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Brillis Wort zum Montag

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Mundl

„Der gfoit ma.“ Sprach’s und bescherte mir zwei! Pokale. Das war 2005 bei einem Mischlingshundewettbewerb im fünften Bezirk.

Der da sprach, sagte auch einmal: „Wien ist für mich der fünfte Bezirk.“
Der da sprach, wird leider nichts mehr sagen, auch kein „Der gfoit ma“.
Der da sprach, war der österreichische Drehbuchautor und Schriftsteller Ernst Hinterberger. Er ist am Montag, den 14. Mai verstorben.

Der „Erfinder“ von Edmund (Mundl) Sackbauer und Familie in „Ein echter Wiener geht nicht unter“, von „Trautmann“ oder „Kaisermühlenblues“ lebte bis kurz vor seinem Tod in Wien-Margareten. Auf dem Margareten-Platz lernte ich ihnen kennen – und lieben. Nicht nur, dass er mir zu zwei! Pokalen verhalf – einer in der Sparte „SeniorInnen“, der zweite in der Sparte „TagessiegerIn“ –, erhielt ich Unmengen an Leckereien, einen Fressnapf in Form eines zusammenklappbaren roten Koffers und: eine Goldmedaille. Beweisfotos finden sich im Archiv meiner Hauskaspars.

Durch seine Entscheidung bewahrte er mich auch davor, mir bis zum Sanktnimmerleinstag folgende Bemerkung von Hauskaspar I nach dem Wettbewerb anzuhören: „Wenn es um Leistung oder um Folgsamkeit gegangen wäre, wärst du mit Pauken und Trompeten durchgefallen.“

Ja, gut, die Dame vor uns hatte Käsewürfel als Belohnung (Bestechung? Korrumpierung?) für ihren Hund eingesteckt. Die waren verlockender zum Bravsein als die damals in der September-Wärme am Hundegaumen festpickenden Trockenkekse von Hauskaspar I. Genaugenommen also wären wir BEIDE durchgefallen. Aber der Jury schien es gefallen zu haben, dass ich „bei-Fuß“ gehen konnte – mit der Käsewürfel-Dame vor uns –, um alsdann reich beschenkt nach Hause zu traben.

Danke, Ernst Hinterberger!

Und ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

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