uns an die Wegbeschreibung von Ruppert aus dem Emmental halten („Der Eingang wird von ein paar Schwammerln gesäumt.“). Seine etwas vagen Angaben hatten zur Folge, dass wir jeden Gingkobaum in der Webgasse genau unter die Lupe nehmen mussten. Unter einem sehr windschiefen Exemplar gegenüber der Österreichischen Mediathek – sie enthält 1 Million Tonaufnahmen und Videos zur österreichischen Kultur- und Zeitgeschichte der Menschen – wurden wir schließlich fündig. Gemeinsam mit Ruppert aus dem Emmental und der Technikerin Almut Almý tauchte Theophilus in die Tiefen des Senderarchives ein und ackerte sich durch eine Unzahl von Aufnahmen. Nach beinahe drei Stunden hatten sie den Mitschnitt gefunden – auf dem Laptop von Almut Almý. Theophilus erhielt eine Kopie von der Datei. Ich machte mich anschließend an die Transkription des Interviews und übersetzte es mit Hilfe von Frau Professor Mechthild Scheiblett aus dem Mausischen. Das Resultat findet sich auf der folgenden Seite. Übrigens bekam nicht nur Frau Professor Scheiblett Kopfschmerzen beim Stimmenklang von Kasimir Šrevitz …

Die Fortsetzung – das Radiointerview mit Frau Elsbeth – folgt am 19. Mai 2015.

Alle bisherigen Abenteuer mit Herrn Leopold finden Sie hier.

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

10 Jahre Literaturblog Duftender Doppelpunkt

4. Mai 2015 von eag

Das Duftende-Doppelpunkt-Team ist stolz auf sein Geburtstagskind und freut sich, anlässlich dieses Jubiläums mit Ihnen zu ausgewählten Doppelpunkt-Wirkstätten zu spazieren.

Am 1. Mai 2005 erblickt der Doppelpunkt das Licht der Welt.

Bereits ein Jahr später, pünktlich zum 1. Geburtstag, ruft er den zweistufigen Literaturpreis zum Thema Literatur der Arbeitswelt und die Anthologie „Rote Lilo trifft Wolfsmann“ ins Leben.

Als Wiederholungstäter setzt er von 2009 bis 2011 das Literaturpreisprojekt fort, dieses Mal mit dem Schwerpunkt Arbeitswelt und Sprache, widmet die prämierten Texte den Pennern, Fleischwölfen und dem arbeitsscheuen Gesindel und hält die Preisverleihung filmisch fest.

Buchcover RoteLilo trifft WolfsmannVideopraesentation "Wir rufen auf" Redaktionshund Brilli mit grauer BaskenmützeWeihnachtskartePlatte_Buecherverbrennung_Bonn

Redaktionshund Brilli startet im Juli 2006 die Kolumne „Ein Hund ein Wort“ und nimmt montäglich Stellung zum Geschehen in der Welt der Zwei- und Vierbeiner.

Im Herbst 2011 öffnet der Doppelpunkt die Türen des „Schreibsalons“, wo sich einmal im Monat Schreibfreudige treffen.

Und alle Jahre kehrt er wieder, der literarische Adventkalender. 2012 gibt’s sogar weihnachtliche Twitteratur.

2013 – im Gedenkjahr an 80 Jahre Bücherverbrennung 1933 lädt der Doppelpunkt alle zwei Wochen zum literarischen Rätselknacken ein.

Das Literaturquiz 2014 widmet der Doppelpunkt jenen AutorInnen, die den Ersten Weltkrieg erlebt und durchlitten haben.

Einer der Doppelpunkte, Petra Öllinger, wird im Juni 2014 mit den Abenteuern von Herrn Leopold und Theophilus 1. Bezirksschreiberin von Wien-Mariahilf. Seit Anfang 2015 treiben die Mäuse jeden zweiten Dienstag ihr Unwesen …

Jüngster Streich ist der „Wiener Bücherschmaus“, der seit Herbst 2014 Gusto auf Literatur macht.

Bücher für das LiteraturquizHerr Leopold PortraetPostkarte Wiener Bücherschmaus

Auf die nächsten zehn Jahre Literaturblog Duftender Doppelpunkt!

Brilli

29. April 2015 von eag

Redaktionshund Brilli Heute, am 29. April 2015, wärst Du 13 Jahre alt geworden.

Wir sind sicher, dass Du Deinen Geburtstag mit all Deinen HundefreundInnen im Himmel ausgelassen feiern wirst.

Deine Hauskaspars und Zwetschke

Beiträge vor einem Jahr:
DIXI Kinderliteraturpreis 2014

Wozu brauchen wir Arbeiterliteratur?

24. April 2015 von wela

Erinnerung an den Gewerkschaftler Walter Köpping

© Werner Lang

Was vermag die Literatur? Welche Rolle spielt die Kunst im Leben des Menschen? Hat Kunst etwas mit Politik zu tun? Mit anderen Worten: Ist eine Arbeiterliteratur notwendig, kann sie eine Wirkung ausüben? (Walter Köpping, Gewerkschaftliche Monatshefte 6, 1974, S. 329).

Walter Köpping geht von diesen Fragen in seinem Beitrag „Der gesellschaftspolitische Stellenwert der Arbeiterliteratur“ aus. Er kommt zu dem Schluss, dass Arbeiterliteratur Wirkung haben kann, wenn sie sich der Realität stellt und so zur Veränderung der Lebenswirklichkeit beizutragen sucht.

Arbeiterliteratur kann als Tendenzdichtung im guten Sinne des Wortes, so wie sie Walter Köpping beschrieben hat, aufgefasst werden. Er schreibt:

„Sie ist nichts für ruhige Abende, nichts für Literaturgenießer. Sie ist als eine Literatur in Abgrenzung und Gegensatz zu dem, was als Literatur im Allgemeinen gilt zu verstehen. Und im Allgemeinen wird sie noch immer als Projekt der Fantasie, als rein geistiger Vorgang, eine Literatur mit Betonung der sprachlichen Form bis hin zu Wortartistik verstanden.

-Literatur als Werk eines Einzelnen, des außergewöhnlichen Individuums
-Literatur, die auf das Individuum (Leser) zielt
-Literatur ohne politische Dimension, ohne Einbeziehung sozialer Fragen oder Probleme der Arbeitswelt.“
(S. 331).

Genauso, wie sich die bürgerliche Literaturauffassung unwesentlich verändert hat, hat sich auch die Realität der Arbeitswelt seit 1974 nur unwesentlich verändert, weil noch immer gilt, dass Millionen von Menschen täglich Lohnarbeit, daher fremdbestimmte Arbeit leisten. Der Lohnarbeiter ist sozusagen der Handwerker, dem sein Werkzeug weggenommen wurde und daher in Abhängigkeit geriet.

Zur Ausbeutung ist mit den Worten von Theodor Prager zu sagen, „dass im Kapitalismus die Kapitalisten sämtliche Produktionsmittel besitzen. Die Arbeiter besitzen nichts als ihre Arbeitskraft; das zwingt sie, diese zu verkaufen, wodurch ihre Arbeitskraft zur Ware wird.
Und die Ware Arbeitskraft hat die einzigartige Eigenschaft, mehr Werte zu erzeugen, als sie selbst wert ist. Diesen ‚Mehrwert‘ eignet sich der Kapitalist kraft seiner Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel an. Das ist das Wesen der Ausbeutung.“
Theodor Prager, „Das Märchen vom Lohn, der nicht steigen darf“, 1951.

Von seiner Stellung in der Produktion ausgehend, wird der Lohnarbeiter zum Getriebenen im kapitalistischen System. Aber wo es Getriebene gibt, gibt es auch die Antreiber, die versachlicht der „Wirtschaft“ zugeschrieben werden. Marx nannte das „Entfremdung“.

Elmar Treptow schreibt: „Statt von Versachlichung können wir, heute üblich, auch von ‚Sachzwängen‘ sprechen, wenn damit gemeint ist, dass die Integration der Arbeitskräfte in den Prozess des Kapitalwachstums nicht durch die direkte körperliche Gewalt von Personen, sondern durch die Abhängigkeit von Sachen und Funktionen erzwungen wird.“ (Elmar Treptow, „Die widersprüchliche Gerechtigkeit im Kapitalismus“, Weidler Buchverlag, 2012, S. 303.)

Nicht nur, aber auch aus dem oben zitierten, sind die arbeiteten Menschen von Unfällen und von Berufskrankheiten bedroht.
Aus all dem resultieren in der Arbeitswelt vielfältige soziale Konflikte und Kämpfe.

Walter Köpping schreibt: „Millionen von Menschen (Lohnarbeiter und aus der Lohnarbeit Rausgefallene) leben unter schwierigen materiellen Bedingungen. – Löhne, Renten, soziale Absicherung und Bildungsstand sind zu gering. Stichworte: ausländische Arbeitnehmer, prekär Beschäftigte, Konkurrenzkampf usw. (S. 323).

Depressionen in modernen Industrienationen werden oft in einem Zusammenhang mit den rasanten Veränderungen von Gesellschaft und Wirtschaft und dem damit einhergehenden vermehrten Stress gesehen. Es ist anerkannt, dass dabei Faktoren wie Arbeitsplatzunsicherheit, wachsende Anforderungen an Mobilität und Flexibilität, Auflösung vertrauter Strukturen, Leistungsdruck und innerbetrieblicher Konkurrenzkampf eine zunehmende Rolle spielen. Diesen Erschöpfungszustand, der im Rahmen von Überlastungen am Arbeitsplatz entsteht, ist allgemein bekannt. Diese Probleme aber findet man in der herkömmlichen, der ‚echten‘ Literatur nicht oder werden nur nebenher erwähnt.

Kunst und Literatur für Lohnarbeiter aber sollte die Realitäten des Lebens widerspiegeln. Zum Leben der Menschen gehört nun einmal die Arbeit.
Wenn Arbeiterliteratur dazu beiträgt, fest im Bewusstsein der Menschen zu verankern, dass die Arbeit, wenn sie auf Lohnarbeit reduziert ist, die Ausbeutung, Nöte und Gefährdungen, die die Arbeitsbedingungen – die auf Konkurrenzkampf untereinander ausgerichtet ist – größtenteils hervorbringt, kann Sie als notwendige Literatur für die Humanisierung der Gesellschaft betrachtet werden. Sie kann dadurch eine wesentliche Ergänzung der Literatur sein. Man sollte nicht geringschätzig auf diese Literatur und den Autoren herabsehen, weil sie ‚anders‘ ist,
schreibt Walter Köpping (S. 332).

Köpping weist auch darauf hin, dass diese Literatur Bundesgenossen, politische Verstärker, die Gewerkschaftsbewegung braucht, auch im Zusammenwirken mit der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, um den gesellschaftlichen Stellenwert zu heben. (S. 333)

Weiters meint er, dass der gesellschaftliche Stellenwert der Arbeiterliteratur sich nicht objektiv festlegen lässt. „Das hängt davon ab, was ein Mensch unter Gesellschaftspolitik versteht, ob er eine konservative, eine progressive oder gar revolutionäre Grundhaltung hat. Und es hängt nicht weniger davon ab, ob der Mensch sich mit Dichtung beschäftigt oder ob er darauf verzichtet, so bleibt lediglich eine subjektive Bewertung.“ (S. 334)

„Gewiss aber vermag diese Literatur mehr, als ihre Kritiker vorgeben. Sie erhebt keinen Absolutheitsanspruch, es kann nicht darum gehen, künftig nur noch politische Literatur zu produzieren. Die Arbeiterliteratur ist als Bereicherung, als wesentliche Ergänzung unserer Literatur zu verstehen, sie kann dazu beitragen, soziale Missstände bewusst zu machen. Es geht dabei um Bewusstseinsveränderung auf doppelte Weise: Änderung des Bewusstseins der Arbeitnehmer und zugleich Veränderung im öffentlichen Bewusstsein. Arbeiterliteratur macht die Probleme der Arbeitswelt sichtbar begreifbar.“ (S. 335)

Von der Arbeiterliteratur kommen wesentliche Anstöße zu gesellschaftlichen Veränderungen, sie ist ein Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt.
Walter Köpping fasst zum Schluss seines Artikels das Wesentliche noch einmal zusammen in dem er schreibt: „Arbeiterliteratur ist authentische Literatur. Berufsschriftsteller erfinden in der Regel Personen und Handlungen. Der Arbeiterschriftsteller empfindet Arbeit, Arbeitswelt und deren Mühsale. Berufsschriftsteller suchen oft lange nach einem Stoff, einem Thema. Für Berufsschriftsteller ist Schreiben vielfach Flucht aus der realen Welt. Für Arbeiterschriftsteller ist das Schreiben eine Auseinandersetzung mit der realen Welt.“ (Walter Köpping, S. 337)

Köpping Walter, „Gewerkschaftliche Monatshefte“ 6, 1974, S. 329, S. 332, 331, 333, 334, 335, 337.

Prager Theodor, Grad des Bachelor of Commerce, Doctor der Philosophy, (Economics), „Das Märchen vom Lohn, der nicht steigen darf“, Stern Verlag, 1951.

Treptow Elmar, Professor der Philosophie,“Die widersprüchliche Gerechtigkeit im Kapitalismus“ Weidler Buchverlag, 2012, S. 303.