Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933

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80 Jahre Bücherverbrennung – Literaturquiz Teil 9

22. Mai 2013 von eag

Die Quizfragen:

  • Wie heißt die Autorin?
  • Wie lautet der Titel ihres Debutromanes?
  • Wie heißt die Protagonistin im zweiten Roman der gesuchten Autorin?

Antworten bitte an: Literaturblog Duftender Doppelpunkt

Unter allen richtigen Einsendungen werden einige Bücher verlost.

Erinnerung: Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftenden Doppelpunkt.

Einsendeschluss: Dienstag, 04. 06. 2013 um 12:00 Uhr.

Alle bisherigen Fragen, Antworten und die das Quiz begleitenden Beiträge finden Sie auf der Seite „Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933.

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Das literarische Rätsel

1928 soll es sich zugetragen haben, dass Alfred Döblin nach einer Lesung in Köln, die Schauspielelevin kennenlernt und sie mit folgenden Worten zum Schreiben motiviert: „Wenn Sie nur halb so gut schreiben, wie Sie sprechen, erzählen und beobachten, dann werden Sie die beste Schriftstellerin, die Deutschland je gehabt hat.“

Sie ist Mitte zwanzig, als ihr 1931 mit ihrem Romanerstling der literarische Durchbruch gelingt. Kurt Tucholsky schreibt in der „Weltbühne“: „Hier ist Talent. Wenn sie noch arbeitet, reist, eine große Liebe hinter sich und eine mittlere bei sich hat: Aus dieser Frau kannn einmal etwas werden.“

1932 heiratet sie den Theaterregisseur und Schriftsteller Johannes Tralow und ihr zweiter, ebenfalls sehr erfolgreicher Roman wird veröffentlicht. Die Hauptfiguren beider Romane sind autobiographisch angelegt. Die Protagonistinnen sind moderne, selbstbewusste Frauen. Sie entsprechen so gar nicht dem nationalsozialistischen Frauenbild, in dem Haushalt und Mutterschaft eine zentrale Rolle einnehmen.

Trotz alledem versucht man, die Autorin für die Sache des Nationalsozialismus zu gewinnen. Sie lehnt entschieden ab. Letztlich werden ihre beiden Bücher als Asphaltliteratur gebrandmarkt und gehen auf den Scheiterhaufen des Jahres 1933 in Flammen auf.

„Mich macht das gottverfluchte Regime krank -die Luft ist vergiftet, man wagt nicht mehr zu atmen, geschweige denn zu denken. – Soweit ich –wenig genug – helfen kann, will ich helfen.“

(Aus einem Brief der Autorin an den Schriftsteller Martin Beradt, 1. April 1933, dem Tag des sogenannten ersten Judenboykotts).

Wegen des Verbotes ihrer Bücher meldet sie Ende 1935 Schadenersatzansprüche beim Landgericht Berlin an. Die Antwort des NS-Staates wird ihr in Form von Verhaftung und Verhören präsentiert. Sie kommt frei und flieht. Ihr Mann bleibt und arrangiert sich mit dem Regime.

Über den Moment, als sie das Deutsche Reich Richtung Belgien verlässt, wird sie 1947 in „Bilder und Gedichte aus der Emigration“ Folgendes schreiben: „Ich verreiste nicht, ich wanderte aus, und ich war keineswegs sicher, daß ich noch einmal wiedersehen würde, was ich verließ. Gewiß eines Tages würde es keinen Nationalsozialismus mehr in Deutschland geben. Aber wie viele böse Jahre der Ewigkeit würden bis dahin vergehen?“

In Ostende trifft sie Egon Erwin Kisch, Ernst Toller, Stefan Zweig und Joseph Roth. Über Letzteren schreibt sie später: „Joseph Roth war der einzige Mann, der mich je gefesselt hat, so daß manches Wort von ihm in meiner Seele Wurzeln schlug.“ In den nächsten zwei Jahren reisen sie viel gemeinsam. Sie sitzen im Cafe, trinken und schreiben … „Roth und ich machen die reinste Schreibolympiade. Meistens hat er abends mehr Seiten als ich, Roth hetzt mich maßlos, aber er hat recht.“

1937 erscheint im holländischen Exilverlag Querido „Nach Mitternacht“ – eine sehr genaue Beobachtung der ersten Jahre der nationalsozialistischen Diktatur. In dem Roman erzählt Susanne Moder, ein 19-jähriges Mädchen, das gerade die letzten zwei Tage vor ihrer Flucht aus Deutschland verlebt, über die Zeit seit dem 30. Januar 1933:

„Wir leben nun mal in der Zeit der großen deutschen Denunziantenbewegung. Jeder hat jeden zu bewachen, jeder hat Macht über jeden. Jeder kann jeden einsperren lassen. Der Versuchung, die Macht auszuüben, können nur wenige widerstehen. Mütter zeigen ihre Schwiegertöchter an, Töchter ihre Schwiegerväter, Brüder ihre Schwestern, Schwestern ihre Brüder, Freunde ihre Freunde, Stammtischgenossen ihre Stammtischgenossen, Nachbar ihre Nachbarn.“

Ihr Mann besucht sie in Ostende und will sie zur Rückkehr bewegen. Sie lehnt ab und ersucht ihn um die Scheidung, die er seinerseits ablehnt. Roth schlägt ihr vor, ihm zu schreiben, sie schlafe mit Juden und Negern. Die Ehe wird 1937 geschieden.

1938 trennt sie sich von Roth und reist in die USA. Zurück in Europa erlebt sie 1940 den Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Amsterdam. Mit falschen Papieren kehrt sie ins Deutsche Reich zurück. Die Falschmeldung über ihren Selbstmord, der durch die internationale Presse geht, ist ihr bei diesem Unterfangen hilfreich. Sie erlebt das Ende des nationalsozialistischen Regimes im Deutschen Reich.

1950 veröffentlichte sie den Roman „Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen“. Der Erfolg bleibt aus. Auch die Neuauflagen ihrer älteren Romane verkaufen sich schlecht.

Sie ist 46, als ihre Tochter Martina geboren wird. Den Vater ihres Kindes gibt sie nicht bekannt. Sie versteckt sich als Mutter eines unehelichen Kindes im Deutschland der 50er Jahre keineswegs. Vielmehr inseriert sie das freudige Ereignis im Kölner Stadt-Anzeiger.

Letztlich verzweifelt sie zusehends und trinkt immer mehr: „Ich will fort von hier. Ich hasse es, hier zu sein – so hoffnungslos vergiftet und verschlammt ist alles hier.“ In den 60er Jahren muss sie sich in psychiatrische Behandlung begeben, ihre Tochter wird in ein Heim gebracht.

In ihrem letzten, 1950 veröffentlichten Roman „Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen“ schreibt sie 32 Jahre vor ihrem Tode: „Ich will erleben, daß ich nicht mehr erleben kann und will.“ Sie stirbt im Alter von 77 Jahren an Lungenkrebs.

Wenige Jahre vor ihrem Tod erlebt sie noch die Renaissance ihrer Bücher und wird 1981 mit dem Marieluise-Fleißer-Preis ausgezeichnet.

Alexandra Kollontai

21. Mai 2013 von eag

Literaturquiz anlässlich 80 Jahre Bücherverbrennung

Die Antworten auf das 8. literarische Rätsel des dreiundzwanzigteiligen Quizes

Diese Quizrunde war dem Gedenken an Alexandra Kollontai gewidmet. Sie war als Volkskommissarin für soziale Fürsorge weltweit die erste Ministerin und vertrat später die Sowjetunion als Botschafterin im Ausland.

Durch ihre praktische Arbeit als auch ihre theoretischen und belletristischen Schriften stellt sie die einzementierten patriachalen Strukturen ihrer Zeit infrage. Auch heute noch können ihre Gedanken und Überlegungen als Anregung im Diskurs der Frauenbewegung bzw. des Feminismus dienen.

Neben dem Namen der Schriftstellerin und dem Titel ihrer Autobiographie wollten wir wissen, in welchen Ländern Alexandra Kollontai die Sowjetunion diplomatisch vertrat:

  • Alexandra Kollontai
  • Autobiographie einer sexuell emanzipierten Kommunistin
  • Norwegen, Mexiko, Schweden

Es heißt, das Glück ist ein Vogerl. In weiser Voraussicht definiert der Volksmund die Art des gefiederten Glücksbringers nicht näher. In den Augen vieler mag er ein Zugvogel sein. Manch glücklichem Menschen erscheint er als Brieftaube. Wir freuen uns, dass erstmalig eine TeilnehmerIn zum zweiten Mal einen Buchpreis gewinnt. Herzlichen Glückwunsch an Frau Eveline S. in die Schweiz.

Erinnerung:
Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftender Doppelpunkt.

Falls die Informationen, die wir für Sie über Alexandra Kollontai im „Duftenden Doppelpunkt“ zusammengetragen haben, nicht ausreichen, sind Sie eingeladen, in folgenden Sites zu blättern:

FemBio – Alexandra Kollontai

Zeitungsartikel über Alexandra Kollontai

Alexandra Kollontai und die Rote Liebe

Texte von Alexandra Kollontai in englischer Übersetzung

Neben „Brennende Ruhr“ von Karl Grünberg, hat uns der RuhrEcho Verlag eine Broschüre über die Bücherverbrennung am 09. Juni 1933 in Bochum zur Verfügung gestellt. Dem bzw. der ersten InteressentIn schicken wir diese Broschüre gerne zu. Senden Sie uns einfach ein Mail.

Die Preise und ihre GewinnerInnen

Barbara Kirchner zu Alexandra Kollontai: Autobiographie einer sexuell emanzipierten Kommunistin (1926) aus dem Laika Verlag geht an Peter G.

Laika Verlag„‚Es gibt nichts Schwereres, als eine Selbstbiographie zu schreiben‘. So beginnt Alexandra Kollontais Autobiographie, die zu Recht als ein Urtext der Frauenbewegung gilt. Dabei meistert die russische Revolutionärin dieses Genre eindrucksvoll. In ihrem ebenso einfühlsamen wie aufrüttelnden Text demonstriert sie der heutigen Leserschaft, dass Feminismus viel mehr ist als Frauenquoten in Vorstandsetagen. (Auf die aber dennoch heute mitnichten zu verzichten ist.)
Barbara Kirchner, Professorin für Theoretische Chemie an der Universität Leipzig und (gemeinsam mit Dietmar Dath) Autorin des aufsehenerregenden Buches ‚Der Implex‘, führt die LeserInnen in das Werk ein und stellt dabei prägnant heraus, wie viele aktuelle Anknüpfungspunkte Kollontais Ausführungen heute noch haben. So ist die Liebe eben auch gegenwärtig keine rein ‚private‘ Angelegenheit – auch wenn sie im Kapitalismus gerne als ausschließlich persönlicher Glücksgarant verkauft wird, für den jeder und jede selbst verantwortlich ist.“

Via Laika Verlag

Karl Grünberg: Brennende Ruhr. Roman aus der Zeit des Kapp-Putches aus dem RuhrEcho Verlag geht an Niki I.

Brennende Ruhr-Umschlag-Zweite-Auflage„Als Karl Grünberg, mein Vater, in den harten Wintermonaten des Jahres 1927 seinen Erstlingsroman ‚Brennende Ruhr‘ schrieb, war ich noch keine drei Jahre alt. Wir bewohnten eine Bretterlaube in einer Berliner Kleingartenkolonie, denn Vater war arbeitslos, und Mutter hatte alle Mühe, uns von dem knappen Geld jeden Tag etwas zum Essen vorzusetzen. Aber in der wenigen Zeit, die dem Vater zwischen Arbeitssuche und politischer Betätigung blieb, arbeitete er unbeirrt an dem Buch, das ihm sehr am Herzen lag.
Das Interesse der Arbeiterpresse war groß, mehrere ihrer Zeitungen im Ruhrgebiet druckten den Roman in Fortsetzungen ab. 1928 erschien dann im Greifenverlag Rudolstadt die erste Buchausgabe mit einem Vorwort des Dichters Johannes R. Becher.
Natürlich erregte das Buch den Hass der Nazis. Sie verbrannten es im Mai 1933 in Berlin auf dem Scheiterhaufen und warfen meinen Vater ins Gefängnis. 1943 erlebte er als zwangsverpflichteter Feuerwehrmann in Essen noch eine ‚Brennende Ruhr‘ im allerwörtlichsten Sinne.
Nach dem Kriege, ab 1947, erschien der Roman von neuem – wiederum im Greifenverlag zu Rudolstadt. In der DDR erhielt Karl Grünberg für das Buch den Nationalpreis (1953), 1967 diente es als Vorlage für einen zweiteiligen Fernsehfilm, und 1980 fand es Aufnahme in eine sechsbändige Werkausgabe. Es ist in eine Reihe anderer Sprachen übersetzt worden.“

Aus dem Geleitwort von Hella Schermer-Grünberg via RuhrEcho Verlag.

Jeweils ein Exemplar von Erich Kästner: Über das Verbrennen von Büchern aus dem Atrium Verlag geht an Petra P. und Marlies M.

Erich Kästner„Vor 80 Jahren, am 10. Mai 1933, wurden in Berlin unter der Aufsicht von Joseph Goebbels die Werke von zahlreichen deutschen Autoren ins Feuer geworfen. Nur ein einziger dieser Autoren war dabei persönlich anwesend. Es war Erich Kästner.

Erich Kästner ist doppelter Kronzeuge der Schandtat des Bücherverbrennens: In der Nacht des 10. Mai 1933 hat er auf dem von Flammen und Scheinwerfern taghell erleuchteten Berliner Opernplatz mitansehen müssen, wie seine Bücher ins Feuer geworfen wurden – um 1965 zu erleben, dass in Düsseldorf der »Bund Entschiedener Christen« abermals seine Werke verbrannte, unter Aufsicht der Polizei und begleitet von der Presse.
Über das Verbrennen von Büchern versammelt erstmals vier Texte von Erich Kästner, in denen er erzählt, was 1933 – und danach wieder – geschah, wie es geschah und warum es geschah. Dieses Buch ist nicht nur ein erschütterndes Zeugnis, sondern eine Warnung und Mahnung für alle Zeit.“

Via Atrium Verlag

Joseph Berlinger: Hoffnung Havanna. Die Odyssee des Regensburger Kunstradfahrers Simon Oberdorfer aus dem LOHRBär Verlag geht an Liselotte M.

Hoffnung-Havanna-148„Joseph Berlinger zeichnet in seinem Feature die dramatische Lebensgeschichte des Regensburgers Simon Oberdorfer nach. Eine Geschichte, die tragisch endete: Oberdorfer wurde 1943 im Vernichtunglager Sobibor von den Nazis ermordet. Dabei begann alles so euphorisch: Der Velodromgründer, Kunstradfahrer und Varieté-Direktor verpasste seinem Regensburg eine Frischzellenkur. In Oberdorfers architektonisch reizvoller Stadthalle gab es Zirkus und Tanz, Politik und Propaganda, Kunst und Kommerz, Show und Geschäft.

Das staunende Publikum erlebte Pistolenkünstler und Blitzdichter, dressierte Wölfe und die Sängerin Lona mit ihrem lichtscheuen Schimmel. Sogar indische Elefanten wurden zu einem Auftritt nach Regensburg gekarrt. Dabei wurden einem der Tiere am Bahnhof, durch einen Aufprall eines Zugwaggons beim Rangieren, beide Stoßzähne aus der Wurzel gerissen.

Entwurzelt wurde im Jahre 1939 auch Simon Oberdorfer: von den Nazis aus seiner Heimatstadt vertrieben. Es gelang ihm noch, einen Platz auf dem luxuriösen Ozeandampfer „St. Louis“ zu bekommen. Reiseziel: Kuba. An Bord waren 906 deutsche Juden. Doch im Zielhafen Havanna durften die Passagiere nicht an Land. Und auch die amerikanischen Behörden in Florida wollten die Emigranten nicht aufnehmen. Eine Odyssee begann: mit Verzweiflungstaten und Drohungen der Passagiere, sie würden Massenselbstmord begehen. Auf der Rückfahrt nach Europa plante der mutige Kapitän schon eine vorgetäuschte Havarie in Südengland, da kam die Erlaubnis für eine Landung in Antwerpen. Dort wurden die Juden auf vier Staaten verteilt: Belgien, Holland, Frankreich und England. Die Hoffnung trog.“

Via LOHRBär Verlag

Volker Weidermann: Das Buch der verbrannten Bücher aus dem Verlag Kiepenheuer & Witsch geht an Eveline S.

Das Buch der verbrannten Bücher„Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933: Wie es dazu kam, welche Bücher verbrannt wurden und was mit den Autoren geschah.

Volker Weidermann erzählt, wie dieser Tag verlief, an dem es trotzig regnete, er erzählt von dem Bibliothekar Herrmann, der die Urliste aller Listen erstellte, nach denen dann die Scheiterhaufen bedient wurden, und er erzählt von den Werken und ihren Autoren – und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare die Bücher aus ihren Regalen entfernten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen.
Das Ergebnis sind über 100 Lebens- und Werkgeschichten von Schriftstellern, darunter neben Klassikern wie Kästner, Tucholsky, Zweig, Brecht und Remarque auch völlig vergessene wie Rudolf Braune, ausländische Autoren wie Ernest Hemingway, und sehr viele, wie z.B. Hermann Essig, die unbedingt wiedergelesen werden sollten. Ein Buch über Bücher, Schicksale und ein Land, in dem zuerst Bücher verbrannt wurden und dann Menschen.“

Via Kiepenheuer & Witsch

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag, Literatur-Quiz

Brillis Wort zum Montag

20. Mai 2013 von eag

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Wir

„Harrys Frauchen wurde entmannt!“, japst Zwetschke. „Bist du sicher?“, frage ich. Ich fürchte, diese ständigen Temperaturschwankungen in der letzten Zeit bekommen ihr nicht sehr gut. „Absolut sicher. Harrys Frauchen hat heute in der Früh zu Hauskaspar I gesagt: ‘Wir sind kastriert worden.‘“

Bisher habe ich nie verstanden, warum sich Louis‘ Herrchen gegen Tollwut impfen ließ oder Edgars Frauchen eine Wurmkur machen musste: „Wir müssen zum Impfen.“ „Wir müssen entwurmen.“ Jetzt fällt es mir wie Erdbrocken aus dem Fell! Es ist die grenzenlose Solidarität mit ihren Vierbeinern, wenn sie von wir sprechen. Die erreicht bei manchen sogar die allerprivatesten Bereiche und gipfelt in Fragen wie „Na, haben wir schon ein Haufi gemacht?“ oder in Begeisterungsstürmen à la „Oh, da haben wir aber ein schönes Wursti produziert!“.

Ein einziges Mal habe ich einen solchen verbalen Akt bei Hauskaspar II erlebt. Zwetschke wurde zwecks Akupunktur vom Tierarzt auf den Behandlungstisch gehievt. Sie zitterte wie Espenlaub, beruhigte sich jedoch sofort, als sie ein paar Keksi angeboten bekam. Im Gegensatz zu Hauskaspar II. Dessen Aufregegung legt sich nicht, wurde im Gegenteil immer stärker. Und als die erste Nadel in Zwetschkes Rücken gepiekst wurde, fand die Besorgnis von Hauskaspars II ihren Höhepunkt in den Worten: „Zwetschki, haben wir denn Angsti? Wir brauchen kein Angsti zu haben.“

Wie gesagt, ein Mal war solch ein „Wir-Satz“ einem der Hauskaspars entsprungen. Sonst nennen die beiden die Dinge beim Namen. „Zwetschke hat Verstopfung.“ „Brilli hat Durchfallera.“
Und auf deren obligate Frage, wer sich um das alles kümmern soll, antworten wir: „Na ihr!“

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Sommer-Schreibwerkstatt „Zauberpflanzen und Märchengemüse“

14. Mai 2013 von eag

Zauberpflanzen und Märchengemüse

Sommer-Schreibwerkstatt in Wien mit Petra Öllinger
in Kooperation mit „Der Duft des Doppelpunktes“ – Kultur- und Wissenschaftsinitiative.

Datum und Uhrzeit:
Donnerstag, 15. August 2013 (Feiertag) von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag, 16. August 2013 von 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 19.00 Uhr
Samstag, 17. August 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr

Ort: Seminarraum Garbergasse 18. 1060 Wien.
Preis: € 245.- /Person
Frühbucher/in-Bonus: bei Anmeldung und Bezahlung bis 3. Juni 2013: € 210.-/Person

Wir begeben uns auf eine literarische Spurensuche zu (Heil-)Pflanzen in Geschichten, Märchen und Sprichwörtern – und erfahren auch Wissenswertes über die praktische Anwendung von Kräutern. Wir entdecken unsere Lieblingspflanzen und setzen uns mit ihnen kreativ und schreibend auseinander. Im Rahmen einer kleinen Exkursion* erleben wir die Pflanzenwelt mit allen Sinnen. Das anschließende Picknick, bei dem wir das erworbene Wissen literarisch „verarbeiten“, rundet das Programm ab.

An diesem Wochenende probieren wir verschiedene Schreibimpulse aus, zum Beispiel:
• Artemis und Gundelrebe: Woher die Pflanzen ihre Namen haben
• Mein persönliches Kräutermärchen
• Pflanzen-Zauber-Sprüche
• Von geheimen Gärten
• Fruchtige Gedichte

Weitere Informationen, Anmeldung etc. finden Sie hier.
Oder senden Sie ein E-Mail an Petra Öllinger .

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

„Entartete Kunst“ – Vortrag Werner Lang

13. Mai 2013 von wela

Im Rahmen der Vortragsreihe Vom Kitsch bis zur Elitekunst. Populäre Vorträge mit Beispielen und Diskussionen zu den Künsten wird Werner Lang vom Redaktionsteam „Duftender Doppelpunkt“ zum Thema 80 Jahre „Entartete Kunst“ referieren.

Wann: Mittwoch, 19. Juni 2013 um 19.00 Uhr.
Wo: Intensivstation, Josefstädter Straße 53, 1080 Wien.

Der Eintritt ist frei.

Alle Interessierten, die am 19. Juni nicht dabei sein können, haben hier die Möglichkeit, einen Auszug aus dem Vortrag (nach-)zulesen.

Der Ausstellung „Entartete Kunst“ im München des Jahres 1937 gingen bereits einige Ausstellungen voraus, in denen die Moderne Kunst als „entartet“ präsentiert wurde.

Im Anschluss wurde eine Wanderausstellung konzipiert, die ebenfalls den Titel „Entartete Kunst“ trug. Sie machte zwischen 1938 und 1941 in verschiedenen Städten im Deutschen Reich Station.

1937 fand, ebenfalls in München, die erste „Große Deutsche Kunstausstellung“ im „Haus der Deutschen Kunst“ statt. In ihr wurden Künstler, die das Kunstverständnis des Nationalsozialismus repräsentierten, vorgestellt.

Bereits im Buch „Kunst und Rasse,“ von Paul Schultze-Naumburg aus dem Jahre 1928 werden auf einer Doppelseite expressionistische Malerei und Fotografien von behinderten Menschen gegenübergestellt.

Die Präsentation der Behinderung macht die Schaulust Ausstellungsführer „Entartete Kunst“ , in der sich Interesse und Diskriminierung mischen, zu einer ästhetischen Affäre.
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Beiträge vor einem Jahr:
Blockupy in Frankfurt

Brillis Wort zum Montag

13. Mai 2013 von bp

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Geschwistertag

Für die liebe Mutti. Du bist die Beste. Alles Gute zum … Sie haben es erraten: Muttertag. Hoch lebe der Blumenstrauß. Hoch lebe das Selbstzusammengebastelte. Hoch leben die Pralinen („Pfoten weg vom Krokant, Brilli!“).
Warum gibt es eigentlich keinen Geschwistertag? Oder einen Tag der liebsamen Verwandten? Schwestern, Brüder, Cousinen, Neffen, Tanten – für alle jeweils einen Jubeltag. Verdient hätten sie ihn sich allemal. Meine Schwestern, Brüder, Cousinen, Neffen, Tanten; ganz besonders das sanftmütige Schafi, der tollkühne Athos, der noble Henry, die führungsstarke Hera, die lautstarke Zwetschke – und der altersweise Wolf. Wegen ihm haben sich die Hauskaspars sogar mit dem Hotelpersonal angelegt. Der Mann, der Wolf damals mit einem Gartenschlauch verdreschen wollte, hatte nicht mit dem sehr! energischen Eingreifen der beiden gerechnet. So toben und schimpfen habe ich sie seither nie wieder gesehen oder gehört. Was waren wir für ein Rudel! Damals, am griechischen Strand. Einer für alle, alle für einen. Damals, als die Hauskaspars Zwetschke und mich vor dem kommenden schneereichen und in dieser Gegend sehr, sehr kalten Winter retteten. Damals, als die beiden unsere Schwestern, Brüder, Cousinen, Neffen, Tanten in liebevollen Zweibeiner-Familien unterbrachten. Fast alle. Wolf und Athos sind zurückgeblieben, damals. Wolf meinte, er fühle sich schon zu alt für einen Umzug und Athos plante noch einige Abenteuer in südlichen Gefilden.

Wenn ich an die zwei denke, drückt es mich manchmal schon ganz heftig im Bauch. Und das liegt sicher nicht am gemopsten Krokant, den ich an dieser Stelle speziell den beiden, Wolf und Athos, widme.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Beiträge vor einem Jahr:
Blockupy in Frankfurt

80 Jahre Bücherverbrennung – Literaturquiz Teil 8

8. Mai 2013 von eag

Die Quizfragen:

  • Wie heißt die Autorin?
  • Wie lautet der Titel ihrer 1926 veröffentlichten Autobiografie?
  • In welchen Ländern arbeitet Sie von 1922 – 1945 als Diplomatin?

Antworten bitte an: Literaturblog Duftender Doppelpunkt

Unter allen richtigen Einsendungen werden einige Bücher verlost.

Erinnerung: Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftenden Doppelpunkt.

Einsendeschluss: Dienstag, 21. 05. 2013 um 12:00 Uhr.

Alle bisherigen Fragen, Antworten und die das Quiz begleitenden Beiträge finden Sie auf der Seite „Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933?.

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Auch fremdsprachige Literatur, die in deutscher Übersetzung vorliegt, wird im Zusammenahng mit der Bücherverbrennung von den NationalsozialistInnen keineswegs übersehen. Wenn ein solches Werk in ihren Augen als sozialistisch/kommunistisch, pazifistisch oder jüdisch gilt und vom Publikum gerne gelesen wird, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den „Schwarzen Listen“ des Bibliothekars Wolfgang Herrmann zu finden und geht auf den Scheiterhaufen des Jahres 1933 in Flammen auf.

Mit 21 AutorInnen auf der Liste sind die sowjetischen AutorInnen am stärksten betroffen: In Herrmanns Zusammenstellung steht beispielsweise Maxim Gorki (1868 – 1936), der „Übervater“ der sowjetischen Literatur. Oder Isaak Babel (1894 – 1940), der Autor des Erzählzyklus „Die Reiterarmee“. Darin verarbeitet er seine Erfahrungen als Korrespondent während des russisch-polnischen Krieges (1920/21). Oder Ilja Ilf (1897 – 1937), der Autor des, gemeinsam mit Jewgeni Petrow verfassten, wunderbaren satirischen Romans „Zwölf Stühle“.

Gesucht wird diesmal allerdings kein Mann, sondern eine 1872 in der Hauptstadt des Zarenreiches geborene Frau. Jahre später schreibt sie über diesen Moment Folgendes:

Das literarische Rätsel

„Am 19. März 1872 wurde in Sankt Petersburg, Sredna-Podjatscheskaja-Straße 5, im ersten Stock eines Privathauses der Familie des Militärintendanten Michail Alexejewitsch Domontowitsch ein Mädchen geboren, blauäugig wie ihre Mutter Alexandra Alexandrowna. Das Mädchen sollte den Namen Marija bekommen, dann überlegte man es sich jedoch anders und nannte es Schura. Dieses Mädchen bin ich.“

Sie wird von Gouvernanten und Hauslehrern erzogen und erhält eine umfassende Bildung. Mit 21 heiratete sie ihren Cousin. Ein Jahr später wird ihr Sohn geboren. Sie beginnt sich im Bereich der ArbeiterInnenbildung zu engagieren und nimmt Kontakt zu revolutionären Kräften auf.

1898 trennt sie sich von ihrem Mann. Über ihn schreibt sie: „Ich rebellierte gegen den ‚Tyrannen‘, wie ich meinen schönen und geliebten Mann nannte … Ich sagte jedermann, ich sei ‚furchtbar glücklich‘. Und doch war mir, als würde mich dieses ‚Glück‘ irgendwie einzwängen. Ich aber wollte frei sein.“

Nach einem Aufenthalt in Zürich, sie nutzt ihn zum Studium der Nationalökonomie und Soziologie an der dortigen Universität, kehrt sie bereits 1899 wieder nach Russland zurück. Sie engagiert sich politisch und setzt sich insbesondere für die Rechte der Frau ein. Einem drohenden Prozess bzw. der Verbannung nach Sibirien entzieht sie sich 1909 durch Flucht. Die ersten Jahre ihres bis 1917 dauernden Exils verbringt sie hauptsächlich im Deutschen Kaiserreich. Sie ist Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, hat Kontakt zu August Bebel und Karl Liebknecht und findet in Clara Zetkin, Luise Kautsky und Rosa Luxenburg Mitstreiterinnen für ihre frauenpolitische Positionen, die sie in dem Buch „Soziale Grundlagen der Frauenfrage“ entwickelt.

Im 3. August 1914, es ist der Tag an dem das Deutsche Reich der Französischen Republik den Krieg erklärt, wird sie in Berlin verhaftet. Einen Tag später befindet sie sich bereits wieder auf freiem Fuß. Bei der Durchsuchung ihres Zimmers war man auf ihr Mandat für die Internationale Sozialistsiche Frauenkonferenz gestoßen. Eine russische Revolutionärin kann schlechterdings eine zaristische Spionin sein. Man legte ihr allerdings nahe, das Land umgehend zu verlassen.

Ihr Weg führ sie ins neutrale Schweden. Ihre Agitation gegen den Krieg führt zu ihrer Verhaftung und Ausweisung. Sie wird mittels Polizeieskorte nach Kopenhagen abgeschoben. Auch Dänemark muss sie bald verlassen. Die nächsten drei Jahre findet sie im norwegischen Oslo Aufnahme.

Im Februar 1917 ist sie eine der ersten politischen EmigrantInnen, die nach Russland zurückkehren. Nach der Oktoberrevolution wird sie Volkskommissarin für das Wohlfahrtswesen und damit weltweit die erste Ministerin. Trotz Bürgerkrieg und der wirtschaftlich enorm angespannten Situation gelingt es ihr, eine Reihe von fortschrittlichen sozialpolitischen Maßnahmenchen zur Verbesserung der Lage der Frauen auf den Weg zu bringen. Denn „die wirklich befreite Frau muß materiell vom Mann unabhängig sein und von den mit der Mutterschaft verbundenen Pflichten entlastet werden”.

Sie ist der Auffasssung: „Nicht die sexuellen Beziehungen bestimmen das moralische Ansehen der Frau, sondern ihr Wert im Arbeitsleben, bei der gesellschaftlich nützlichen Arbeit.” Mit ihrer „neuen Sexualmoral” eckt sie an und stellt die patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen infrage.

Ihr Buch „Wege der Liebe“ wird im Malik-Verlag erstmalig 1925 veröffentlicht und ist ein großer Erfolg. Daran ändert auch eine kritische Rezension Kurt Tucholskys unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel in „Die Weltbühne“ nichts. Bis zum Verbot des Buches durch die NationalsozialistInnen werden über 30.000 Exemplare verkauft.

In den Erzählungen greift sie aktuelle Probleme auf: zum Beispiel die Doppelbelastung durch Berufstätigkeit und Haushalt und die Sorge vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Sie zeichnet aber auch das Bild einer neuen unabhängigen Frau, die sich engagiert und ihre Rolle in der Gesellschaft definiert. Viele Frauen erkennen sich, ihren Alltag und ihre Sehnsüchte in dem Buch wieder.
„Wege der Liebe“ kann auch heute noch als eine Bereicherung beim Nachdenken über die Rolle der Frau in der Gesellschaft erlebt werden.

In ihrer 1926 veröffentlichten Autobiografie schreibt sie: „Die Frauen und ihr Schicksal beschäftigten mich ein Leben lang, und ihr Los war es auch, das mich zum Sozialismus führte.”

Bereits 1922 beginnt für sie mit den ersten Schritten am diplomatischen Parkett Norwegens ein neuer Lebensabschnitt. Danach arbeitet sie als Botschafterin in Mexiko und zwischen 1930 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges vertritt sie ihr Land in Schweden.

1944 hat sie großen Anteil am Waffenstillstandsabkommen zwischen Moskau und Helsinki, das Finnland den Ausstieg aus dem Zweiten Weltkrieg ermöglicht.

1945 zog sie sich von allen Ämtern zurück, war aber bis zu ihrem Tod 1952 als Beraterin des sowjetischen Außenministeriums tätig.

Gegen Ende ihres Lebens resümierte sie folgendermaßen: „Ich hatte immer ein Talent zu ‚leben’, und ich habe es heute noch. Ich habe viel erreicht, viel gekämpft, viel gearbeitet, aber ich konnte mich auch freuen am Leben, wie immer es aussah.”

Stefan Zweig

7. Mai 2013 von eag

Literaturquiz anlässlich 80 bzw. 75 Jahre Bücherverbrennung

Die Antworten auf das 7. literarische Rätsel des dreiundzwanzigteiligen Quizes

Diese Quizrunde war dem Gedenken an die Salzburger Bücherverbrennung von 1938 und dem dort lange Jahre lebenden Stefan Zweig gewidmet.

Neben dem Namen des Schriftstellers und dem Titel seiner Autobiographie wollten wir auch den Namen mindestens eines Autors wissen, den der Gesuchte in der Zeit der Imigration finanziell unterstützte.

Autor: Stefan Zweig (1881 – 1942)
Titel: Die Welt von Gestern
Zweig unterstützte beispielsweise: Joseph Roth (1894 – 1939), Ernst Weiss (1882 – 1940)

Erinnerung:
Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftender Doppelpunkt.

Falls die Informationen, die wir für Sie über Stefan Zweig im „Duftenden Doppelpunkt“ zusammengetragen haben, nicht ausreichen, sind Sie eingeladen, in folgenden Sites zu blättern:

Casa Stefan Zweig (Deutsch, Português, English, Français)

Kommentierte Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Alle bisherigen Fragen, Antworten und die das Quiz begleitenden Beiträge finden Sie auf der Seite „Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933″.

Die nächsten Quizfragen stellen wir am Mittwoch, dem 08. Mai 2013. Zu deren Beantwortung haben Sie bis Dienstag, dem 21. Mai 2013 um 12:00 Uhr Zeit.

Die Preise und ihre GewinnerInnen

Stefan Zweig: Schachnovelle aus dem Fischer Taschenbuch Verlag und Königs Erläuterungen: Textanalyse und Interpretation zu Stefan Zweig Schachnovelle aus dem Bange Verlag geht an Herrn Joachim K.

Zweigs Schachnovelle „Das Unwahrscheinliche hatte sich ereignet, der Weltmeister, der Champion zahlloser Turniere hatte die Fahne gestrichen vor einem Unbekannten, einem Manne, der zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre kein Schachbrett angerührt. Unser Freund, der Anonymus, der Ignotus, hatte den stärksten Schachspieler der Erde in offenem Kampfe besiegt!“
Das Erstaunen ist groß, als der unscheinbare Dr. B., österreichischer Emigrant auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, eher zufällig gegen den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic antritt und seinen mechanisch routinierten Gegner mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage und reißt eine seelische Wunde wieder auf, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.

Via Fischer Tachenbuch Verlag

Königs Erläuterungen zur Schachnovelle159 Bände umfasst die Reihe Königs Erläuterungen und Materialien, von antiken über klassische bis hin zu zeitgenössischen modernen Werken, allesamt wichtige Schullektüren und Schlüsselwerke. Königs Erläuterungen bieten Band für Band verlässliche Lernhilfen für Schüler und weiterführende Informationsquellen für Lehrer und andere Interessierte, sie sind verständlich und prägnant geschrieben (…) Schematische Darstellungen, Hinweise in Textkästchen am Rand der Erläuterungen und in Kopf- und Fussleisten ermöglichen eine schnelle Orientierung.

Via Bange Verlag

Stefan Zweig: Magellan aus dem Fischer Taschenbuch Verlag geht an Frau Alexandra E.

Magellan von Stefan Zweig„Es ist ein Buch für Männer, es ist ein Werk für junge Menschen… Es gibt Mut“, urteilte Ernst Weiß 1938. Die Begeisterung, die Stefan Zweig für den größten Entdecker an der Schwelle der Neuzeit empfand, den Portugiesen Fernao de Magelhaes, „Magellan, wie die Geschichte ihn nennt“, wirkt unverändert fort. Magellans Mut, gegen die scheinbar unverrückbare Grundüberzeugung seiner Zeit, gegen das Dogma des ptolemäischen Weltbildes aufzustehen und es durch die wagemutige Tat, die erste Weltumsegelung der Geschichte, zu widerlegen, forderte Stefan Zweig wiederum zu einer biographie romancée heraus: es ging ihm auch hier darum, die Tat dieses außerordentlich kühnen Menschen aus seiner Persönlichkeit und seinem Charakter heraus zu verstehen und verständlich zu machen. Er selbst war überrascht, wie sehr in diesem Leben Traum und Wirklichkeit verschwistert waren, „denn ich hatte ununterbrochen das merkwürdige Gefühl, etwas Erfundenes zu erzählen, einen der großen Wunschträume, eines der heiligen Märchen der Menschheit“.

Via Fischer Tachenbuch Verlag

Lilian M. Bader: Ein Leben ist nicht genug. Memoiren einer Wiener Jüdin aus dem Milena Verlag geht an Frau Gudrun F.

Autobiografische Erinnerungen an eine verlorene Welt zwischen dem Alsergrund in Wien und New York. Ein historisch hochinteressanter Fund aus dem Archiv des New Yorker Leo-Baeck-Instituts.

Ein Leben ist nicht genugEin Leben zwischen Anpassung und Selbstbestimmung, zwischen Assimilation und Flucht. Die Memoiren zeichnen sich durch viele köstliche Anekdoten und den scharfen Blick Baders aus, der in vielen Details erkennen lässt, dass für sie das Private nie von der aktuellen Politik zu trennen war.
Wien im Fin de siècle. Lilian Bader, geborene Stern, wächst in behütet bürgerlichen Verhältnissen auf, wenngleich das nach außen aufrechterhaltene Bild nicht der familiären Realität entspricht. Es sind die letzten Jahre der Donaumonarchie, die Bader, neben der ständigen Abwesenheit des Vaters, prägen: das bunte Treiben in der kaiserlichen Residenzstadt, der Tod der Kaiserin; das künstlerische Wien, das nicht zuletzt aufgrund der Arbeit ihrer Mutter als Klavierlehrerin und des musikalischen Talents ihrer Schwester an Bedeutung gewinnt.
Lilian Bader, die mit ihrer Familie 1938 zur Emigration gezwungen wird, erzählt auf beeindruckend analytische Weise von ihren Studienjahren als eine der ersten Chemiestudentinnen in Wien, dem zunehmenden Antisemitismus, der jungen 1. Republik, dem Dollfuß-Attentat, den Jahren des Austrofaschismus und der familieneigenen „Stern’schen Schule“, einer bekannten Mädchenschule, die von Bader nach dem Tod der Mutter geleitet wurde und die nach der erfolgten Arisierung in der Nazizeit, als Exempel für die Restituierungspolitik in der 2. Republik, verstanden werden kann.

Via Milena Verlag

Der Himmel ist blau. Kann sein. Frauen im Widerstand. Österreich 1938 – 1945 aus dem Promedia Verlag geht an Frau Dagmar W.

Der Himmel ist blau. Kann sein.„Oft dokumentiert, in Zeitschriftenserien gefeiert wird der Widerstand der großbürgerlichen und adeligen Generäle gegen das Nazi – Regime. Doch in diesem menschen- wie frauenverachtenden System , das die Frauen auf das Gebären von Kanonenfutter und liebevolle Krankenschwesterndienste an den im Feld stehenden Männern, später auch auf die Produktion von Kriegsmaterial, festgelegt hat, entstand ein machtvolles Potential von Freiheitskämpferinnen, im Dienste nicht nur der Zerschlagung des Naziterrors, sondern auch ihrer eigenen politischen wie menschlichen Emanzipation.

Ein ungemein wichtiges, längst schon überfälliges Buch über weibliche Menschen, die unseren ganzen nationalen und patriotischen Stolz ausmachen müssen“ Elfriede Jelinek

Via Promedia Verlag

Der Film Mutters Courage von Michael Verhoeven aus der Zweitausendeins Edition geht an Liselotte J.

Mutters CourageDie besetzte Stadt Budapest im Jahre 1944. George Taboris Mutter Elsa wird auf der Straße verhaftet und zum Westbahnhof gebracht, wo etwa viertausend Juden zur Deportation zusammengetrieben werden. Man transportiert sie zunächst in einen kleinen Ort an der Grenze, wo sie in einem Lagerhaus auf ihre Weiterfahrt in ein Vernichtungslager warten. Elsa Tabori fasst sich ein Herz und spricht den verantwortlichen SS-Offizier an. Kriegsfilm mit George Tabori, Pauline Collins, Ulrich Tukur, Natalie Morse u.a. Regie: Michael Verhoeven. Extras: Interviews mit Michael Verhoeven und George Tabori, Making of, Geschnittene Szenen, Filmdokumentation „Tabori – Theater ist Leben“, Kurzfilm „Frau Goldmann und der liebe Herrgott“, Biografie Michael Verhoeven, Fotogalerie, Trailer.

Via Zweitausendeins

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

Brillis Wort zum Montag

6. Mai 2013 von bp

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Frühlingsgruß

„Wo bist du gewesen? Wie siehst du aus? Warum sind deine Pfoten gelb?“ Ein bisschen viel an Fragen auf einmal, dachte ich. Aber berechtigt, wie ich mir eingestehen musste. Schließlich war ich eine halbe Stunde – „Einen gefühlten ganzen Vormittag“, wie Hauskaspar I nicht müde wurde zu betonen – abgängig. „Abgedampft, du kannst ruhig abgedampft schreiben“, liegt mir Hauskaspar II beim Verfassen dieser Zeilen ständig im Ohr. Ja, ich gebe es zu: Ich habe mich unerlaubterweise entfernt. Ich bin durchs Unterholz getrabt, habe im Gebüsch nach Köstlichkeiten gesucht und war planschen im Schlick. Dabei habe ich mehrere Ästchen am Schwanz, etwas Moos an den Ohren und Algen am Bauch mitgenommen. Ja, ich gebe es zu: Es ist für die Hauskaspars nicht immer lustig, dieses Zeug und anderes mehr aus meinem Fell zu klauben. Es ist auch nicht immer freudvoll, mit mir als „Stinkpaket“ (O-Ton Hauskaspar I) in den öffentlichen Verkehrsmitteln heimzufahren und durch gerümpfte Nasen von Mitreisenden gestraft zu werden. Nicht zu vergessen die Schmach, wenn andere Zweibeiner sich demonstrativ von uns wegsetzen.

„Vergiss nicht zu schreiben, woher du die kanariengelben Pfoten hast.“ Nun fängt auch noch Hauskaspar I an zu motzen! Es musste passiert sein, als ich über die mit Löwenzahn gesprenkelte Frühlingswiese lief und an einem Baum vorbeizischte, der gelbe nadelartige Dinger von sich warf, von denen viele an meinen Beinen kleben blieben. Beim Versuch der Hauskaspars, das Zeug von mir zu kletzeln, färbten sich deren Finger – orange. Bei der Rückfahrt in der U-Bahn gaben wir – ich hatte noch etwas Moos an meinen Ohren – einen hübschen Frühlingsgruß ab.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

100.000 gemeinfreie Bücher online

4. Mai 2013 von eag

Die Österreichische Nationalbibliothek hat einen ersten Schwung digitalisierter Bücher online gestellt: 100.000 gemeinfreie Titel aus dem 16. bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind jetzt im Rahmen des Projekts „Austrian Books Online” frei im Netz zugänglich. Insgesamt soll der komplette historische Buchbestand – um die 600.000 Werke – digitalisiert werden.

Via iRIGHTS info: Beschränkte Gemeinfreiheit bei Österreichs Nationalbibliothek

Gefunden werden können die Bücher über den Online-Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek und Google Bücher. Sie können online gelesen, im Volltext durchsucht und vollständig heruntergeladen werden.

In naher Zukunft sollen sie auch über Europeana, die europäische digitale Bibliothek, verfügbar sein.

Mehr Infos über die Google Buchsuche – Bibliotheksprogramm – ein erweiterter Katalog mit den Büchern dieser Welt.

75 Jahre Bücherverbrennung in Salzburg

2. Mai 2013 von eag

Bücher am Scheiterhaufen

Alte Plätze sonnig schweigen.
Tief in Blau und Gold versponnen
Traumhaft hasten sanfte Nonnen
Unter schwüler Buchen Schweigen.

Diese Zeilen schreibt Georg Trakl 1910 in seinem Gedicht „Die schöne Stadt“ über Salzburg. Wenige Jahrzehnte später, am 30. April 1938, zeigt sich die Stadt von einer ganz anderen Seite.

30. April 1938

„Heute 20 Uhr Residenzplatz! Durch die symbolische Verbrennung jüdischer und klerikaler Bücher am Vorabend des Tages der deutschen Arbeit soll der Anbruch der nationalsozialistischen Revolution auch auf geistigem und kulturellem Gebiete zum Ausdruck gebracht werden. Das deutsche Salzburg ist zur Stelle! Heil Hitler!“ (Salzburger Volksblatt, 30. April 1938)

Nur wenige Wochen nach dem „Anschluss“, findet am Residenzplatz in der Salzburger Altstadt die einzige nationalsozialistische Bücherverbrennung in Österreich, der damaligen Ostmark, statt. Circa 1.200 Bücher aus Leihbüchereien, Buchhandlungen und privaten Haushalten bilden das Brennmaterial für den Scheiterhaufen.

Der Spiritus Rector der Aktion ist der Lehrer, Schriftsteller und SS Mann Karl Springenschmid. Als Landesrat für Erziehung und Volkspropaganda übt er ab März 1938 maßgeblichen Einfluss auf die Politik im Gau Salzburg aus.

10. Mai 1933 – das Vorbild

Dem Salzburger Autodafé gehen im Deutschen Reich die Bücherverbrennungen rund um den 10. Mai 1933 voraus. Bereits damals landen die Werke vieler österreichischer SchriftstellerInnen und Intellektueller auf den Scheiterhaufen: Franz Werfel, Joseph Roth, Gina Kaus, Sigmund Freud, Bertha von Suttner, Alexander Lernet Holenia, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig oder die in Salzburg geborene Alex Wedding.

Die in Wien erscheinende „Reichspost – Unabhängiges Tagblatt für das christliche Volk“ äußert sich über die Bücherverbrennungen bei den deutschen Nachbarn am 17. Mai 1933 folgendermaßen: „Man kann in der Nationalsozialistischen Kunst und Literaturrevolution mancherlei kreuzende Strömungen und Gegenströmungen beobachten. Die eine, die innerhalb kurzer Zeit die die deutsche Volksseele vergiftende Asphalt- und Zersetzungsliteratur fremdrassiger und einheimischer Provenienz weggeschwemmt hat, ist im Namen deutscher Würde und Ehre wärmstens zu begrüßen.“

Austrofaschismus und Zensur

Der Austrofaschismus (1934 – 1938) leistet in Österreich, nicht zuletzt durch seine Zensurmaßnahmen, gegen linke AutorInnen eine gründliche Vorarbeit im Sinne des Nationalsozialismus.

Gisela Kolar schreibt in ihrer Diplomarbeit „Ein ‚Vorspiel‘: Die Wiener Arbeiterbüchereien im Austrofaschismus“: „Das Verbot der sozialdemokratischen Partei (1934) eröffnet der ‚Zentralstelle für Volksbildung‘ (ZV) im Unterrichtsministerium (BMU) neue Möglichkeiten und bringt erweiterte Aufgaben mit sich: Das bedeutete oder bedingte eine massenhafte Säuberung von Büchereien landauf, landab und seien es Büchersammlungen kleiner Freiwilliger Feuerwehren. Es mussten hunderte und aberhunderte sozialdemokratische Bildungseinrichtungen – hier Büchereien – die als Vereine existierten, aufgelöst und liquidiert werden. Es mussten Lokale geschlossen, Miet- und Personalverträge gelöst und allfälliges Vermögen beschlagnahmt und verwertet werden. Volks- und Arbeiterbüchereien mussten gesichtet werden, und ‚unerwünschte‘, aber nicht zwangsweise ‚verbotene‘ Literatur war auszusondern.‘“

Die Salzburger „Spielart“ der Bücherverbrennung

Anders als bei den Bücherverbrennungen 1933 legen die Verantwortlichen in Salzburg den Schwerpunkt nicht nur auf die Vernichtung der Literatur linker, pazifistischer und jüdischer AutorInnen. Ihr Augenmerk gilt auch der Auslöschung des Schrifttums aus dem katholischen, austrofaschistischen und legitimistischen Bereich.
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Beiträge vor einem Jahr:
Literaturblog Highlights im April 2012

Seminare „Lernen lernen“ und „Motivation und Zeitmanagement“

30. April 2013 von eag

Lernen lernen kann jede/r lernen
Termin: Samstag: 11. Mai 2013 von 10.00 bis 13.00 Uhr
Die Programmdetails finden Sie hier auch als pdf-Datei.

Motivation dringend gesucht! Zeit- und Selbstmanagement für StudentInnen und SchülerInnen
Termin: 11. Mai 2013 von 14.00 bis 17.00 Uhr
Die Programmdetails finden Sie hier auch als pdf-Datei.

Der Anmeldeschluss für beide Seminare ist der 3. Mai 2013.
Ort: Afro-Asiatisches Institut Wien, Türkenstraße 3, 1090 Wien
Kosten: € 65.- / Seminar
ANGEBOT: Bei gleichzeitiger Buchung von je einem Vormittags- (10.00 bis 13.00 Uhr) UND einem Nachmittagsseminar (14.00 bis 17.00 Uhr) am selben Tag: € 110.-

Eine Seminarreihe in Kooperation mit Dr.in Natascha Miljkovic von „[(Zitat)]“-Ambulanz – ein Angebot der Zitier-Weise, Agentur für Plagiatprävention e.U.

Kontakt, weitere Informationen sowie Anmeldung:
E-Mail Zitat-Ambulanz
Homepage „[(Zitat)]“-Ambulanz

Oder Sie schicken ein Mail an die „Duftenden Doppelunkte“.

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

„Duftender Doppelpunkt“ feiert Geburtstag

29. April 2013 von eag

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Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ – Infos aus Literatur und Wissenschaft feiert heuer am 1. Mai seinen 8. Geburtstag.

Um diesen Festtag alljährlich mit Ihnen zu begehen, hält das Redaktionsteam seit dem 1. Mai 2006 jeweils eine Geburtstagsüberraschung für Sie bereit. Diese steht immer mit dem 1. Mai bzw. der Literatur der Arbeitswelt in Zusammenhang.

Und womit überraschen wir Sie dieses Jahr?

Diesmal bieten wir allen FreundInnen des „Duftenden Doppelpunktes“, die sich für die Literatur der Arbeitswelt interessieren, die beiden Anthologien „Rote Lilo trifft Wolfsmann“ und „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ zu einem Sonderpreis von jeweils 5,90 Euro. Die „Rote Lilo“ und „Wir rufen auf!“ im Doppelpack gibt es um 9,90 Euro.
Da wir Amazon und Co. keine Konkurrenz machen wollen :-) , müssen wir die Portokosten leider zusätzlich auf die Rechnung setzen.

In jedem der beiden Bücher stecken auf circa 145 Seiten zwischen 30 – 35 Texte, die sich in vielschichtiger Weise literarisch mit der Arbeitswelt auseiandersetzen.

Die Geburtstagsüberraschungen der Jahre 2006 – 2012.

Da sie mit keinem „Ablaufdatum“ versehen wurden, sind sie auch Jahre später noch aktuell.

2006: Um den 1. Geburtstag des Literaturblogs am 1. Mai 2006 würdig zu begehen, initiieren wir den Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes – Literatur der Arbeitswelt“.

2007: Wir laden unsere LeserInnen ein, ihre Gedanken und Erinnerungen zum 1. Mai mit uns zu teilen.

2008: Anlässlich des „Tages der Arbeit“ stellen wir eine kleine Auswahl an historischen Abzeichen zum 1. Mai vor.

2009: Am Tag des 4. Geburtstages des Literaturblogs, dem 1. Mai 2009, schreiben wir den 2. Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes“ aus. Er widmet sich den verschleiernden und manipulativen Aspekten der deutschen Sprache hinsichtlich der Arbeitswelt.

2010: Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ stellt 15 E-Cards (elektronische Postkarten) mit Motiven aus den Maifestschriften der Sozialistischen Partei Österreichs (Deckblätter) aus dem Zeitraum zwischen 1890 – 1918 zur Verfügung.

2011: Wenige Tage nach dem 1. Mai findet die Preisverleihung des 2. Literaturpreises „Der Duft des Doppelpunktes“ zum Thema „Arbeitswelt und Sprache“ und die Präsentation der Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ statt.

2012: Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ bietet seinen LeserInnen einen kurzen Abriss der Geschichte des 1. Mai: Vom Haymarket zum 1. Mai.

Brillis Wort zum Montag

29. April 2013 von bp

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Sportiv – Teil 2

Und da lachen die Zweibeiner über uns?

Kein Hund wäre so blöd – Entschuldigung, unvernünftig – bei 40 Grad in der Mittagshitze freiwillig und ohne ersichtlichen überlebensnotwendigen Grund über glühende Straßen zu wetzen.
In wie viele sehr, sehr tiefdunkellilarote Gesichter wir da wohl schon geblickt hätten, liefen wir bei solchen Temperaturen auf der Straße herum.
Bei all diesen sportiven Betätigungen vermisse ich die Ästhetik (siehe dazu meine Ausführung zum Farbrausch). Wer von den Zweibeinern über meinen o-beinigen Freund Louis, eine Französische Bulldogge, lacht, sollte einmal auf manchen menschlichen Plattfuß schauen. Hin und wieder findet sich so ein Exemplar beispielsweise bei Orientierungsläufern. Wenn sie durch den Wald taumeln – Entschuldigung: sich in der Natur orientieren – entsteht oft der Eindruck totaler Orientierungslosigkeit, mit oder ohne Plattfuß.
Auch der Behauptung, immer und immer wieder ein Stöckchen zu holen, müsse doch langweilig sein, kann ich mit einer Gegenfrage Paroli bieten: Wie ist das mit dem Ball, den die Zweibeiner stundenlang mit einem Schläger übers Netz peffern?
Apropos Stöckchen: Ja, dieser Exkurs muss sein, auch wenn Hauskaspar I deswegen zetert, weil selbst immer wieder mit diesen Nordic-Walking-Stöckchen unterwegs, mit korrekter Haltung und elegant, das muss ich zugeben, trotzdem: Was ist das für ein Sport, wo man Stecken hinter sich her schleift? „Sie fallen sonst um, die Zweibeiner“, lautet Zwetschkes Erklärung. Boshaft, jedoch nicht völlig von der Pfote zu weisen. Da haben wir es eindeutig besser, getroffen: Mit unseren vier Beinen haut uns nichts so schnell um.
Hat da wer gelacht?

Ende

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

PS: Hier geht’s zum 1. Teil von „Sportiv“
Brillis Elektro Post

Beratung für wissenschaftliches Schreiben

25. April 2013 von eag

Auf den Punkt gebracht

Rat und Tat für Ihre schriftliche Arbeit an Uni oder (Fach-)Hochschule

Klare Strukturen beim Schreiben, Gliederung des Textes, treffende Formulierung, korrektes Zitieren.
Einmal im Monat bieten wir eine kostenlose individuelle Schreib- und Textberatung für Ihre schriftliche Arbeit. Melden Sie sich zu einer 30-minütigen Einheit an und bringen Sie Ihren wissenschaftlichen Text mit.

Eine Kooperation von Natascha Miljkovic Zitier-Weise und Petra Öllinger „Der Duft des Doppelpunktes“ – Kultur- und Wissenschaftsinitiative.

Termine:
Donnerstag, 16. Mai oder Donnerstag, 6. Juni 2013

Folgende Zeiteinheiten stehen zur Auswahl:
16.00 bis 16.30 / 16.45 bis 17.15 / 17.30 bis 18.00
Anmeldung bitte spätestens drei Tage vor dem jeweiligen Termin.

Ort:
Lhotzkys Literaturbuffet
Taborstraße 28,(Eingang Rotensterngasse), 1020 Wien

Anmeldung und weitere Informationen:
Natascha Miljkovic: Tel.: 43/(0) 660/16 100 79, E-Mail an Natascha Miljkovic, Zitier-Weise

Petra Öllinger: Tel.: 43/(0) 1/597 7554, E-Mail an Petra Öllinger