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Brillis Wort zum Montag

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Rumstiefeln – Teil 2

Geistesabwesend begannen sie, kulinarische Schätze aus ihren Rucksäcken zu zaubern. Sie stapelten Doppeldeckerbrote übereinander – üppig gefüllt mit Großlochkäsescheiben (auch bekannt als Emmentalerkäse), pikanter Schinkenwurst. Sie schälten hart gekochte Eier und steckten sich Kirschtomaten in den Mund. Versonnen mampften sie und bemerkten nicht, dass Zwetschke einen ganzen Doppeldecker – einen mit Wurst und Gürkchen! – stibitzte, und ich mir die Wampe mit zwei Eiern und drei Scheiben Käse vollstopfte, die ich mit raschem Griff der Jausendose entnahm. Also genaugenommen, aus der Jausendose mopste, eine Untat, die ich am selben Abend mit etwas Bauchgrimmen büßte.
Aber noch ward es nicht Abend. Noch saßen wir im Gras, unter einem Baum, im Nirgendwo und weit, weit weg von F. Hauskaspar I blickte gen Süden: „Vielleicht sollten wir den Weg nochmals zurückgehen und vom Bahnhof aus einen neuen Versuch starten?“ Dies konnte nur eine rhetorische Frage gewesen sein: Die Bienen summten, wir lümmelten gemütlich am Busen der Natur, wo die Temperatur nun gefühlte 38 Grad betrug. Eigentlich wollten Zwetschke und ich überhaupt nicht mehr irgendwo hingehen. Warum nicht hier ein Nickerchen halten? Rumstiefeln, Pardon, wandern könnten wir im Winter immer noch. Wir waren uns einig. Beide begannen wir heftig zu hecheln. Mühelos gelang es mir, meine Zunge bis zu den Knien hängen zu lassen. Zwetschke legte noch eines drauf und fiel einfach um. Die Hauskaspars warfen einen Blick auf uns und bemerkten, von einer wegwerfenden und sehr schlapp wirkenden Handbewegung begleitet: „Taschenspielertricks.“ Kurz darauf waren wir alle vier am Schnarchen.

Fortsetzung folgt …

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Rumstiefeln – Teil 1
Brillis Elektro Post

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