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Archiv für Januar 2009

BUCHPRÄSENTATION

Freitag, 30. Januar 2009
09.02.2009
18:30

FEMALE SCIENCE FACTION RELOADED

Wann: 9. Februar 2009 um 18:30
Wo: im Böcklsaal (Karlsplatz 13, altes Hauptgebäude der TU 1. Stock) der TU Wien

Am 7. Februar von 20 – 21 Uhr sind auf Radio Orange in der Sendung Radio Widerhall Karin Ballauff und Helga Gartner als Herausgeberinnen zum Buch und zum Lise Meitner Literaturpreis zu hören.

Die 1968 verstorbene österreichische Physikerin Lise Meitner stand Patin für den gleichnamigen, 1994 gegründeten Literaturpreis, der Autorinnen die Möglichkeit bietet, abseits der gängigen Klischees das Verhältnis von Frauen und Technik neu zu denken. Der Lise Meitner-Literaturpreis bietet Raum für besonders hellhörige, spitzfindige, provokante und weitsichtige Perspektiven auf das Thema Geschlecht in Naturwissenschaft und Technik.

Der nun vorliegende Sammelband beinhaltet die 2003, 2005 und 2007 ausgezeichneten Arbeiten sowie weitere elf Texte von österreichischen, deutschen und Schweizer Autorinnen (Augustin-Huber Anita, Beisiegel Anja, Brauner Christine, Curtius Mechthild E., Diehl Christina, Hager Elisabeth R., Krüger-Sklenicka Ilse, Mandelartz Lisa, Mitterbacher Doris, Nekolny Carina, Öllinger Petra, Rotenburg Uta, Schachinger Marlen, Unterholzner Angelika, Vasik Monika).

Die Autorinnen bedienten sich der unterschiedlichsten Genres. Es finden sich in diesem Band unter anderem historische Biografien, Science-Fiction, aber auch Geschichten, die Elemente aus Krimis oder Thrillern mit utopischen Ansätzen verweben, sprachexperimentelle Texte ebenso wie erfrischend humorvolle Erzählungen. Die Texte queren stereotype Eindimensionalität und fördern so den kritischen Diskurs über geschlechtsspezifische Zusammenhänge in den Naturwissenschaften und in der Technik.

FEMALE SCIENCE FACTION RELOADED
Ballauff/ Gartner/ Hofmann/ Nussbaumer (Hg.)
Ausgewählte Erzählungen
ISBN 978-3-85371-296-2, br., ca. 208 S., ca. 15,90 Euro, 29.- sFr.

Lise Meitner Preis

Buchliebling-Wettbewerb 2009

Freitag, 30. Januar 2009

Das 64-seitige Buchliebling-Magazin ist in den österreichischen Buchliebling-Partnerbuchhandlungen kostenlos erhältlich

Neben den allgemeinen Seiten zum Wettbewerb ist das Magazin entsprechend den Preis-Kategorien aufgebaut, zu denen es redaktionelle und produktspezifische Beiträge gibt. Die inhaltliche Ausrichtung für Erwachsene bzw. Kinder und Jugendliche hält sich die Waage.

Zum Buchliebling-Magazin (Übersicht und Download-Möglichkeit)

Via Buchliebling

Der Islam in Österreich

Freitag, 30. Januar 2009

Der Soziologe und Islamwissenschafter Mouhanad Khorchide kommt in einer schriftlichen Umfrage im Rahmen seiner Dissertation zu folgendem Ergebnis:

Von den 199 befragten ReligionslehrerInnen erhielt er zu folgenden Fragen zwischen 14% und 28% Zustimmung.

  • Ich lehne Demokratie ab, weil sie sich mit dem Islam nicht vereinbaren lässt. 22%
  • Ich sehe einen Widerspruch zwischen Muslim sein und Europäer sein. 28%
  • Der Islam verbietet die Teilnahme an Wahlen in Österreich. 14%
  • Ich lehne die österreichische Verfassung ab, weil sie im Widerspruch zum Islam steht. 15%
  • Der Islam verbietet die Teilnahme an der Österreichischen Kultur (Theater, Kunst). 17%
  • Ich lehne die Menschenrechtserklärung ab, weil mit dem Islam nicht vereinbar. 27%
  • 37% der heute tätigen Religionslehrer haben keine theologische, 41% keine pädagogische Ausbildung
  • Quelle: Die Presse vom 28. 01. 2009

    „Der Standard“-Interview mit Mouhanad Khorchide vom 28. 01. 2009 „Ein liberaler Imam macht sich Feinde“

    „Die Presse“-Interview mit Mouhanad Khorchide vom 15. 11. 2007 „Vertuschen von Problemen hilft Muslimen nicht“

    Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich

    Islam ReligionsslehrerInnen

    Wikipedia – Islam in Österreich

    Siehe auch den Hineis auf das Buch John Bunzl/Farid Hafez (Hrsg.), Islamophobie in Österreich. Studienverlag, 224 Seiten, € 24.90/sfr 42.90
    Mit Beiträgen von: Chris Allen, Matti Bunzl, Farid Hafez, Gudrun Harrer, Susanne Heine/Marianne Pratl, Jana Kübel, Rüdiger Lohlker, Christa Markom/Heidi Weinhäupl, Richard Potz, Karim Saad, Brigitte Schinkele und Barbara Sonnleitner.

    INTEGRATION

    Freitag, 30. Januar 2009

    Ein Vergleich: Deutschland – Österreich

    Deutschland

    Ungenutzte Potenziale. Zur Lage der Integration in Deutschland. Studie des Berlin-Institutes für Bevölkerung und Entwicklung zum Thema Integration.

    Eine Studie, wie die kürzlich in Deutschland veröffentlichte, fehlt in Österreich. Die vorhandenen Daten legen allerdings nahe, daß die Situation in Österreich ähnlich ist. 1,4 Millionen Menschen haben in Österreich Migrationshintergrund. Das heißt, sie oder ein Elternteil wurden nicht in Österreich geboren. Quelle Statistik Austria.

    Österreich

    ExpertInnenbeiträge zu Fragen der Integration (Österreichischer Integrationsbericht)

    Österreichische Akademie der Wissenschaften. KMI Working Paper Series, Working Paper Nr: 13. Migrations- und Integrationsberichte – ein Strukturvergleich Österreich-Deutschland

    Kurier vom 26.01.08: Ausländer in Österreich: Herkunft, Bildung, Arbeitslosigkeit (ein statistischer Überblick)

    Beratungszentrum für MigrantInnen

    Literaturhinweis:
    Hg. Heinz Fassmann, 2. Österreichischer Migrations- und Integrationsbericht 2001 – 2006, Inhaltsverzeichnis, 471 Seiten, Drava Verlag 2007.

    Im „Duftenden Doppelpunkt“ finden Sie im Beitrag „Österreichischer Integrationsbericht“ eine Reihe von Links zu den Themen Migration, Asyl und Integration und unter dem Titel „Multikulturelle Bibliotheksarbeit“ gibt es neben Hinweisen auf Praxistipps, Fortbildungen und Projekte ein umfangreiche Liste mit Medientipps:

    Raoul Schrott

    Donnerstag, 29. Januar 2009

    Ein Gespräch mit Raoul Schrott. Über die Aktualität der Ilias, Homers Heimat und die Aufgabe der Literatur als Vermittlerin zwischen den Kulturen. Ab dem 24. Jänner 2009 für drei Monate allen Interessierten im Internet via „junge Welt“ frei zugänglich.

    Hanser verlag – Ilias, Übertragen von Raoul Schrott

    Wikipedia – Raoul Schrott

    exil-literaturpreise

    Donnerstag, 29. Januar 2009

    „schreiben zwischen den kulturen“ 2009

    ein literaturwettbewerb zur förderung der literatur von migrantInnen und von angehörigen ethnischer minderheiten in österreich

    ein projekt von exil – zentrum für interkulturelle kunst und antirassismusarbeit in kooperation mit dem verein kulturzentrum spittelberg, der grazer autorInnenversammlung und den wiener wortstaetten

  • 1. preis: € 3.000,- (prosa von autorInnen mit migrationshintergrund)
  • 2. preis: € 2.000,- (prosa von autorInnen mit migrationshintergrund)
  • 3. preis: € 1.500,- (prosa von autorInnen mit migrationshintergrund)
  • yrikpreis: € 1.500,- (autorInnen mit migrationshintergrund)
  • preis für autorInnen mit deutsch als erstsprache: € 1.000,-
  • preis für texte von teams und schulklassen: € 1.000,-
  • preis für texte jugendlicher autorInnen (bis zum vollendeten 20. lebensjahr): € 1.000,-
  • preis für theatertexte (drama): € 2.000,- (gefördert von wiener wortstaetten)
  • teilnahmeberechtigt sind personen, die seit mindestens einem halben jahr in österreich leben. alle arbeiten müssen in vierfacher ausfertigung und in deutscher sprache eingereicht werden, vom autor oder der autorin selbst in deutscher sprache verfasst und bis zum zeitpunkt der einreichung unveröffentlicht sein.

    alle dichtungsgattungen sind zugelassen.
    die texte sollen den umfang von zwanzig maschinschreibseiten nicht überschreiten und sich im weitesten sinne mit den themen integration oder assimilation, identität oder leben zwischen kulturen auseinandersetzen. ein blatt mit kurzbiographie und bibliografie, ein foto der autorin oder des autors sowie adresse, telefonnummer und email-adresse (bei schulklassen der lehrkraft) müssen beiliegen.

    einsendeschluss (prosa, lyrik, drama): 30. april 2009
    einsendeschluss (schulprojekte, jugendtexte): 30. juni 2009
    einsendungen an: exil, kennwort „exil-literaturpreise“

    exil – zentrum für interkulturelle kunst und antirassismusarbeit, stiftgasse 8 – 1070 wien – tel. 0699-123-444-65

    Siehe auch den Beitrag Exil Jugendliteraturwettbewerb

    exil-jugend-literaturwettbewerb 2009

    Donnerstag, 29. Januar 2009

    im rahmen des seit 12 jahren vergebenen exil-literaturpreises „schreiben zwischen den kulturen“ ist auch ein preis für teams und schulklassen und ein preis für einzeleinreichungen jugendlicher autorInnen ausgeschrieben.

  • preis für texte von teams und schulklassen: € 1. 000,-
  • preis für texte jugendlicher autorInnen (einzeleinreichung): € 1. 000,-
  • teilnahmeberechtigt sind jugendliche bis zur vollendung des 20.lebensjahres, die seit mindestens einem halben jahr in österreich leben. alle arbeiten müssen in 4-facher ausfertigung und in deutscher sprache eingereicht werden und bis zum zeitpunkt der einreichung unveröffentlicht sein. sie sollen den umfang von zwanzig maschinschreib-seiten nicht überschreiten und sich im weitesten sinne mit den themen integration, identität, fremd- oder anderssein oder leben zwischen kulturen auseinandersetzen. alle dichtungsgattungen sind zugelassen.

    ein blatt mit kurzbiografie der autorin oder des autors bzw. mit infos zum team sowie mit adresse, telefonnummer und email-adresse muss beiliegen.

    die jugendpreise und preise für teams und schulklassen werden von der jury zusammen mit einem jugend-jurorInnenteam vergeben, das in kooperation mit dem schülerInnen-Standard nominiert wird.

    jugendliche und lehrkräfte sind herzlich zur teilnahme am exil-literaturwettbewerb eingeladen!

    einsendungen an exil, stiftgasse 8, 1070 wien, kennwort „exil-literaturpreis“ einsendeschluss: 30. juni 2009
    die preise werden im rahmen eines festaktes im herbst 2009 im amerlinghaus verliehen. die texte der preisträgerInnen werden in einer anthologie der edition exil im herbst 2009 veröffentlicht.
    ein projekt von exil, zentrum für interkulturelle kunst und antirassismusarbeit, stiftgasse 8 1070 wien tel. 0699/123 444 65

    in kooperation mit derStandard und der gav und dem verein kulturzentrum spittelberg

    SCHREIBWORKSHOP

    Mittwoch, 28. Januar 2009
    14.02.2009
    18:00bis23:00

    Dritte Duftende Doppelpunkt Schreibnacht mit Petra Öllinger

    Auch bei der dritten Schreibnacht lassen wir uns vom nächtlichen Treiben drinnen und draußen zu literarischem Tun inspirieren.

    Datum und Uhrzeit: Samstag, 14. Februar 2009 von 18.00-23.00 Uhr.
    Preis: 27,- Euro inkl. Material und Verpflegung.
    MindestteilnehmerInnenzahl: 4 Personen
    Maximale TeilnehmerInnenzahl: 8 Personen

    Anmeldung und Veranstaltungsort: Petra Öllinger, 1060 Wien, Garbergasse 18/2, Tel.: 01/597 75 54, E-Mail: Petra Öllinger

    Der Dreischneuß

    Mittwoch, 28. Januar 2009

    Für die Nr. 21 der Literaturzeitschrift „Der Dreischneuß“ werden Beiträge zum Thema Labyrinthe gesucht.

    Gesucht: Gedichten und Geschichten
    Einsendeschluß: 15. 3. 2009 .

    Nähere Infos finden Sie auf der Seite Dreischneuß – Ausschreibung.

    Mehr zum Thema Literaturzeitschriften und Anthologien erfahren Sie im „Duftenden doppelpunkt“ hier.

    Wiens grüne Arena, der Prater

    Dienstag, 27. Januar 2009

    Wo Fuchs und Hase einander grüßen

    Warum in die Ferne schweifen, liegt der Urwald doch so nah. Wie nah (auf den Wiener Raum bezogen) und wie „urwaldig“, zeigt Peter Sehnal, umtriebiger Wiener Zoologe, der unter anderem an verschiedenen Naturfilmproduktionen mitwirkte.

    In seinem Band „Wiens grüne Arena, der Prater“ wird, abseits von Liliputbahn, Praterallee-Laufstrecke, Wurstelprater und Stadionbad, ein grünes (teilweise sogar für eingefleischte PraterspazierInnen unbekanntes) Juwel sichtbar. In mehreren Abschnitten nähern sich die Lesenden und Schauenden dem ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet. Ein Teil bietet einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung des Praters, ein anderer gibt Einblick in dessen Nutzung und Aktivitäten. Ein interessanter Abstecher führt zu den Praterateliers – fünf Gehminuten von der U2-Station entfernt. Sie sind die letzten „steinerne Zeugen“ der Weltausstellung 1873. Ein Teil davon wird noch immer als Bildhauer-Atelier genutzt.

    Ein weiterer Abschnitt widmet sich dem Rhythmus der Tiere und Pflanzen im Laufe der Jahreszeiten. Es ist faszinierend, daß (beinahe) mitten in einer Großstadt eine vielfältige „Urwald“-Landschaft erhalten geblieben ist: Totholzgebiete sind beispielsweise für Sumpfschildkröten oder Ringelnattern wunderbare Lebensräume. Füchse im Unterholz sind keine Seltenheit. Waschbären rascheln im Laub und neben Eichkätzchen erklimmt schon mal ein Marder einen Baum.

    Peter Sehnal faßt in Bilder, was Adalbert Stifter in seiner Beschreibung des Praters in Worte gefaßt hat:„ … aber im Laufe der Zeit zu einem reizenden Gemisch geworfen von Wiese und Wald, von Park und Tummelplatz, von menschenwimmelndem Spazierplan und stillster Einsamkeit, von lärmendem Kneipegarten und ruhigstem Haine.“ *

    Das Buch lädt dazu ein, sich auf eine Pirsch durch Europas größte Parklandschaft zu begeben. Hilfreich für „PratereinsteigerInnen“ ist die Abbildung einer Wanderroute im Buch. Die Fotos darin (einziger Wermutstropfen: deren manchmal etwas gedrängt wirkende Platzierung auf den Seiten) sind Anreiz, selbst die Kamera zu zücken, um weitere unbekannte Plätze zu entdecken. Zum Beispiel einen jener Orte, wo sich Fuchs und Hase guten Morgen und guten Abend sagen.

    Petra Öllinger

    Cover: Peter Sehnal - Wiens grüne Arena, der Prater

    Peter Sehnal – Wiens grüne Arena, der Prater.
    Herausgegeben gemeinsam mit ORF „Universum“ und dem Naturhistorischen Museum Wien.
    Folio Verlag Bozen, Wien 2008. 144 Seiten, € 29,80 (A).

    Über Peter Sehnal

    Bereich: Bildband – Natur

    * Quelle: Adalbert Stifter – Aus dem alten Wien. Aus der Reihe Wiener Bücherei. Band 12. Wilhelm Frick Verlag, Wien, 1943.

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