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	<title>Kommentare zu: Lili Grün &#8211; Abend</title>
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	<description>Infos aus Literatur und Wissenschaft</description>
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		<title>Von: georg schober</title>
		<link>http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2009/11/30/lili-gruen-abend/#comment-8049</link>
		<dc:creator>georg schober</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 21:46:00 +0000</pubDate>
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		<description>herzlichen dank für diese rasche und überzeugende resonanz. „alles ist jazz“ wartet seit ein paar tagen bei uns zu hause darauf, gelesen zu werden. die von ihnen zitierte kurze passage motiviert, mit dem lesen des buches lieber heute als morgen zu beginnen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>herzlichen dank für diese rasche und überzeugende resonanz. „alles ist jazz“ wartet seit ein paar tagen bei uns zu hause darauf, gelesen zu werden. die von ihnen zitierte kurze passage motiviert, mit dem lesen des buches lieber heute als morgen zu beginnen!</p>
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		<title>Von: library mistress</title>
		<link>http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2009/11/30/lili-gruen-abend/#comment-8048</link>
		<dc:creator>library mistress</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 21:02:22 +0000</pubDate>
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		<description>wow!!! Ich habe damals das Gutachten für die Straßenbenennung geschrieben und dafür die zwei Bücher von Lili Grün gelesen, die ich auftreiben konnte - &quot;Loni in der Kleinstadt&quot; und &quot;Herz über Bord&quot;. Damals habe ich sehr bedauert, dass ich sie antiquarisch nirgends finden konnte. Wie schön, dass das Buch neu aufgelegt wird! Eine meiner Lieblingspassagen:
&quot;Hedwig ohne Schminke, im Spitalskittel, mit mageren Armen, spitzen Schultern, keine Zigarette zwischen den Lippen. Es ist auf den ersten Blick zu sehen, daß Hedwig nicht die Kameliendame ist. Es ist nicht poetisch, lungenkrank zu sein, es ist nicht poetisch, in einem langen, freudlosen Spitalssaal zu liegen, zwischen hustenden, spuckenden Menschen. Es ist nicht die Krankheit, die Elli aus der schönen Literatur kennt, es ist eine arme, arme Proletarierkrankheit, es ist ein häßliches Siechtum. Keiner von ihnen wird mit ein bißchen Blut auf den Lippen und einem Lächeln sterben. Auf diesen Gesichtern steht mit großen Buchstaben: Elend, Hunger, ewige Entbehrungen. Elli möchte sich verkriechen können, um dies alles nicht sehen zu müssen. So ist das also, so!&quot; (Herz über Bord, Zsolnay 1933, S. 133 - 134).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wow!!! Ich habe damals das Gutachten für die Straßenbenennung geschrieben und dafür die zwei Bücher von Lili Grün gelesen, die ich auftreiben konnte &#8211; &#8222;Loni in der Kleinstadt&#8220; und &#8222;Herz über Bord&#8220;. Damals habe ich sehr bedauert, dass ich sie antiquarisch nirgends finden konnte. Wie schön, dass das Buch neu aufgelegt wird! Eine meiner Lieblingspassagen:<br />
&#8222;Hedwig ohne Schminke, im Spitalskittel, mit mageren Armen, spitzen Schultern, keine Zigarette zwischen den Lippen. Es ist auf den ersten Blick zu sehen, daß Hedwig nicht die Kameliendame ist. Es ist nicht poetisch, lungenkrank zu sein, es ist nicht poetisch, in einem langen, freudlosen Spitalssaal zu liegen, zwischen hustenden, spuckenden Menschen. Es ist nicht die Krankheit, die Elli aus der schönen Literatur kennt, es ist eine arme, arme Proletarierkrankheit, es ist ein häßliches Siechtum. Keiner von ihnen wird mit ein bißchen Blut auf den Lippen und einem Lächeln sterben. Auf diesen Gesichtern steht mit großen Buchstaben: Elend, Hunger, ewige Entbehrungen. Elli möchte sich verkriechen können, um dies alles nicht sehen zu müssen. So ist das also, so!&#8220; (Herz über Bord, Zsolnay 1933, S. 133 &#8211; 134).</p>
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