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Erich Mühsam

Im 18. Teil unseres Literaturquizes wurde nach Erich Mühsam gesucht. Im Rahmen dieses literarischen Rätsels finden Sie ausführliche Infos über den Autor.

Die Fragen und Antworten

  • Wie heißt der Autor? Erich Mühsam
  • Wie viele Hefte umfasst sein Tagebuch? 42 Hefte
  • Welche Zeitung veröffentlichte seine „Unpolitischen Erinnerungen“? Vossische Zeitung

Das 18. Quiz war einigen unserer RätselfreundInnen zu einfach. Tatsächlich konnten außer dem Namen des Autors alle Fragen bereits nach dem Lesen des literarischen Rätsels beantwortet werden. Wir geloben Bessserung! Im kommenden Rätsel werden die meisten von Ihnen, auch wenn Sie den gesuchten Autor nach dem Lesen des Rätsels sofort erkennen sollten, zur Lösung der anderen beiden Fragen voraussichtlich das Internet, eine Biografie des Autors oder eine Literaturlexikon heranziehen müssen.

Falls die Informationen, die wir für Sie über Erich Mühsam im „Duftenden Doppelpunkt“ zusammengetragen haben, nicht ausreichen, sind Sie eingeladen, in folgenden Sites zu blättern:

Erinnerung: Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftenden Doppelpunkt.

Alle bisherigen literarischen Rätsel und die das Quiz begleitenden Beiträge können Sie auf der Seite „Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933“ nachlesen.

Das nächste Quiz veröffentlichen wir am Mittwoch, dem 09. Oktober 2013. Zur Beantwortung der Fragen haben Sie bis Dienstag, dem 22. Oktober 2013 um 12:00 Uhr Zeit.

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Die Preise und ihre GewinnerInnen

Erich Mühsam: Billys Erdengang aus dem Verlag Faber & Faber geht an Andreas W.

Buchcover Erich Mühsam Billys Erdengang „1904 erschien im Berliner Globus-Verlag ‚Eine Elephantengeschichte für artige Kinder‘ und, wie es auf dem Umschlag hieß, mit den ‚Verse(n) von Onkel Franz‘ und ‚vielen lustigen Bildern von Paul Haase‘. Hinter dem Pseudonym Onkel Franz verbargen sich Erich Mühsam und der Anstifter zu dem Buch, der geschäftstüchtige Autor Hanns Heinz Ewers. Erich Mühsam, der Anarchist, Moralist, Anti-Militarist, der Querdenker und keinen wirklichen Konventionen anhängende Dichter, ist hier als ein ganz und gar komischer Tierfreund zu entdecken, der Witz hat, Freude am Reim, Kinder liebte und dem ‚guten Bürger‘ gern einmal ein Schnippchen schlug.
Von der Gegenüberstellung der Illustrationen des Erstlingswerks und der neuen Holzschnitte Artur Dieckhoffs lebt dieses Buch, von der Kunst, einen Ball am Laufen zu halten, das Atmosphärische von damals mit dem Duft von heute zu konfrontieren.“

Via Faber & Faber Verlag

Chris Hirte: Erich Mühsam – Eine Biographie aus dem Ahriman Verlag geht an Gerit K.

Buchcover Chris Hirte Erich Mühsam Eine Biographie

„Erich Mühsam war ein Dichter, ein Gestalter von Sprache und ‚längeren Gedankenspielen‘; als solcher konnte er eine Kraft entwickeln, die ihm in der rationalen Sphäre der Gesellschaftsanalyse und -gestaltung versagt blieb. ‚Sich fügen heißt lügen‘ zitiert eine Zeile aus einem Gedicht, das er in bayrischer Haft 1919 geschrieben hat, und diese darf sicherlich zugleich als Maxime für sein Leben gelten. Mühsam war bekennender Anarchist, und die Quelle vor allem für das literarische Werk entstammte seiner moralischen Stärke und Unbestechlichkeit. Chris Hirte hat es unternommen, Leben und Werk dieses ermordeten Dichters nachzuzeichnen. 1985 erstmalig in der DDR erschienen, steht diese Biographie in der hier vorliegenden Neuauflage am Anfang der neuen Reihe ‚Aus dem besseren Deutschland‘. Erich Mühsams Leben und Werk ist stellvertretend für dieses bessere Deutschland bzw. dessen geistigen und politischen Repräsentanten aus jener Zeit, in der noch die Weichen gestellt werden konnten.“

Via Ahriman Verlag

Erich Mühsam: Tagebücher 1. 1910-1911 aus dem Verbrecher Verlag geht an Joachim N.

Buchcover Erich Mühsam Tagebücher

„15 Jahre lang, von 1910 bis 1924, hat Erich Mühsam, der berühmteste deutsche Anarchist sein Leben festgehalten – ausführlich, stilistisch pointiert, schonungslos auch sich selbst gegenüber – und niemals langweilig. Was diese Tagebücher so fesselnd macht, ist der wache Blick des Weltveränderers. Mühsam wollte Anarchie praktisch ausprobieren. Anarchie hieß für ihn: Leben ohne moralische Scheuklappen, ohne Rücksicht auf Konventionen – und er bewies, dass es geht. Auch das Schreiben ist Aktion, in allen Sätzen schwingt die Erwartung des Umbruchs mit, den er tatsächlich mit herbeiführt: Die Münchner Räterevolution ist auch die seine, und die Rache der bayerischen Justiz trifft ihn hart.
Mühsams Tagebuch ist ein Jahrhundertwerk, das es noch zu entdecken gilt, es erscheint in 15 Bänden – und zugleich als Online-Edition. Die gewissenhaft edierten Textbände werden im Netz unter www.muehsam-tagebuecher.de begleitet von einem Anmerkungsapparat mit kommentiertem Namenregister, Sacherklärungen, ergänzenden Materialien, Suchfunktionen – so entsteht eine historisch kritische Ausgabe!“

Via Verbrecher Verlag

Jan Karski: Mein Bericht an die Welt aus dem Suhrkamp Verlag geht an Marlies M.

Buchcover Jan Karski Mein Bericht an die Welt

Als Hitler Polen überfällt, flieht der junge Offizier Jan Karski gen Osten – und läuft den Sowjets in die Arme, die ihn an die Deutschen ausliefern. Er flieht und schlägt sich zur polnischen Untergrundbewegung durch. Jüdische Partisanen schleusen ihn ins Warschauer Ghetto und in ein Konzentrationslager ein, wo er Augenzeuge der Judenvernichtung wird. Karski gerät in die Fänge der Gestapo, wird gefoltert, flieht erneut. Seine wichtigste Mission im Widerstand führt ihn schließlich quer durch Nazi-Deutschland nach England und Amerika, um Anthony Eden und Franklin D. Roosevelt persönlich Bericht über die Greueltaten der Nationalsozialisten zu erstatten – aber sie glauben ihm nicht.

Jan Karskis Bericht an die Welt ist ein bewegendes Dokument persönlichen Mutes und politischer Verantwortung, ein historisches Zeugnis allerersten Ranges – Zeitgeschichte, die sich liest wie ein Kriminalroman.

Via Suhrkamp Verlag

Rosa Puhm: Trennung in Gorki. Erinnerungen an die Zukunft aus dem Milena Verlag geht an Manuel K.

Buchcover Rosa Puhm Trennung in Gorki

„Rosa Puhm wurde 1909 in Wien geboren und wuchs in einem sozialdemokratischen Elternhaus im Bezirk Ottakring auf. Gegen den Willen ihrer Eltern schloss sie sich dem Kommunistischen Jugendverband an und nahm aktiv an den politischen Auseinandersetzungen der Ersten Republik teil. Das Land ihrer großen Hoffnungen war der in Russland entstandene Arbeiter- und Bauernstaat. Als 1932 ihr Freund Dino Maestrelli, ebenfalls überzeugter Kommunist und politischer Emigrant aus Italien, in die Sowjetunion fuhr, nahm sie die Gelegenheit wahr, ihm zu folgen. Dort arbeiteten beide im Autowerk von Gorki. Am 31. Dezember 1937 wurde das junge Paar brutal aus dem Schlaf gerissen. Dino wurde von zwei Milizen abgeführt. In den Sog der Moskauer Schauprozesse geraten, wurde er – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – am 3. März 1938 hingerichtet.
In den folgenden 10 Jahren musste Rosa Puhm sich mit ihrem Sohn Remo durchschlagen und war als Frau eines ‚Volksfeindes‘ besonderen Schikanen ausgesetzt.
Puhm schildert das Alltagsleben in Gorki in der Zeit des ‚Großen Vaterländischen Krieges‘, die Schrecken der Bombardierungen, Krankheiten, Hunger und Kälte, aber auch Akte des gegenseitigen Helfens und der Großherzigkeit. 1947 kehrte sie nach Österreich zurück und stellte sich ihrer Partei wieder voll zur Verfügung. Über ihre Erlebnisse in der Sowjetunion jedoch, besonders über das Verschwinden ihres Mannes, konnte sie auch vor österreichischen GenossInnen nicht frei reden – im besten Falle stieß sie auf blankes Unverständnis. Erst Jahre später trat sie aus der Partei aus. Sie wurde Mitarbeiterin der österreichischen MEMORIAL-Bewegung, die sich der Geschichte und dem Gedenken österreichischer Stalinopfer widmet.“

Via Milena Verlag

Yair Auron: Der Schmerz des Wissens. Die Holocaust- und Genozid-Problematik im Unterricht aus der Edition AV geht an Ralf Sch.

Buchcover Auron_der_Schmerz_des_wissens „Die Verletzung der Menschenrechte und Gleichgültigkeit angesichts des Leids anderer gefährdet die menschliche Gesellschaft. Der Holocaust ist der extremste Fall einer solchen Verletzung und zweifelsohne das äußerste moralische Versagen, das die Menschheit sich hat zu Schulden kommen lassen. Eine Auseinandersetzung sowohl mit dem Holocaust im Besonderen als auch mit Genozid im Allgemeinen dürfte wohl zum Verständnis der Wichtigkeit humanistischer und demokratischer Werte überhaupt beitragen. Sie könnte auch das Rüstzeug liefern, das wir dazu brauchen, moralisch zu urteilen. Deshalb sind Holocaust- und Genozidstudien zu einem festen Bestandteil der Lehrpläne in Schulen in Amerika und anderen Ländern geworden. Dieses Buch fragt danach, wie die moralischen Lehren, die sich aus derartigen historischen Vorkommnissen ergeben, in Schulen am besten vermittelt werden können.
Der Schmerz des Wissens befasst sich nicht mit historischen Ereignissen, vielmehr setzt das Buch sich damit auseinander, was und wie man aus diesen Ereignissen und ihrer Bedeutung lernen kann. Es bietet eine kritische Analyse der Dilemmata, welche die Holocaust- und Genozidthematik in der Pädagogik mit sich bringen. Wunsch des Verfassers war es, den Leser mit unterschiedlichen Meinungen über die Lehre der Thematik vertraut zu machen, Meinungen, die sich mitunter gegenseitig ausschließen, in anderen Fällen ergänzen. Wenn das Buch Leser dazu ermutigt, die Fragen aus einem breiten Blickwinkel zu betrachten, ist das Ziel erreicht.“

Via Edition AV

Leonhard Frank: Die Mutter mit 9 Holzschnitten von Frans Masereel aus dem Kleebaum Verlag geht an Gregor S.

Buchcover - Leonhard Frank - Die Mutter

„Die Mutter ist die dritte der fünf Geschichten aus dem Erzählzyklus „Der Mensch ist gut“, der 1917 in dem Züricher Verlag Rascher & Co. erschien. Leonhard Frank (1882-1961) war 1915 als entschiedener Gegner der deutschen Kriegspolitik in die neutrale Schweiz emigriert. (…) In Deutschland wurde die Verbreitung der Erzählung von der staatlichen Zensur zwar sogleich offiziell verboten; – ‚aber, mitten im Krieg, kamen sie doch, als Schweizer Gesetzbuch oder Abenteurerschmöker getarnt, nach Berlin, wo sie von Gymnasiasten hektographiert wurden, und die Sozialdemokraten ließen 500 000 Exemplare (…) auf Zeitungspapier drucken und an die Front schicken.‘“

Aus dem Nachwort von Hans Gerd Rötzer

Ilka von Zeppelin: Dieses Gefühl, daß etwas nicht stimmte. Eine Kindheit zwischen 1940 und 1948 aus dem Wagenbach Verlag geht an Wolfgang V.

Buchcover Ilka von Zeppelin Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt „Erlebnisse der Jahre 1940 bis 1948: der Krieg in Berlin und der scheinbare Friede in einem kleinen fränkischen Dorf, gesehen mit den Augen eines Kindes. Vieles kann das Mädchen nicht verstehen, aber es fühlt, dass etwas nicht stimmt.
Ilka von Zeppelin beschreibt aus dem Blickwinkel des zu Beginn vier- und am Ende zwölfjährigen Kindes die widersprüchlichen Erfahrungen der Nazizeit. Diese Perspektive ist es vor allem, die diese Erinnerungen von anderen unterscheidet und ihnen eine unmittelbare, unvermittelte erzählerische Kraft gibt.“

Via Wagenbach Verlag

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