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Archiv für März 2009

Eugen Bartmer – „Ein später Privatier“

Dienstag, 31. März 2009
03.04.2009
19:30

„Ein später Privatier“ lautet der Titel von Eugen Bartmers Buch, das Herbst 2008 im M E L Kunsthandel erschienen ist. Wortgewaltig und eindrucksvoll liest der Autor persönlich am Freitag, 3. April 2009 um 19.30 Uhr. Wo? In Lhotzkys Literaturbuffet, Rotensterngasse 2 (Ecke Taborstraße 28), 1020 Wien.

Hören Sie sich das an!

Wer schon vorher Eugen Bartmer lauschen will oder am 3. April nicht dabei sein kann, hier Eugen Bartmer liest Eugen Bartmer reinhören.

Sherlock-Holmes-Schreibwettbewerb

Montag, 30. März 2009

Unveröffentlichte Geschichten mit Bezug zu Sherlock Holmes

Folgende Rahmenbedingungen müssen beachtet werden:
Die Geschichte muss einen Bezug zu Sherlock Holmes haben
Die Geschichte darf nicht mehr als 15.000 Zeichen umfassen
Einsendeschluss ist der 20. April 2009
Einsendungen können als .rtf- oder .doc-Datei per Email an verwaltung@sherlock-holmes-kurier.de oder per Post

Die Ausschreibung finden Sie im Sherlock-Holmes-Kurier

Edgar Allan Poe

Montag, 30. März 2009

Heuer jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe.

Zum Nachhören

Vorleser.net – Edgar Allen Poe (kostenlose Hörbücher)

Die Gefühlskonserve – Drei kostenlose Edgar Allem Poe Hörbücher

Zum Nachlesen

Projet Gutenberg.de – Edgar Allan Poe

Zeno.org – Edgar Allan Poe

Translations of The Raven – German

Das Plagiat, als eine schöne Kunst betrachtet. Poe, Pym und allerlei Kopisten. Ein Beitrag von Hans Schmid in TELEPOLIS

Englischsprachige Sites

A Poe Webliography: Edgar Allan Poe on the Internet by Heyward Ehrlich

Essays über Poes Leben und Werk

Online-Wörterbuch zur Umwelt

Montag, 30. März 2009

Sie wollten immer schon wissen was ein „lömsk flugsvamp“ ist?
Diese und zirka 80.000 weitere spezielle Fachausdrücke aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz übersetzt dasOnline-Wörterbuch zur Umwelt in neun verschiedene Sprachen.

Via Umweltbibliothek.de

Kirchenkrimis

Sonntag, 29. März 2009

Alle lieferbaren Kirchenkrimis und historischen Romane des Knecht Verlages können kostenlos aus dem Netz heruntergeladen werden: Der zerrissenen Rosenkranz, Teufelswasser, Und führe mich nicht in Versuchung…

Via Archivalia

Digitaler Lesesaal

Samstag, 28. März 2009

ALEX ist der digitale Lesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek für Gesetze. Hier kann in historischen österreichischen Rechts- und Gesetzestexten online geblättert, gelesen und auch gesucht werden.

Das Angebot wurde nun wesentlich erweitert.

Neben den deutschsprachigen Reichsgesetzblättern werden nun auch die Reichsgesetzblätter der Jahre 1870 bis 1918 in den Sprachen Italienisch, Polnisch, Romanisch, Ruthenisch, Tschechisch, Serbokroatisch und Slowenisch angeboten.

Ausserdem ist die Landesgesetzgebung der Kronländer der Habsburger Monarchie online: Böhmen, Bukowina, Bosnien und Herzegowina, Galizien, Kroatien und Slavonien, Küstenland und Triest, Lombardei, Serbische Wojwodschaft und den Temeser Banat, Venedig sowie Ungarn stehen grossteils zur Verfügung und werden laufend vervollständigt.

Österreichische Nationalbibliothek

Das Rechtsinformationssystem (RIS) bietet das aktuelle Österreichische Recht: Bundesrecht, Landesrecht, Gemeinderecht, EU-Recht, Judicatur, Erlässe

Jüdisches Schrifttum

Freitag, 27. März 2009

Unter dem Titel „Die Bibliothek der Diaspora“ widmete sich „Der Standard“ in seiner Wochenendausgabe vom 7./8.März 2009 dem Projekt der Frankfurter Universitätsbilbiothek, die größte europäische Bibliothek jüdischen Schrifttums herzustellen – virtuell, im Internet.

Mehr als 100 jüdische Zeitungen und Zeitschriften aus dem deutschsprchigen Raum (1806 – 1938) sind nun via Internet zugänglich. Eine unter vielen ist die Zeitschrift Kreatur. In dieser Kulturzeitschrift der Weimarer Republik finden Sie beispielsweise einen Aufsatz von Martin Buber über Mahatma Gandhis Politik im damals noch britisch regierten Indien oder einen Aufsatz Walter Benjamins über Moskau.

Die Zeitungen und Zeitschriften sind allerdings nur ein Bereich des seit über 10 Jahren von der Judaica-Abteilung der Frankfurter Universitätsbibliothek umgesetzten Projekts. Sie verfügt auch über die größte Sammlung wissenschaftlicher Literatur zu den Themen Judentum und Israel in Deutschland.

Compact Memory – dem Wissenschaftsportal für Jüdische Studien. Über 100 jüdische Periodika zwischen 1806 und 1938.

Die Judaica-Sammlung der Universitätsbibliothek Frankfurt/M. entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch großzügige Spenden Frankfurter Juden. Ihr langjähriger Leiter, Prof. Dr. Aron Freimann, baute sie bis 1933 zur umfangreichsten und bedeutendsten Spezialsammlung des europäischen Kontinents aus. Die Sammlung mit ihren ca. 18.000 Titeln umfasst die gesamte historische Literatur zur Wissenschaft des Judentums bis 1933.

Via Judaica-Frankfurt

Jiddische Drucke: Rund 800 wertvolle Bücher aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main

DER KRANKE HASE

Donnerstag, 26. März 2009

VERRÜCKT NACH LINZ

Normalerweise macht es sich der kranke Hase in der Linzer Grottenbahn gemütlich. Dort umsorgen ihn die Zwerge liebevoll. Zur Zeit wird er allerdings von seiner Schwester vertreten, denn der kranke Hase ist den Pöstlingberg hinuntergehoppelt und in Linz untergetaucht.
Aufgetaucht ist er wieder im Rahmen von Linz 09 als Kunstfigur, die Normen hinterfragt und zur Diskussion stellt.

Kunstraum Goethestraße – „Homebase des Kranken Hasen“
Blog – Der kranke Hase // verrückt nach Linz
Linz 09
Linzer Pflasterspektakel

Alfred Hirschenberger

Mittwoch, 25. März 2009
08.04.2009
19:00

Buchpräsentation

Alfred Hirschenberger: Die Welt, ein System von Annahmen. Eine lustvolle Hinterfragung des Systems „Kapitalismus“. trafo Wissenschaftsverlag.

Wann: 8. April 2009 / 19 Uhr
Wo: Rotpunkt – 1050, Reinprechtsdorferstraße 6

„Es ist nicht zu überhören, täglich berichtet die Presse: Riesengewinne der Konzerne, enorme Abfindungen für gekündigte Manager, Nahversorgung schwindet, Betriebe wandern ab, Teuerungswelle.“ So Alfred Hirschenberger in seinem neuen Buch „Die Welt, ein System von Annahmen – Eine lustvolle Hinterfragung des System Kapitalismus“.

RAPHAEL VOGT – DIE TIEFE DES BECKENS – TEIL 3

Mittwoch, 25. März 2009

Am Beckenrand

Ich betrachte mein Auto in der Schrottpresse. Eine nackte Glühbirne schaukelt an einem langen Kabel über meinem Kopf hin und her und bewegt dessen Schatten hinter sich, während das Auto unter Krächzen gestaucht wird und sich der Bug nun allmählich nach oben aufbäumt. Der Fahrgastraum schrumpft unter dem Gestöhn der sich biegenden Bleche, bis er schließlich ganz verschwindet. Ein letztes Rumpeln, gefolgt vom Flackern der Glühbirne. Mein Auto ist zu einem fast quadratischen, tonnenschwerem Klotz geworden. Ich fühle das starke Bedürfnis, umgehend die Halle zu verlassen.

„Oft legt sie ihren Kopf auf meinen Bauch, einen Arm um die Schulter …“, begann ich zu erzählen, „ … dann sagt sie `ich bin müde, komm gehen wir ins Bett. `Ich daraufhin `Ich komme gleich. Nur noch ein bisschen …` und sie `das kenne ich schon, du kommst frühestens in drei, vier Stunden.` Und wenn das Gefühl schön ist, so schön, dass es dem nachzugeben lohnenswerter erscheint als die weitere Betäubung durch das nächtliche Fernsehprogramm, folge ich ihr sogleich ins Schlafzimmer. Ansonsten verbringe ich tatsächlich oft noch drei bis vier Stunden am Computer oder auf der Couch vor dem Fernseher.“

„Wir hatten jahrelang sexuelle Probleme, genau genommen sogar die ersten fünf Jahre unserer Beziehung. Wir waren schon verlobt, als meine Zweifel an unserer Beziehung so groß wurden, dass ich mich wie in eine Falle geraten fühlte, bei lebendigem Leib unausweichlich dem absoluten Stillstand ausgeliefert zu sein. Ich war in der Zwickmühle, wollte sie weder heiraten, schaffte es aber schon gar nicht, den Gedanken zu Ende zu denken, wie es wäre, wenn ich sie verlassen würde.“

„Und?“

„Na ja, ich bin bei ihr geblieben. Wir sind nun seit neun Jahren glücklich verheiratet und haben zwei liebe, gesunde Kinder. Ich bin sehr erfüllt und zufrieden.“

„Ihr habt wohl an Euch gearbeitet?“

„Viel einfacher, als ich mir damals hätte träumen lassen – wir haben unser eigenes Leben zurück erobert. Jeder geht seinen eigenen Weg, ohne dass wir uns dabei aus den Augen verlieren würden. Es reicht schon, sich mal einen Tag lang nicht zu sehen und ein paar eigene Stunden und Interessen für sich zu haben. Ich habe gelernt, gewisse Gefühle und Gedanken für mich zu behalten und nicht mehr alles zu zerreden.“

„Aber die meisten Paare reden doch eher zu wenig miteinander.“

„Wir sicher nicht. Ich habe auch nicht damit aufgehört, etwas von mir mitzuteilen. Ich habe nur das Wie verändert. Ich lasse einfach alles Unwesentliche weg und bringe meine Gedanken, Wünsche, Empfindungen und Anliegen schnell auf den Punkt. “

„Eure Beziehung ist also wesentlicher geworden?“

„Wir sind wesentlicher geworden. Das macht die Beziehung interessanter. Wir interessieren uns wieder füreinander. Wenn man sich im Streit, im Stillstand befindet, vollkommen auseinandergelebt hat, so kann man sich oft gar nicht vorstellen, wie, bzw. dass überhaupt eine, auch nur die geringste, Möglichkeit besteht, sich wieder aufeinander zu bewegen zu können und einander neu zu begehren.“

„Die meisten Paare brechen in großen Krisen aus, suchen sich einen anderen Partner …“

„Nun ja, ich würde nicht sagen, dass das die Meisten in dieser Situation tun … es ließe sich jedoch sicher so manches mal vermeiden. Sexualität hat viel mit Illusion zu tun. Liebe aber bedarf der Auflösung von Illusionen, um zu wachsen. Das ist erst einmal ein Paradoxum.“

„Tatsächlich?“

„Aber lösbar. Es ist ein Wechselspiel aus Beidem. Anziehung und Abstoßung, Liebe und Sex, ich und wir, Nähe und Distanz.“

Ich weiß noch nicht, wem ich den Dialog zuordnen werde, aber er klingt – wie ich finde – nicht völlig uninteressant.

Ich begann die Arbeit an „die Tiefe des Beckens“, nachdem ich die dritte Woche als Aufsicht in einem kleinen Schwimmbad hinter mich gebracht hatte. (Mehr jedoch müsste man sagen, zwängte sich mir der Text so nach und nach geradezu auf. Nachts nach dem Spätdienst konnte ich keine Ruhe finden, so dass ich mich gewollt unbemerkt aus Rebeccas erschlaffter Umarmung wand, um mich, nur mit der Unterhose bekleidet, vom Bett an den Schreibtisch zu schleichen.)

Und schon am ersten Arbeitstag im Schwimmbad befand ich, von Leuten umgeben zu sein, die nicht geübt darin zu sein schienen, weit über den Beckenrand hinauszublicken.

Die einzelnen Teile werden im „Duftenden Doppelpunkt im Abstand von 14 Tagen veröffentlicht. Schreiben Sie Raphael Vogt Ihre Meinung zu seinem Text.

RAPHAEL VOGT – DIE TIEFE DES BECKENS – Teil 1

RAPHAEL VOGT – DIE TIEFE DES BECKENS – Teil 2

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