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Archiv für Mai 2011

„Duftender Doppelpunkt“ Literaturpreisverleihungsfilmdokument

Freitag, 27. Mai 2011

Nun sind es schon zwei Wochen her, dass der zweite Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes“ seinen Höhepunkt und Abschluss gefunden hat und Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel am 13. Mai 2011 auf die Öffentlichkeit losgelassen wurden.

Und immer wieder taucht unveröffentlichtes Material über die Preisverleihung auf, wie zum Beispiel folgendes verschollen geglaubte Filmdokument

Thomas Kohlwein (Hg.) – Wien Südbahnhof

Mittwoch, 18. Mai 2011

Spannender Stadt-Ort

„Besuch beim alten Knacker“ betitelte Roman David-Freihls im Juli 2008 seinen Beitrag im Rahmen von „FREISTADT – Die urbane Standard-Kolumne“. Vom alten Knacker ist nichts mehr übrig. Sein sich zurzeit im Zustand einer Riesenbaustelle befindliche Nachfolger wird Zentralbahnhof heißen. Oder Hauptbahnhof. Jedenfalls nicht mehr Süd- und Ostbahnhof.

Vom Wiener Stadtplan ist er verschwunden, „doch als Geist in der Stadt ist er für viele weiterhin präsent, wird sein früherer Standort im Gefüge der Stadt noch lange Zeit spürbar sein“, wie es im Vorwort zu „Wien Südbahnhof“ heißt; einem weiteren Büchlein (mit Lesebändchen!) der Reihe „Europa Erlesen“ aus dem Wieser Verlag. Der Herausgeber Thomas Kohlwein setzt dem letzten Vertreter der „Poetisierung der ‚hässlichen‘ Bahnhöfe“ 1 mit dieser Text-Zusammenstellung ein literarisches Denkmal.

Ein kurzer Ausflug in die Baugeschichte des Bahnhofes, einige Zeilen über dessen filmische Einsätze, Skizzen von Geschossplänen, dazwischen Zeichnungen und (historische) Aufnahmen. „Fotografischer“ Wermutstropfen: Teilweise finden sich keine Bildunterschriften, manche Abbildungen scheinen wie aus Versehen an ihre Stelle „gerutscht“ zu sein. Aber es lohnt, diese Anfangshürden zu überwinden, und dann heißt es: Einsteigen bitte! – Einsteigen in Textpassagen, in denen der „alte Knacker“ als spannender Stadt-Ort von Begegnungen, vom Ankommen und Wegfahren, von großen und kleinen persönlichen und geschichtlichen Dramen agiert.

So beweist Helmut Qualtinger in seinem „Fremdenverkehrsbrevier“, dass der Südbahnhof dafür sorgt, „daß jeder Eintreffende Wien im Zustand des Jahres 1945 kennenlernt“. George Eric Rowe Gedye zeichnet mit „Rette sich wer kann!“ ein bedrückendes Bild jener Bahnfahrt, auf die sich Menschen am 11. März 1938 begeben hatten, um den Nazischergen zu entkommen. Joseph Roth schreibt über die Abfahrt von Kindern, die von der sozialistischen Gemeinde Mailands zu einer Reise in „Die wunder-wunder-wunderschöne Stadt“ eingeladen worden sind. Von den Vorteilen eines aufgezeichneten Fernsehbeitrages statt einer Liveübertragung von Chruschtschows Ankunft am Ostbahnhof weiß Wolfgang Pensold zu berichten. Genauso turbulent gestaltet sich auch die Bestellung von Würsteln bei einem bahnhöfischen Würstelstand, die Gründe für die Verwurstelungen versucht Gert Jonke in „Südostbahnhof“ zu ergründen.

„Denn dieser Südbahnhof, auf dem man nicht mehr fror und sich fürchtete, das war natürlich nicht der wirkliche Südbahnhof …“ (Ingeborg Bachmann). Sentimentalität ob des abgerissenen Süd- und Ostbahnhofes ist nicht angebracht. Geschichten vom Ankommen und Wegfahren werden immer noch von Menschen getragen – auch im neuen Bahnhof.

1: Wolfgang Kos „Ort des Stillstands“ in „Großer Bahnhof. Wien und die weite Welt“, herausgegeben von Wolfgang Kos & Günther Dinhobl. Czernin Verlag Wien, 2006. S. 421

Petra Öllinger
Buchcover Thomas Kohlwein (Hg.) - Wien Südbahnhof

Thomas Kohlwein (Hg.) – Europa Erlesen. Wien Südbahnhof. Wieser Verlag, Klagenfurt, 2010. 158 Seiten, Euro 12,95 (Ö).

Homepage von Thomas Kohlwein

Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe, arbeitsscheues Gesindel – eine Rückschau

Dienstag, 17. Mai 2011

Wenn Fleischwölfe das Licht der (Literatur-)Welt erblicken

Der zweite Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes“. Eine Rückschau auf die Preisverleihung und die Buchpräsentation.

Fotoalbum

Jetzt sind sie losgelassen – die Penner, die Fleischwölfe, das arbeitsscheue Gesindel. Am Freitag, den 13. Mai 2011, erblickte die Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ im Lesesaal der AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften das Licht der Welt. Die „Duftenden Doppelpunkte“ riefen auf und luden ein und zirka sechzig Menschen wohnten der Preisverleihung und der Buchpräsentation bei. Manche PreisträgerInnen waren sogar mit eigenem Fanclub angereist :-D .

„Wir rufen auf! – Eine kleine Präsentation

Briefing und ein Herz für RaucherInnen

Was die Küche bei Wohnungspartys ist die Terrasse der Bibliothek der Arbeiterkammer – ein zentraler Treffpunkt der (rauchenden) Gäste. Wiedersehen, Händeschütteln, Austausch, Lüften des „Geheimnisses“ um das Aussehen der beiden Doppelpunkte, erstes persönliches Kennenlernen. Die Freude der Doppelpunkte darüber, auf bekannte „Arbeitswelt-Literaturpreis-Gesichtern“ zu treffen, verbindet sich mit dem Vergnügen, ab diesem Abend auch ein Gesicht zu den bis dahin „nur“ namentlich bekannten AutorInnen zu „besitzen“.

Fünf Minuten reichen, um dem Begriff „Briefing“ alle Ehre zu machen. Wer kommt wann dran und liest wie lange und dürfen auch persönliche Worte gesprochen werden und maximal zehn Minuten Lesezeit pro AutorIn und alles wird gut. Entspanntes Plaudern mit Bekannten, Verwandten, FreundInnen, Fanclub-Mitgliedern, ein Schluck Wasser, ein letzter Zug an der Zigarette …

Die Gaeste versammeln sich auf der Terrasse der AK Bibliothek Wien

Eine zweite Geburt und eine durchkreuzte Preisübergabe

Pünktlich um 18.00 Uhr beginnen Höhepunkt und Abschluss des zweiten Literaturpreises „Der Duft des Doppelpunktes“, nach einleitenden Worten von Georg Schober, begleitet und moderiert von Klaus Unterberger vom ORF.
Siri Kusch und Armin Schmidt, Alfred Cipera und Barbara Finke-Heinrich, Anna-Katharina Pelkner und Esther Schmidt, Sven Köther und Andreas Montalvo lesen ihre prämierten Texte. Wie eine zweite Geburt ist jener Moment, wo Worte und Sätze aus dem Mund ihrer ErzeugerInnen purzeln.

Zuerst die Übergabe der Preise an das jeweilige AutorIn-TutorIn-Team, dann die Lesung, so lautet der ursprüngliche Plan. Dessen Durchkreuzung :-D verlangt nach einem Plan B, der sich schlussendlich sowieso als effektvoller herausstellt. Alle PreisempfängerInnen werden am Ende der Veranstaltung gemeinsam vor den „Vorhang“ gebeten, ein Füllhorn an Büchern, Urkunden, symbolischen „Duftenden Doppelpunkt“ Preisen (dieses Mal in Vollholz), an Notizbüchern (extra dafür gestaltet von Jurymitglied Margot Fink) ergießt sich über sie.

Die Preise für die Verleihung stehen bereit - Fleischwolf-Geschenktaschen, Urkunden, Buecher.

Supersonderangebot und Austausch am Esstisch

Die Penner-Bücher wollen gelesen werden und werden gekauft. Auch die rote Lilo und der Wolfsmann sind an diesem Abend dabei – im Doppelpack mit den Pennern gibt es sie als Supersonderangebot zu erwerben.

Wer nicht gerade Bücher ergattert, nascht am und vom köstlichen Buffet. Gesponsert wurde dieses, wie bei der Präsentation des ersten Literaturpreises des „Duftenden Doppelpunktes“, von Heidi Neubauer vom Buffet der Technisch-Gewerblichen Abendschule. Der gute Tropfen in Weiß und Rot wurde von Eduard Schultze vom Café Amadeus zur Verfügung gestellt.

Mit dem Penner-Buch unter dem Arm und/oder einem Gläschen Wein und/oder einem Tellerchen unter anderem bestückt mit in Schokolade getunkten Früchtchen strömen die Gäste auf die Terrasse oder „rotten“ sich um die Esstischchen im Lesesaal zusammen.
Die Stars des Abends feiern ihren Sieg – und es ist zu vermuten, die Feierlichkeiten werden sich noch andernorts fortsetzen. AutorInnen, die den Literaturpreis seit Anbeginn begleiten tauschen sich mit anderen Schreibenden aus.

AutorInnen und Gaeste unterhalten sich miteinander nach der Veranstaltung.

Wehmut und spinnen

Um halb zehn Uhr abends beginnt es still zu werden. Penner und rote Lilos kehren zurück in die Transportkartons. Die Schokofrüchtchen sind verspeist, die Flaschen leer. Einzelne Programmfolder sind zurückgelassen worden. Die Zettel mit der Aufschrift „Reserviert“ werden der Altpapier-Wiederverwertung zugeführt. Die restlichen Requisiten treten in einer Papiertasche und in einem Reisekoffer die Heimkehr an.

Die Penner, Fleischwölfe und das arbeitsscheue Gesindel sind in ihre Selbstständigkeit entlassen worden. Zwei Jahre „Zweiter Literaturpreis“ sind abgeschlossen. Da kommt sie dann doch, leise durch den Hintereingang, die Wehmut, und sie wird die „Doppelpunkte“ ein paar Tage begleiten.

Danach werden die schon gesponnen Ideenfäden hinsichtlich eines weiteren Arbeitswelt-Projektes miteinander verknüpft werden.

Die letzten Gläser sind geleert.

Fotoalbum

Auflösung der Fragen der sechsten Quiz-Etappe

Montag, 16. Mai 2011

Mit dem heutigen Abend geht die sechste und letzte Etappe des Literatur-Quiz zu Ende.

Die Fragen waren nicht immer einfach zu beantworten und stellten manchmal auch für literaturinteressierte Menschen eine kleine Herausforderung dar. Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat sich neben einer größeren Gruppe wechselnder TeilnehmerInnen, ein Personenkreis herausgebildet, der an allen sechs Etappen des Literatur-Quiz teilgenommen hat. Als kleine Anerkennung für dieses besondere Interesse verlosen wir unter diesen „LangzeitteilnehmerInnen“ ein Exemplar der Anthologie Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“.

Die sechste und letzte Etappe des Literatur-Quiz hat Gabriele gewonnen. Wir gratulieren! Das Buch Von Norbert Loacker, Der Zufällige, macht sich für den Postweg reisefertig.

Den Sonderpreis, der unter jenen TeilnhemerInnen, die an allen Quiz-Etappen teilgenommen haben verlost wurde, geht an Bernhard. Wir wünschen mit der Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ ein anregendes Lesevergnügen.

Herzlichen Dank allen RätselfreundInnen für ihr Durchhaltevermögen und für ihr Interesse.

Die „Duftenden Doppelpunkte“

Einen Überblick über die Fragen und Antworten der einzelnen Etappen.

Hier die Antworten auf die Fragen der 6. Etappe

1. DER RASTLOSE

Der erste der beiden gesuchten Autoren ist einer der bedeutendsten Dichter der deutschen ArbeiterInnenklasse im 19. Jahrhundert. Er wird 1817 geboren und muß als junger Mann aus Deutschland fliehen.

Wie heißt der Autor?

  • Georg Herwegh
  • Wie heißt seine berühmte Gedichtesammlung?

  • Gedichte eines Lebendigen, Band 1, 1841
  • Gedichte eines Lebendigen, Band 2, 1844
  • Zu welchem Lied hat er den Text verfaßt?

  • Zur Gründung des Allg. Dt. Arbeiter-Vereins schrieb Herwegh 1863 „Das Bundeslied“
  • 2. „WOHIN MAN BLICKT: RAUCHENDE SCHORNSTEINE, EISENHÜTTEN!“

    Ein weiterer bürgerlicher, der ArbeiterInnenbewegung sehr verbundener Autor, der genau beobachtend, scharfzüngig, aber auch mit viel Humor Gesellschaftskritik übt, wird 1822 geboren und stammt aus der selben Stadt wie Ferdinand Freiligrath.

    Wie heißt der gesuchte Autor?

  • Georg Ludwig Weerth (1822 – 1856)
  • Nennen Sie ein Werk des gesuchten Autors?

  • Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski; 1848
  • Wann stirbt er und in welcher Stadt ist er begraben?

  • Am 30. Juli 1856 in Havanna auf Kuba, wo er auch begraben liegt
  • 3. „QICK-EATING“ UND „SHORT-SLEEPING“

    Die vielseitige österreichische Autorin und Wahlberlinerin wird 1971 in Salzburg geboren und studiert dort Germanistik und Publizistik.

    Wie heißt die Autorin?

  • Kathrin Röggla
  • Wie lautet der Titel des Romans, der sich mit dem Thema „New Economie“ beschäftigt?

  • Wir schlafen nicht; 2004
  • 4. FLEISCHWÖLFE

    Die Inspiration zum Titel der Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ entstammt mehreren Texten im Buch. Die Fleischwölfe treiben sich in Sven Köthers SiegerInnentext der 2. Stufe – „Die Frechheit“- herum. Und der Rest des Titels?

    Abschließend möchten wir von Ihnen wissen, in welchen Texten der Anthologie die weiteren drei der titelgebenden Formulierungen „Wir rufen auf!, „Penner“ und „arbeitsscheues Gesindel“ vorkommen.

    WIR RUFEN AUF: Siri Kusch – Aufruf

    PENNER: Sven Köther – Die Liste

    ARBEITSSCHEUES GESINDEL: Anna-Katharina Pelkner – Abgehängt und überflüssig. Erwerbsloser Alltag

    Dimitré Dinev liest aus „Barmherzigkeit“

    Sonntag, 15. Mai 2011
    17.05.2011
    19:30

    Das „Österreichische Kulturforum Berlin“ ladet ein

    .

    Wann: Dienstag, 17. Mai, 19:30 Uhr
    Wo: Österreichische Botschaft, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin

    Dimitré Dinev zu Gast im Österreichischen Kulturforum.

    Barmherzigkeit – was hat dieser Begriff in unserer Gesellschaft für eine Bedeutung? Oder hat er gar keine mehr? Dimitré Dinev hat sich in vier kurzen Essays mit dieser Thematik beschäftigt. Er erzählt von persönlichen Erlebnissen, von Bettelkindern, die in den Westen verschleppt dem Kapitalismus dienen, von einem Land, in dem man anstelle von Frieden von Sicherheit spricht. Barmherzigkeit erschien in der neuen Reihe Unruhe bewahren des Residenz Verlages.

    Dimitré Dinev skizziert eine Gesellschaft, die nicht barmherzig sein kann, und stellt ihr ein Ich gegenüber, das bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Pointiert und gleichnishaft verpackt er eben diese Verantwortung in Geschichten, Fragestellungen, eingängige Thesen.

    Dimitré Dinev, geboren 1968 in Bulgarien, besuchte das Bertold Brecht-Gymnasium in Plovdiv. Ab 1986 erschienen erste Veröffentlichungen in bulgarischer, russischer und deutscher Sprache. 1990 floh er nach Österreich und studierte dort schließlich Philosophie und russische Philologie in Wien. Sein erster Roman, Engelszungen, wurde mehrfach ausgezeichnet und zu einem großen Erfolg bei Kritik und Publikum. Dinev lebt als freier Schriftsteller in Wien.

    Aufgrund der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen sehen sich die VeranstalterInnen gezwungen, die BesucherInnen um das Mitführen eines Personalausweises, Reisepasses, Führerscheins o.ä. zur persönlichen Identifikation zu ersuchen.

    Um vorherige Anmeldung wird ersucht: 030-202 87 114 oder über das„Österreichische Kulturforum Berlin“

    Wir rufen auf! Heute ist es soweit.

    Freitag, 13. Mai 2011

    Heute, 13. Mai 2011 um 18.00 Uhr ist es soweit. Die Penner, die Fleischwölfe und das ganze arbeitsscheue Gesindel werden auf die Öffentlichkeit losgelassen.

    Im Lesesaal der AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften, Prinz-Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien.

    Die Fleischwolf-Geschentaschen (siehe Bastelanleitung vom Dienstag, 10. Mai 2011) stehen bereit. Die Anthologien zappeln im Karton, die GewinnerInnen, ihre TutorInnen, die Gäste, das Personal, das Buffet; alle stehen sie in den Starlöchern.

    Die Fleischwolf-Geschenktaschen stehen prall gefüllt bereit und warten auf ihren grossen Moment.

    10, 9, 8, 7, 6, … Kommt, seht und staunt!

    Wir rufen auf! Noch zwei Tage bis zur Preisverleihung

    Donnerstag, 12. Mai 2011

    „Morgen, Kinder, wird’s was geben, morgen kommt der Fleischwolf an …“

    Wir haben natürlich wieder eine kleine Idee zur kreativen Freizeitgestaltung parat, die wahlweise auch im Außenbereich umgesetzt werden kann.
    Heute: Wir sind uns auf Bücherpirsch und gestalten Buchpakete.

    Wir begeben uns auf die Suche nach Büchern unterschiedlichen Inhalts und Aussehens, schleichen uns an sie heran, fangen sie vorsichtig ein. Um einem Tumult vorzubeugen, binden wir die Lektüre vorsichtig zusammen und schnüren Buchpakete. Diese werden, wie im Fall der „Duftenden Doppelpunkte“, GewinnerInnen und TutorInnen bei der morgigen Preisverleihung übergeben.

    Wir schnueren die eingefangenen Buecher zu kleinen Paketen. Diese werden am 13. Mai den PreistraegerInnen uebergeben.

    Wir rufen auf! Noch drei Tage bis zur Preisverleihung

    Mittwoch, 11. Mai 2011

    Bald werden die Fleischwölfe, das arbeitsscheue Gesindel und die Penner auf die Öffentlichkeit losgelassen.

    Die Wartezeit bis zum Freitag, 13. Mai 2011 wollen wir mit kreativen Ideen schmackhaft machen.

    Heute: Fototermin mit Holzblumen. Wir schaffen ein angenehmes Ambiente für die symbolischen Preise „Der Duft des Doppelpunktes“ und gestalten ein hübsch arrangiertes Gruppenfoto.

    Wir gestalten ein ansprechendes Arrangement mit den Holzblumen. Wir schaffen ein angenehmes Ambiente für die Holzblumen. Individuelle Betreuung ist wichtig, wie dieses Bild mit den beiden Holzblumen beweist.

    Wir rufen auf! Noch vier Tage bis zur Preisverleihung

    Dienstag, 10. Mai 2011

    Die Wartezeit bis zum Freitag, 13. Mai 2011 wollen wir mit kreativen Ideen schmackhaft machen.

    Heute: Wir basteln eine Fleischwolf- Geschenktasche.

    Papiertasche mit Saege Wir wählen ein adrettes Bild vom Fleischwolf aus. Nun kleben wir das Fleischwolfbild auf die Papiertasche. Zuletzt treffen wir eine Auswahl an Büchern und befüllen damit die Fleischwolf-Geschenktasche. Fertig ist die Fleischwolf-Geschenktasche.

    QUIZ-SPAZIERGANG – SECHSTE ETAPPE

    Montag, 9. Mai 2011

    Literarisches Quiz in sechs Teilen

    Heute, Montag 09.05.2010, beginnt die unwiderruflich letzte Etappe des Quiz-Spaziergangs. Sie endet wie immer montags, 16. Mai 2011, wie immer um 21.00 Uhr.

    Am Freitag, den 13. Mai um 18.00 Uhr sind Sie herzlich eingeladen, bei der Überreichung des Literaturpreises „Der Duft des Doppelpunktes“ und der Vorstellung der Anthologie mitzuspazieren.

    Zweiter Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes“ – Preisverleihung und Buchpräsentation

    Das Thema lautete „Arbeitswelt und Sprache“. An diesem Abend wird der Preis an die vier GewinnerInnen und ihre TutorInnen übergeben und die Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ mit den weiteren prämierten Texten vorgestellt. Für Speis und Trank ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

    Wann: Freitag, 13. Mai 2011, 18.00 Uhr
    Wo: Lesesaal der AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften, Prinz-Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien

    Die Fragen der sechsten Quiz-Etappe

    Diesmal gehen wir von zwei bürgerlichen Vorkämpfern der deutschsprachigen ArbeiterInnenliteratur aus, verweilen ein wenig bei einer Österreichischen Gegenwartsautorin und beschließen den Rundgang mit einer Frage zur Anthologie „wir rufen auf! Penner Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“

    1. Der Rastlose

    Der erste der beiden gesuchten Autoren ist einer der bedeutendsten Dichter der deutschen ArbeiterInnenklasse im 19. Jahrhundert. Er wird 1817 geboren und muß als junger Mann aus Deutschland fliehen.

    Seine Verlobte folgt ihm in die Schweiz und sie heiraten noch im selben Jahr. Sie ist eine außergewöhnliche, hoch begabte Frau und verfügt unter anderem über eine Ausbildung als Pianistin und Malerin. Die Beziehung hält, bis auf eine kurze Unterbrechung, er beginnt ein Verhältnis mit der Frau eines Freundes, ein Leben lang.
    Seinen ersten ganz großen literarischen Erfolg erlebt er noch in der Schweiz. Später kehrt er als gefeierter Dichter nach Deutschland zurück. Er wird vom preußischen König empfangen, die Audienz verläuft allerdings anders als geplant und er wird ausgewiesen. Der Autor erhält in der Schweiz das BürgerInnenrecht, läßt sich aber mit seiner Frau in Paris nieder. Er lernte Karl und Jenny Marx, Michael Bakunin, Moses Hess, George Sand, Victor Hugo und viele weitere Intellektuelle kennen.

    In der Märzrevolution eilt das Ehepaar gemeinsam mit einer kleinen bewaffneten Schar den radikaldemokratischen Kräften um Friedrich Hecker in Baden zu Hilfe. Die Revolutionäre werden geschlagen und das Ehepaar flieht 1848 in die Schweiz. Zur Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ 1863 schreibt der Autor eine Hymne auf das revolutionäre Proletariat. Das Lied wird rasch verboten und kann jahrelang nur illegal verbreitet werden.
    Nachdem 1866 eine allgemeine Amnestie für politische Flüchtlinge erlassen wird, übersiedelt die Familie wieder nach Deutschland. Er schließt sich der auf Initiative von August Bebel und Wilhelm Liebknecht gegründeten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) an. 1875 stirbt er im heutigen Baden-Baden und wird seinem Wunsch entsprechend, in der Schweiz, in „republikanischer Erde“ begraben.

  • Wie heißt der Autor?
  • Wie heißt seine berühmte Gedichtesammlung?
  • Zu welchem Lied hat er den Text verfaßt?
  • 2. „Wohin man blickt: rauchende Schornsteine, Eisenhütten!“

    Ein weiterer bürgerlicher, der ArbeiterInnenbewegung sehr verbundener Autor, der genau beobachtend, scharfzüngig, aber auch mit viel Humor Gesellschaftskritik übt, wird 1822 geboren und stammt aus der selben Stadt wie Ferdinand Freiligrath.

    1843 beginnt sein publizistisches Wirken mit Korrespondenzen und Feuilletons für die „Kölnische Zeitung“. Durch sein Eintreten für Pressefreiheit und gegen judenfeindliche Äußerungen des Bonner Stadtoberhauptes kommt es 1843 zu einem Zerwürfnis mit seinem Prinzipal. Er nimmt eine vakante Stellung in der englischen Industriestadt Bradford an. An seine Mutter schreibt er: „Wohin man blickt: rauchende Schornsteine, Eisenhütten!“

    In dieser Zeit lernt er Friedrich Engels kennen, der nicht weit entfernt, ebenfalls in einem deutschen Handelshaus, in Manchester arbeitet.
    Seine Erfahrungen über das Leben des Proletariats verarbeitet er in einer Reihe von Aufsätzen und Berichten, in denen er sowohl die Not und Rechtlosigkeit als auch den Kampf der englischen ArbeiterInnenschaft schildert.
    1848, nach Ausbruch der deutschen Revolution, erscheinen in der „Neuen Rheinischen Zeitung“ bis zu deren Verbot im Mai 1849 seine witzigen und zugleich messerscharfen Feuilletons. Die Niederlage der Revolution ist gleichbedeutend mit dem frühen Ende seiner schriftstellerischen Tätigkeit.

    Er ist nun geschäftsbedingt viel auf Reisen, die lebendigen und farbigen Schilderungen in seinen Briefen können allerdings als Fortsetzung seines literarischen Schaffens angesehen werden.

    1852 geht er nach Übersee und übernimmt eine Agentur in Westindien. Der Autor stirbt im gleichen Jahr wie Heinrich Heine. Allerdings nicht wie dieser in Paris, sondern auf einer karibischen Insel am Tropenfieber. Er wird in der dortigen Hauptstadt beigesetzt.

  • Wie heißt der gesuchte Autor?
  • Nennen Sie ein Werk des gesuchten Autors?
  • Wann stirbt er und in welcher Stadt ist er begraben?
  • 3. „Quick-Eating“ und „Short-Sleeping“

    Die vielseitige österreichische Autorin und Wahlberlinerin wird 1971 in Salzburg geboren und studiert dort Germanistik und Publizistik. Sie schreibt Kurzprosa, Essays, Romane, Hörspiele, Theatertexte und veröffentlicht Mitte der 1990er Jahre einen Roman, der sich mit dem Thema New Economie auseinandersetzt. Die Grundlage für das Buch bilden 24 von der Autorin geführte Interviews. In diesem Sittenbild des modernen Wirtschaftslebens geistern „senior associate“ und „key account managerin“, ihr workload durch „Qick-Eating“ und „Short-Sleeping“ aufrechterhaltend durch den Roman.
    Für Ihre literarische Arbeit wurde sie mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. Zuletzt mit dem Nestroy-Theaterpreis und dem Franz-Hessel-Preis.

  • Wie heißt die Autorin?
  • Wie lautet der Titel des Romans, der sich mit dem Thema „New Economie“ beschäftigt?
  • 4. Fleischwölfe

    Die Inspiration zum Titel der Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ entstammt mehreren Texten im Buch.
    Die Fleischwölfe treiben sich in Sven Köthers SiegerInnentext der 2. Stufe – „Die Frechheit“- herum.

    Und der Rest des Titels?

  • Abschließend möchten wir von Ihnen wissen, in welchen Texten der Anthologie die weiteren drei der titelgebenden Formulierungen „Wir rufen auf!, „Penner“ und „arbeitsscheues Gesindel“ vorkommen.
  • Ein Besuch auf der Site des Literaturpreises im Bereich der Texte der PreisträgerInnen der 1. Stufe und der WürdigungspreisträgerInnen kann helfen, dieses „letzte Geheimnis“ des „Duftenden Doppelpunktes“ zu lösen.

    Einsendungen sind möglich bis zum kommenden Montag, 16. Mai 2011, 21.00 Uhr.

    Ihre Antworten senden Sie bitte an das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“. Alternativ zu diesem Textlink finden Sie ganz oben im rechten Menü der Site ein E-Mail-Symbol (Postlertasche).

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