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KRIBIBI FRÜHJAHRSTAGUNG

„Zahlen bitte!“ 6.-8. Mai 2011

Der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (KRIBIBI) ladet zu seiner Frühjahrstagung ein:

Die Teilnahme an einzelnen Blöcken ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
Insbesondere die Präsentation von Jörn Klares Buch „Was bin ich wert?“ sowie der Vortrag von Karsten Schuldt zur Ökonomisierung der Bildung kann auch für ein nicht-bibliothekarisches Publikum durchaus von Interesse sein.

Buchvorstellung mit Jörn Klare: Was bin ich wert? Eine Preisermittlung (Lesung und Diskussion)

Wann: Freitag, 06.05.2011: 19.30 Uhr
Wo: Ort: Kulturzentrum Cafe 7*stern, 1070 Wien, Siebensterngasse 31 (Tel. 0699 152 36 157)

Eine Niere bekommt man in Indien für 300 Euro, ein afrikanisches Adoptivkind „kostet“ mit allen notwendigen Papieren 20000 Euro, eine Frau ist in Albanien unter Umständen schon für 800 Euro zu haben. Hieß es nicht immer: Der Mensch ist keine Ware? „Was bin ich wert?“: Mit dieser Frage hat sich Jörn Klare auf eine sehr persönliche Recherchereise ins Reich der Menschenwertberechner gemacht. Sie führt ihn auf Ämter und ins Gefängnis, zu Politikern und Philosophen, zu Ärzten und Gesundheitsökonomen, aber auch zu seiner kleinen Tochter. Ganz am Ende steht eine konkrete Zahl, auf Euro und Cent genau. Und die Erkenntnis: Die Würde des Menschen ist antastbar – zumindest wenn es sich „lohnt“.
Jörn Klares Buch ist 2010 als Suhrkamp Taschenbuch 4168 erschienen. 265 S., ISBN 978-3-518-46168-6, EUR 15,40 (AT).

Karsten Schuldt: Zählen, Standardisieren, Wettbewerb erzeugen. Wird die Bildung besser, wenn sie ökonomisiert wird? (Referat und Diskussion)

Wann: Samstag, 07.05.2011: 09.45 Uhr
Wo: Renner-Institut, Gartenhotel Altmannsdorf, 1120 Wien, Hoffingerg. 26, (Tel. 01 801 23)

Das Seminar

Zum Inhalt:
Bibliotheken – öffentliche wie wissenschaftliche – geraten in Zeiten der Ökonomisierung aller Lebensbereiche ebenso wie andere Bildungseinrichtungen zunehmend unter Druck, ihre Leistung anhand quantitativer Kennzahlen unter Beweis stellen zu müssen. So werden – von Trägerorganisationen, Behörden, Dachverbänden, aber auch privaten Institutionen – zahlreiche Kriterien und statistische Größen ersonnen, deren Messung sich Bibliotheken regelmäßig zu unterziehen haben, um ihre Existenzberechtigung als rentable und effiziente Dienstleistungsbetriebe nachzuweisen. Werden die vorgegebenen Bedingungen nicht erfüllt, drohen Budget- bzw. Förderungskürzungen, die im schlimmsten Fall sogar zur Schließung führen können.
Das Seminar wird sich mit dieser Problematik des Sinns und Unsinns von Leistungsmessung und Qualitätssicherungsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen auseinandersetzen, wobei sowohl die dahinter stehende Ideologie analysiert als auch konkrete Auswirkungen anhand von positiven und negativen Beispielen beleuchtet werden sollen.

Theoretischer Hintergrund:
Ökonomisierung der Gesellschaft, des Menschen und des Lebens (Freitagabend)
Ökonomisierung der Bildung, Auswirkungen auf Bibliotheken (Samstagvormittag)

Aktuelle Beispiele aus der Praxis:
Büchereiförderung in Österreich und Südtirol (Samstagnachmittag)
Qualitätssiegel des EB-Forums Oberösterreich für Öffentliche Büchereien (Sonntagvormittag)

Weitere Informationen unter: KRIBIBI – arbeitskreis kritischer bibliothekarinnen und bibliothekare

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