Auf den Punkt gebracht.
Beratung für wissenschaftliches Schreiben
am 16. Mai und am 6. Juni 2013.

Hier geht's zu den Detailinformationen.

Sommer-Schreibwerkstatt „Zauberpflanzen und Märchengemüse“

14. Mai 2013 von eag

Zauberpflanzen und Märchengemüse

Sommer-Schreibwerkstatt in Wien mit Petra Öllinger
in Kooperation mit „Der Duft des Doppelpunktes“ – Kultur- und Wissenschaftsinitiative.

Datum und Uhrzeit:
Donnerstag, 15. August 2013 (Feiertag) von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag, 16. August 2013 von 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 19.00 Uhr
Samstag, 17. August 2013 von 10.00 bis 14.00 Uhr

Ort: Seminarraum Garbergasse 18. 1060 Wien.
Preis: € 245.- /Person
Frühbucher/in-Bonus: bei Anmeldung und Bezahlung bis 3. Juni 2013: € 210.-/Person

Wir begeben uns auf eine literarische Spurensuche zu (Heil-)Pflanzen in Geschichten, Märchen und Sprichwörtern – und erfahren auch Wissenswertes über die praktische Anwendung von Kräutern. Wir entdecken unsere Lieblingspflanzen und setzen uns mit ihnen kreativ und schreibend auseinander. Im Rahmen einer kleinen Exkursion* erleben wir die Pflanzenwelt mit allen Sinnen. Das anschließende Picknick, bei dem wir das erworbene Wissen literarisch „verarbeiten“, rundet das Programm ab.

An diesem Wochenende probieren wir verschiedene Schreibimpulse aus, zum Beispiel:
• Artemis und Gundelrebe: Woher die Pflanzen ihre Namen haben
• Mein persönliches Kräutermärchen
• Pflanzen-Zauber-Sprüche
• Von geheimen Gärten
• Fruchtige Gedichte

Weitere Informationen, Anmeldung etc. finden Sie hier.
Oder senden Sie ein E-Mail an Petra Öllinger .

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

„Entartete Kunst“ – Vortrag Werner Lang

13. Mai 2013 von wela

Im Rahmen der Vortragsreihe Vom Kitsch bis zur Elitekunst. Populäre Vorträge mit Beispielen und Diskussionen zu den Künsten wird Werner Lang vom Redaktionsteam „Duftender Doppelpunkt“ zum Thema 80 Jahre „Entartete Kunst“ referieren.

Wann: Mittwoch, 19. Juni 2013 um 19.00 Uhr.
Wo: Intensivstation, Josefstädter Straße 53, 1080 Wien.

Der Eintritt ist frei.

Alle Interessierten, die am 19. Juni nicht dabei sein können, haben hier die Möglichkeit, einen Auszug aus dem Vortrag (nach-)zulesen.

Der Ausstellung „Entartete Kunst“ im München des Jahres 1937 gingen bereits einige Ausstellungen voraus, in denen die Moderne Kunst als „entartet“ präsentiert wurde.

Im Anschluss wurde eine Wanderausstellung konzipiert, die ebenfalls den Titel „Entartete Kunst“ trug. Sie machte zwischen 1938 und 1941 in verschiedenen Städten im Deutschen Reich Station.

1937 fand, ebenfalls in München, die erste „Große Deutsche Kunstausstellung“ im „Haus der Deutschen Kunst“ statt. In ihr wurden Künstler, die das Kunstverständnis des Nationalsozialismus repräsentierten, vorgestellt.

Bereits im Buch „Kunst und Rasse,“ von Paul Schultze-Naumburg aus dem Jahre 1928 werden auf einer Doppelseite expressionistische Malerei und Fotografien von behinderten Menschen gegenübergestellt.

Die Präsentation der Behinderung macht die Schaulust Ausstellungsführer „Entartete Kunst“ , in der sich Interesse und Diskriminierung mischen, zu einer ästhetischen Affäre.
Hier klicken und weiterlesen »

Beiträge vor einem Jahr:
Blockupy in Frankfurt

Brillis Wort zum Montag

13. Mai 2013 von bp

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Geschwistertag

Für die liebe Mutti. Du bist die Beste. Alles Gute zum … Sie haben es erraten: Muttertag. Hoch lebe der Blumenstrauß. Hoch lebe das Selbstzusammengebastelte. Hoch leben die Pralinen („Pfoten weg vom Krokant, Brilli!“).
Warum gibt es eigentlich keinen Geschwistertag? Oder einen Tag der liebsamen Verwandten? Schwestern, Brüder, Cousinen, Neffen, Tanten – für alle jeweils einen Jubeltag. Verdient hätten sie ihn sich allemal. Meine Schwestern, Brüder, Cousinen, Neffen, Tanten; ganz besonders das sanftmütige Schafi, der tollkühne Athos, der noble Henry, die führungsstarke Hera, die lautstarke Zwetschke – und der altersweise Wolf. Wegen ihm haben sich die Hauskaspars sogar mit dem Hotelpersonal angelegt. Der Mann, der Wolf damals mit einem Gartenschlauch verdreschen wollte, hatte nicht mit dem sehr! energischen Eingreifen der beiden gerechnet. So toben und schimpfen habe ich sie seither nie wieder gesehen oder gehört. Was waren wir für ein Rudel! Damals, am griechischen Strand. Einer für alle, alle für einen. Damals, als die Hauskaspars Zwetschke und mich vor dem kommenden schneereichen und in dieser Gegend sehr, sehr kalten Winter retteten. Damals, als die beiden unsere Schwestern, Brüder, Cousinen, Neffen, Tanten in liebevollen Zweibeiner-Familien unterbrachten. Fast alle. Wolf und Athos sind zurückgeblieben, damals. Wolf meinte, er fühle sich schon zu alt für einen Umzug und Athos plante noch einige Abenteuer in südlichen Gefilden.

Wenn ich an die zwei denke, drückt es mich manchmal schon ganz heftig im Bauch. Und das liegt sicher nicht am gemopsten Krokant, den ich an dieser Stelle speziell den beiden, Wolf und Athos, widme.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

Beiträge vor einem Jahr:
Blockupy in Frankfurt

80 Jahre Bücherverbrennung – Literaturquiz Teil 8

8. Mai 2013 von eag

Die Quizfragen:

  • Wie heißt die Autorin?
  • Wie lautet der Titel ihrer 1926 veröffentlichten Autobiografie?
  • In welchen Ländern arbeitet Sie von 1922 – 1945 als Diplomatin?

Antworten bitte an: Literaturblog Duftender Doppelpunkt

Unter allen richtigen Einsendungen werden einige Bücher verlost.

Erinnerung: Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftenden Doppelpunkt.

Einsendeschluss: Dienstag, 21. 05. 2013 um 12:00 Uhr.

Alle bisherigen Fragen, Antworten und die das Quiz begleitenden Beiträge finden Sie auf der Seite „Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933?.

***

Auch fremdsprachige Literatur, die in deutscher Übersetzung vorliegt, wird im Zusammenahng mit der Bücherverbrennung von den NationalsozialistInnen keineswegs übersehen. Wenn ein solches Werk in ihren Augen als sozialistisch/kommunistisch, pazifistisch oder jüdisch gilt und vom Publikum gerne gelesen wird, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den „Schwarzen Listen“ des Bibliothekars Wolfgang Herrmann zu finden und geht auf den Scheiterhaufen des Jahres 1933 in Flammen auf.

Mit 21 AutorInnen auf der Liste sind die sowjetischen AutorInnen am stärksten betroffen: In Herrmanns Zusammenstellung steht beispielsweise Maxim Gorki (1868 – 1936), der „Übervater“ der sowjetischen Literatur. Oder Isaak Babel (1894 – 1940), der Autor des Erzählzyklus „Die Reiterarmee“. Darin verarbeitet er seine Erfahrungen als Korrespondent während des russisch-polnischen Krieges (1920/21). Oder Ilja Ilf (1897 – 1937), der Autor des, gemeinsam mit Jewgeni Petrow verfassten, wunderbaren satirischen Romans „Zwölf Stühle“.

Gesucht wird diesmal allerdings kein Mann, sondern eine 1872 in der Hauptstadt des Zarenreiches geborene Frau. Jahre später schreibt sie über diesen Moment Folgendes:

Das literarische Rätsel

„Am 19. März 1872 wurde in Sankt Petersburg, Sredna-Podjatscheskaja-Straße 5, im ersten Stock eines Privathauses der Familie des Militärintendanten Michail Alexejewitsch Domontowitsch ein Mädchen geboren, blauäugig wie ihre Mutter Alexandra Alexandrowna. Das Mädchen sollte den Namen Marija bekommen, dann überlegte man es sich jedoch anders und nannte es Schura. Dieses Mädchen bin ich.“

Sie wird von Gouvernanten und Hauslehrern erzogen und erhält eine umfassende Bildung. Mit 21 heiratete sie ihren Cousin. Ein Jahr später wird ihr Sohn geboren. Sie beginnt sich im Bereich der ArbeiterInnenbildung zu engagieren und nimmt Kontakt zu revolutionären Kräften auf.

1998 trennt sie sich von ihrem Mann. Über ihn schreibt sie: „Ich rebellierte gegen den ‚Tyrannen‘, wie ich meinen schönen und geliebten Mann nannte … Ich sagte jedermann, ich sei ‚furchtbar glücklich‘. Und doch war mir, als würde mich dieses ‚Glück‘ irgendwie einzwängen. Ich aber wollte frei sein.“

Nach einem Aufenthalt in Zürich, sie nutzt ihn zum Studium der Nationalökonomie und Soziologie an der dortigen Universität, kehrt sie bereits 1899 wieder nach Russland zurück. Sie engagiert sich politisch und setzt sich insbesondere für die Rechte der Frau ein. Einem drohenden Prozess bzw. der Verbannung nach Sibirien entzieht sie sich 1909 durch Flucht. Die ersten Jahre ihres bis 1917 dauernden Exils verbringt sie hauptsächlich im Deutschen Kaiserreich. Sie ist Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, hat Kontakt zu August Bebel und Karl Liebknecht und findet in Clara Zetkin, Luise Kautsky und Rosa Luxenburg Mitstreiterinnen für ihre frauenpolitische Positionen, die sie in dem Buch „Soziale Grundlagen der Frauenfrage“ entwickelt.

Im 3. August 1914, es ist der Tag an dem das Deutsche Reich der Französischen Republik den Krieg erklärt, wird sie in Berlin verhaftet. Einen Tag später befindet sie sich bereits wieder auf freiem Fuß. Bei der Durchsuchung ihres Zimmers war man auf ihr Mandat für die Internationale Sozialistsiche Frauenkonferenz gestoßen. Eine russische Revolutionärin kann schlechterdings eine zaristische Spionin sein. Man legte ihr allerdings nahe, das Land umgehend zu verlassen.

Ihr Weg führ sie ins neutrale Schweden. Ihre Agitation gegen den Krieg führt zu ihrer Verhaftung und Ausweisung. Sie wird mittels Polizeieskorte nach Kopenhagen abgeschoben. Auch Dänemark muss sie bald verlassen. Die nächsten drei Jahre findet sie im norwegischen Oslo Aufnahme.

Im Februar 1917 ist sie eine der ersten politischen EmigrantInnen, die nach Russland zurückkehren. Nach der Oktoberrevolution wird sie Volkskommissarin für das Wohlfahrtswesen und damit weltweit die erste Ministerin. Trotz Bürgerkrieg und der wirtschaftlich enorm angespannten Situation gelingt es ihr, eine Reihe von fortschrittlichen sozialpolitischen Maßnahmenchen zur Verbesserung der Lage der Frauen auf den Weg zu bringen. Denn „die wirklich befreite Frau muß materiell vom Mann unabhängig sein und von den mit der Mutterschaft verbundenen Pflichten entlastet werden”.

Sie ist der Auffasssung: „Nicht die sexuellen Beziehungen bestimmen das moralische Ansehen der Frau, sondern ihr Wert im Arbeitsleben, bei der gesellschaftlich nützlichen Arbeit.” Mit ihrer „neuen Sexualmoral” eckt sie an und stellt die patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen infrage.

Ihr Buch „Wege der Liebe“ wird im Malik-Verlag erstmalig 1925 veröffentlicht und ist ein großer Erfolg. Daran ändert auch eine kritische Rezension Kurt Tucholskys unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel in „Die Weltbühne“ nichts. Bis zum Verbot des Buches durch die NationalsozialistInnen werden über 30.000 Exemplare verkauft.

In den Erzählungen greift sie aktuelle Probleme auf: zum Beispiel die Doppelbelastung durch Berufstätigkeit und Haushalt und die Sorge vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Sie zeichnet aber auch das Bild einer neuen unabhängigen Frau, die sich engagiert und ihre Rolle in der Gesellschaft definiert. Viele Frauen erkennen sich, ihren Alltag und ihre Sehnsüchte in dem Buch wieder.
„Wege der Liebe“ kann auch heute noch als eine Bereicherung beim Nachdenken über die Rolle der Frau in der Gesellschaft erlebt werden.

In ihrer 1926 veröffentlichten Autobiografie schreibt sie: „Die Frauen und ihr Schicksal beschäftigten mich ein Leben lang, und ihr Los war es auch, das mich zum Sozialismus führte.”

Bereits 1922 beginnt für sie mit den ersten Schritten am diplomatischen Parkett Norwegens ein neuer Lebensabschnitt. Danach arbeitet sie als Botschafterin in Mexiko und zwischen 1930 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges vertritt sie ihr Land in Schweden.

1944 hat sie großen Anteil am Waffenstillstandsabkommen zwischen Moskau und Helsinki, das Finnland den Ausstieg aus dem Zweiten Weltkrieg ermöglicht.

1945 zog sie sich von allen Ämtern zurück, war aber bis zu ihrem Tod 1952 als Beraterin des sowjetischen Außenministeriums tätig.

Gegen Ende ihres Lebens resümierte sie folgendermaßen: „Ich hatte immer ein Talent zu ‚leben’, und ich habe es heute noch. Ich habe viel erreicht, viel gekämpft, viel gearbeitet, aber ich konnte mich auch freuen am Leben, wie immer es aussah.”

Stefan Zweig

7. Mai 2013 von eag

Literaturquiz anlässlich 80 bzw. 75 Jahre Bücherverbrennung

Die Antworten auf das 7. literarische Rätsel des dreiundzwanzigteiligen Quizes

Diese Quizrunde war dem Gedenken an die Salzburger Bücherverbrennung von 1938 und dem dort lange Jahre lebenden Stefan Zweig gewidmet.

Neben dem Namen des Schriftstellers und dem Titel seiner Autobiographie wollten wir auch den Namen mindestens eines Autors wissen, den der Gesuchte in der Zeit der Imigration finanziell unterstützte.

Autor: Stefan Zweig (1881 – 1942)
Titel: Die Welt von Gestern
Zweig unterstützte beispielsweise: Joseph Roth (1894 – 1939), Ernst Weiss (1882 – 1940)

Erinnerung:
Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftender Doppelpunkt.

Falls die Informationen, die wir für Sie über Stefan Zweig im „Duftenden Doppelpunkt“ zusammengetragen haben, nicht ausreichen, sind Sie eingeladen, in folgenden Sites zu blättern:

Casa Stefan Zweig (Deutsch, Português, English, Français)

Kommentierte Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Alle bisherigen Fragen, Antworten und die das Quiz begleitenden Beiträge finden Sie auf der Seite „Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933″.

Die nächsten Quizfragen stellen wir am Mittwoch, dem 08. Mai 2013. Zu deren Beantwortung haben Sie bis Dienstag, dem 21. Mai 2013 um 12:00 Uhr Zeit.

Die Preise und ihre GewinnerInnen

Stefan Zweig: Schachnovelle aus dem Fischer Taschenbuch Verlag und Königs Erläuterungen: Textanalyse und Interpretation zu Stefan Zweig Schachnovelle aus dem Bange Verlag geht an Herrn Joachim K.

Zweigs Schachnovelle „Das Unwahrscheinliche hatte sich ereignet, der Weltmeister, der Champion zahlloser Turniere hatte die Fahne gestrichen vor einem Unbekannten, einem Manne, der zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre kein Schachbrett angerührt. Unser Freund, der Anonymus, der Ignotus, hatte den stärksten Schachspieler der Erde in offenem Kampfe besiegt!“
Das Erstaunen ist groß, als der unscheinbare Dr. B., österreichischer Emigrant auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, eher zufällig gegen den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic antritt und seinen mechanisch routinierten Gegner mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage und reißt eine seelische Wunde wieder auf, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.

Via Fischer Tachenbuch Verlag

Königs Erläuterungen zur Schachnovelle159 Bände umfasst die Reihe Königs Erläuterungen und Materialien, von antiken über klassische bis hin zu zeitgenössischen modernen Werken, allesamt wichtige Schullektüren und Schlüsselwerke. Königs Erläuterungen bieten Band für Band verlässliche Lernhilfen für Schüler und weiterführende Informationsquellen für Lehrer und andere Interessierte, sie sind verständlich und prägnant geschrieben (…) Schematische Darstellungen, Hinweise in Textkästchen am Rand der Erläuterungen und in Kopf- und Fussleisten ermöglichen eine schnelle Orientierung.

Via Bange Verlag

Stefan Zweig: Magellan aus dem Fischer Taschenbuch Verlag geht an Frau Alexandra E.

Magellan von Stefan Zweig„Es ist ein Buch für Männer, es ist ein Werk für junge Menschen… Es gibt Mut“, urteilte Ernst Weiß 1938. Die Begeisterung, die Stefan Zweig für den größten Entdecker an der Schwelle der Neuzeit empfand, den Portugiesen Fernao de Magelhaes, „Magellan, wie die Geschichte ihn nennt“, wirkt unverändert fort. Magellans Mut, gegen die scheinbar unverrückbare Grundüberzeugung seiner Zeit, gegen das Dogma des ptolemäischen Weltbildes aufzustehen und es durch die wagemutige Tat, die erste Weltumsegelung der Geschichte, zu widerlegen, forderte Stefan Zweig wiederum zu einer biographie romancée heraus: es ging ihm auch hier darum, die Tat dieses außerordentlich kühnen Menschen aus seiner Persönlichkeit und seinem Charakter heraus zu verstehen und verständlich zu machen. Er selbst war überrascht, wie sehr in diesem Leben Traum und Wirklichkeit verschwistert waren, „denn ich hatte ununterbrochen das merkwürdige Gefühl, etwas Erfundenes zu erzählen, einen der großen Wunschträume, eines der heiligen Märchen der Menschheit“.

Via Fischer Tachenbuch Verlag

Lilian M. Bader: Ein Leben ist nicht genug. Memoiren einer Wiener Jüdin aus dem Milena Verlag geht an Frau Gudrun F.

Autobiografische Erinnerungen an eine verlorene Welt zwischen dem Alsergrund in Wien und New York. Ein historisch hochinteressanter Fund aus dem Archiv des New Yorker Leo-Baeck-Instituts.

Ein Leben ist nicht genugEin Leben zwischen Anpassung und Selbstbestimmung, zwischen Assimilation und Flucht. Die Memoiren zeichnen sich durch viele köstliche Anekdoten und den scharfen Blick Baders aus, der in vielen Details erkennen lässt, dass für sie das Private nie von der aktuellen Politik zu trennen war.
Wien im Fin de siècle. Lilian Bader, geborene Stern, wächst in behütet bürgerlichen Verhältnissen auf, wenngleich das nach außen aufrechterhaltene Bild nicht der familiären Realität entspricht. Es sind die letzten Jahre der Donaumonarchie, die Bader, neben der ständigen Abwesenheit des Vaters, prägen: das bunte Treiben in der kaiserlichen Residenzstadt, der Tod der Kaiserin; das künstlerische Wien, das nicht zuletzt aufgrund der Arbeit ihrer Mutter als Klavierlehrerin und des musikalischen Talents ihrer Schwester an Bedeutung gewinnt.
Lilian Bader, die mit ihrer Familie 1938 zur Emigration gezwungen wird, erzählt auf beeindruckend analytische Weise von ihren Studienjahren als eine der ersten Chemiestudentinnen in Wien, dem zunehmenden Antisemitismus, der jungen 1. Republik, dem Dollfuß-Attentat, den Jahren des Austrofaschismus und der familieneigenen „Stern’schen Schule“, einer bekannten Mädchenschule, die von Bader nach dem Tod der Mutter geleitet wurde und die nach der erfolgten Arisierung in der Nazizeit, als Exempel für die Restituierungspolitik in der 2. Republik, verstanden werden kann.

Via Milena Verlag

Der Himmel ist blau. Kann sein. Frauen im Widerstand. Österreich 1938 – 1945 aus dem Promedia Verlag geht an Frau Dagmar W.

Der Himmel ist blau. Kann sein.„Oft dokumentiert, in Zeitschriftenserien gefeiert wird der Widerstand der großbürgerlichen und adeligen Generäle gegen das Nazi – Regime. Doch in diesem menschen- wie frauenverachtenden System , das die Frauen auf das Gebären von Kanonenfutter und liebevolle Krankenschwesterndienste an den im Feld stehenden Männern, später auch auf die Produktion von Kriegsmaterial, festgelegt hat, entstand ein machtvolles Potential von Freiheitskämpferinnen, im Dienste nicht nur der Zerschlagung des Naziterrors, sondern auch ihrer eigenen politischen wie menschlichen Emanzipation.

Ein ungemein wichtiges, längst schon überfälliges Buch über weibliche Menschen, die unseren ganzen nationalen und patriotischen Stolz ausmachen müssen“ Elfriede Jelinek

Via Promedia Verlag

Der Film Mutters Courage von Michael Verhoeven aus der Zweitausendeins Edition geht an Liselotte J.

Mutters CourageDie besetzte Stadt Budapest im Jahre 1944. George Taboris Mutter Elsa wird auf der Straße verhaftet und zum Westbahnhof gebracht, wo etwa viertausend Juden zur Deportation zusammengetrieben werden. Man transportiert sie zunächst in einen kleinen Ort an der Grenze, wo sie in einem Lagerhaus auf ihre Weiterfahrt in ein Vernichtungslager warten. Elsa Tabori fasst sich ein Herz und spricht den verantwortlichen SS-Offizier an. Kriegsfilm mit George Tabori, Pauline Collins, Ulrich Tukur, Natalie Morse u.a. Regie: Michael Verhoeven. Extras: Interviews mit Michael Verhoeven und George Tabori, Making of, Geschnittene Szenen, Filmdokumentation „Tabori – Theater ist Leben“, Kurzfilm „Frau Goldmann und der liebe Herrgott“, Biografie Michael Verhoeven, Fotogalerie, Trailer.

Via Zweitausendeins

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

Brillis Wort zum Montag

6. Mai 2013 von bp

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Frühlingsgruß

„Wo bist du gewesen? Wie siehst du aus? Warum sind deine Pfoten gelb?“ Ein bisschen viel an Fragen auf einmal, dachte ich. Aber berechtigt, wie ich mir eingestehen musste. Schließlich war ich eine halbe Stunde – „Einen gefühlten ganzen Vormittag“, wie Hauskaspar I nicht müde wurde zu betonen – abgängig. „Abgedampft, du kannst ruhig abgedampft schreiben“, liegt mir Hauskaspar II beim Verfassen dieser Zeilen ständig im Ohr. Ja, ich gebe es zu: Ich habe mich unerlaubterweise entfernt. Ich bin durchs Unterholz getrabt, habe im Gebüsch nach Köstlichkeiten gesucht und war planschen im Schlick. Dabei habe ich mehrere Ästchen am Schwanz, etwas Moos an den Ohren und Algen am Bauch mitgenommen. Ja, ich gebe es zu: Es ist für die Hauskaspars nicht immer lustig, dieses Zeug und anderes mehr aus meinem Fell zu klauben. Es ist auch nicht immer freudvoll, mit mir als „Stinkpaket“ (O-Ton Hauskaspar I) in den öffentlichen Verkehrsmitteln heimzufahren und durch gerümpfte Nasen von Mitreisenden gestraft zu werden. Nicht zu vergessen die Schmach, wenn andere Zweibeiner sich demonstrativ von uns wegsetzen.

„Vergiss nicht zu schreiben, woher du die kanariengelben Pfoten hast.“ Nun fängt auch noch Hauskaspar I an zu motzen! Es musste passiert sein, als ich über die mit Löwenzahn gesprenkelte Frühlingswiese lief und an einem Baum vorbeizischte, der gelbe nadelartige Dinger von sich warf, von denen viele an meinen Beinen kleben blieben. Beim Versuch der Hauskaspars, das Zeug von mir zu kletzeln, färbten sich deren Finger – orange. Bei der Rückfahrt in der U-Bahn gaben wir – ich hatte noch etwas Moos an meinen Ohren – einen hübschen Frühlingsgruß ab.

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

Brillis Elektro Post

100.000 gemeinfreie Bücher online

4. Mai 2013 von eag

Die Österreichische Nationalbibliothek hat einen ersten Schwung digitalisierter Bücher online gestellt: 100.000 gemeinfreie Titel aus dem 16. bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind jetzt im Rahmen des Projekts „Austrian Books Online” frei im Netz zugänglich. Insgesamt soll der komplette historische Buchbestand – um die 600.000 Werke – digitalisiert werden.

Via iRIGHTS info: Beschränkte Gemeinfreiheit bei Österreichs Nationalbibliothek

Gefunden werden können die Bücher über den Online-Katalog der Österreichischen Nationalbibliothek und Google Bücher. Sie können online gelesen, im Volltext durchsucht und vollständig heruntergeladen werden.

In naher Zukunft sollen sie auch über Europeana, die europäische digitale Bibliothek, verfügbar sein.

Mehr Infos über die Google Buchsuche – Bibliotheksprogramm – ein erweiterter Katalog mit den Büchern dieser Welt.

75 Jahre Bücherverbrennung in Salzburg

2. Mai 2013 von eag

Bücher am Scheiterhaufen

Alte Plätze sonnig schweigen.
Tief in Blau und Gold versponnen
Traumhaft hasten sanfte Nonnen
Unter schwüler Buchen Schweigen.

Diese Zeilen schreibt Georg Trakl 1910 in seinem Gedicht „Die schöne Stadt“ über Salzburg. Wenige Jahrzehnte später, am 30. April 1938, zeigt sich die Stadt von einer ganz anderen Seite.

30. April 1938

„Heute 20 Uhr Residenzplatz! Durch die symbolische Verbrennung jüdischer und klerikaler Bücher am Vorabend des Tages der deutschen Arbeit soll der Anbruch der nationalsozialistischen Revolution auch auf geistigem und kulturellem Gebiete zum Ausdruck gebracht werden. Das deutsche Salzburg ist zur Stelle! Heil Hitler!“ (Salzburger Volksblatt, 30. April 1938)

Nur wenige Wochen nach dem „Anschluss“, findet am Residenzplatz in der Salzburger Altstadt die einzige nationalsozialistische Bücherverbrennung in Österreich, der damaligen Ostmark, statt. Circa 1.200 Bücher aus Leihbüchereien, Buchhandlungen und privaten Haushalten bilden das Brennmaterial für den Scheiterhaufen.

Der Spiritus Rector der Aktion ist der Lehrer, Schriftsteller und SS Mann Karl Springenschmid. Als Landesrat für Erziehung und Volkspropaganda übt er ab März 1938 maßgeblichen Einfluss auf die Politik im Gau Salzburg aus.

10. Mai 1933 – das Vorbild

Dem Salzburger Autodafé gehen im Deutschen Reich die Bücherverbrennungen rund um den 10. Mai 1933 voraus. Bereits damals landen die Werke vieler österreichischer SchriftstellerInnen und Intellektueller auf den Scheiterhaufen: Franz Werfel, Joseph Roth, Gina Kaus, Sigmund Freud, Bertha von Suttner, Alexander Lernet Holenia, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig oder die in Salzburg geborene Alex Wedding.

Die in Wien erscheinende „Reichspost – Unabhängiges Tagblatt für das christliche Volk“ äußert sich über die Bücherverbrennungen bei den deutschen Nachbarn am 17. Mai 1933 folgendermaßen: „Man kann in der Nationalsozialistischen Kunst und Literaturrevolution mancherlei kreuzende Strömungen und Gegenströmungen beobachten. Die eine, die innerhalb kurzer Zeit die die deutsche Volksseele vergiftende Asphalt- und Zersetzungsliteratur fremdrassiger und einheimischer Provenienz weggeschwemmt hat, ist im Namen deutscher Würde und Ehre wärmstens zu begrüßen.“

Austrofaschismus und Zensur

Der Austrofaschismus (1934 – 1938) leistet in Österreich, nicht zuletzt durch seine Zensurmaßnahmen, gegen linke AutorInnen eine gründliche Vorarbeit im Sinne des Nationalsozialismus.

Gisela Kolar schreibt in ihrer Diplomarbeit „Ein ‚Vorspiel‘: Die Wiener Arbeiterbüchereien im Austrofaschismus“: „Das Verbot der sozialdemokratischen Partei (1934) eröffnet der ‚Zentralstelle für Volksbildung‘ (ZV) im Unterrichtsministerium (BMU) neue Möglichkeiten und bringt erweiterte Aufgaben mit sich: Das bedeutete oder bedingte eine massenhafte Säuberung von Büchereien landauf, landab und seien es Büchersammlungen kleiner Freiwilliger Feuerwehren. Es mussten hunderte und aberhunderte sozialdemokratische Bildungseinrichtungen – hier Büchereien – die als Vereine existierten, aufgelöst und liquidiert werden. Es mussten Lokale geschlossen, Miet- und Personalverträge gelöst und allfälliges Vermögen beschlagnahmt und verwertet werden. Volks- und Arbeiterbüchereien mussten gesichtet werden, und ‚unerwünschte‘, aber nicht zwangsweise ‚verbotene‘ Literatur war auszusondern.‘“

Die Salzburger „Spielart“ der Bücherverbrennung

Anders als bei den Bücherverbrennungen 1933 legen die Verantwortlichen in Salzburg den Schwerpunkt nicht nur auf die Vernichtung der Literatur linker, pazifistischer und jüdischer AutorInnen. Ihr Augenmerk gilt auch der Auslöschung des Schrifttums aus dem katholischen, austrofaschistischen und legitimistischen Bereich.
Hier klicken und weiterlesen »

Beiträge vor einem Jahr:
Literaturblog Highlights im April 2012

Seminare „Lernen lernen“ und „Motivation und Zeitmanagement“

30. April 2013 von eag

Lernen lernen kann jede/r lernen
Termin: Samstag: 11. Mai 2013 von 10.00 bis 13.00 Uhr
Die Programmdetails finden Sie hier auch als pdf-Datei.

Motivation dringend gesucht! Zeit- und Selbstmanagement für StudentInnen und SchülerInnen
Termin: 11. Mai 2013 von 14.00 bis 17.00 Uhr
Die Programmdetails finden Sie hier auch als pdf-Datei.

Der Anmeldeschluss für beide Seminare ist der 3. Mai 2013.
Ort: Afro-Asiatisches Institut Wien, Türkenstraße 3, 1090 Wien
Kosten: € 65.- / Seminar
ANGEBOT: Bei gleichzeitiger Buchung von je einem Vormittags- (10.00 bis 13.00 Uhr) UND einem Nachmittagsseminar (14.00 bis 17.00 Uhr) am selben Tag: € 110.-

Eine Seminarreihe in Kooperation mit Dr.in Natascha Miljkovic von „[(Zitat)]“-Ambulanz – ein Angebot der Zitier-Weise, Agentur für Plagiatprävention e.U.

Kontakt, weitere Informationen sowie Anmeldung:
E-Mail Zitat-Ambulanz
Homepage „[(Zitat)]“-Ambulanz

Oder Sie schicken ein Mail an die „Duftenden Doppelunkte“.

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag

„Duftender Doppelpunkt“ feiert Geburtstag

29. April 2013 von eag

Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ – Infos aus Literatur und Wissenschaft feiert heuer am 1. Mai seinen 8. Geburtstag.

cover_o¨llinger.indd

Um diesen Festtag alljährlich mit Ihnen zu begehen, hält das Redaktionsteam seit dem 1. Mai 2006 jeweils eine Geburtstagsüberraschung für Sie bereit. Diese steht immer mit dem 1. Mai bzw. der Literatur der Arbeitswelt in Zusammenhang.

Und womit überraschen wir Sie dieses Jahr?

Diesmal bieten wir allen FreundInnen des „Duftenden Doppelpunktes“, die sich für die Literatur der Arbeitswelt interessieren, die beiden Anthologien „Rote Lilo trifft Wolfsmann“ und „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ zu einem Sonderpreis von jeweils 5,90 Euro. Die „Rote Lilo“ und „Wir rufen auf!“ im Doppelpack gibt es um 9,90 Euro.
Da wir Amazon und Co. keine Konkurrenz machen wollen :-) , müssen wir die Portokosten leider zusätzlich auf die Rechnung setzen.

Buchcover RoteLilo trifft WolfsmannIn jedem der beiden Bücher stecken auf circa 145 Seiten zwischen 30 – 35 Texte, die sich in vielschichtiger Weise literarisch mit der Arbeitswelt auseiandersetzen.

Die Geburtstagsüberraschungen der Jahre 2006 – 2012.

Da sie mit keinem „Ablaufdatum“ versehen wurden, sind sie auch Jahre später noch aktuell.

2006: Um den 1. Geburtstag des Literaturblogs am 1. Mai 2006 würdig zu begehen, initiieren wir den Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes – Literatur der Arbeitswelt“.

2007: Wir laden unsere LeserInnen ein, ihre Gedanken und Erinnerungen zum 1. Mai mit uns zu teilen.

2008: Anlässlich des „Tages der Arbeit“ stellen wir eine kleine Auswahl an historischen Abzeichen zum 1. Mai vor.

2009: Am Tag des 4. Geburtstages des Literaturblogs, dem 1. Mai 2009, schreiben wir den 2. Literaturpreis „Der Duft des Doppelpunktes“ aus. Er widmet sich den verschleiernden und manipulativen Aspekten der deutschen Sprache hinsichtlich der Arbeitswelt.

2010: Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ stellt 15 E-Cards (elektronische Postkarten) mit Motiven aus den Maifestschriften der Sozialistischen Partei Österreichs (Deckblätter) aus dem Zeitraum zwischen 1890 – 1918 zur Verfügung.

2011: Wenige Tage nach dem 1. Mai findet die Preisverleihung des 2. Literaturpreises „Der Duft des Doppelpunktes“ zum Thema „Arbeitswelt und Sprache“ und die Präsentation der Anthologie „Wir rufen auf! Penner, Fleischwölfe und arbeitsscheues Gesindel“ statt.

2012: Das Literaturblog „Duftender Doppelpunkt“ bietet seinen LeserInnen einen kurzen Abriss der Geschichte des 1. Mai: Vom Haymarket zum 1. Mai.

Brillis Wort zum Montag

29. April 2013 von bp

Ein Hund ein Wort

Redaktionshund Brilli mit grauer Baskenmütze

Sportiv – Teil 2

Und da lachen die Zweibeiner über uns?

Kein Hund wäre so blöd – Entschuldigung, unvernünftig – bei 40 Grad in der Mittagshitze freiwillig und ohne ersichtlichen überlebensnotwendigen Grund über glühende Straßen zu wetzen.
In wie viele sehr, sehr tiefdunkellilarote Gesichter wir da wohl schon geblickt hätten, liefen wir bei solchen Temperaturen auf der Straße herum.
Bei all diesen sportiven Betätigungen vermisse ich die Ästhetik (siehe dazu meine Ausführung zum Farbrausch). Wer von den Zweibeinern über meinen o-beinigen Freund Louis, eine Französische Bulldogge, lacht, sollte einmal auf manchen menschlichen Plattfuß schauen. Hin und wieder findet sich so ein Exemplar beispielsweise bei Orientierungsläufern. Wenn sie durch den Wald taumeln – Entschuldigung: sich in der Natur orientieren – entsteht oft der Eindruck totaler Orientierungslosigkeit, mit oder ohne Plattfuß.
Auch der Behauptung, immer und immer wieder ein Stöckchen zu holen, müsse doch langweilig sein, kann ich mit einer Gegenfrage Paroli bieten: Wie ist das mit dem Ball, den die Zweibeiner stundenlang mit einem Schläger übers Netz peffern?
Apropos Stöckchen: Ja, dieser Exkurs muss sein, auch wenn Hauskaspar I deswegen zetert, weil selbst immer wieder mit diesen Nordic-Walking-Stöckchen unterwegs, mit korrekter Haltung und elegant, das muss ich zugeben, trotzdem: Was ist das für ein Sport, wo man Stecken hinter sich her schleift? „Sie fallen sonst um, die Zweibeiner“, lautet Zwetschkes Erklärung. Boshaft, jedoch nicht völlig von der Pfote zu weisen. Da haben wir es eindeutig besser, getroffen: Mit unseren vier Beinen haut uns nichts so schnell um.
Hat da wer gelacht?

Ende

Ein herzliches Wuff,
Ihre Brilli Paralia

PS: Hier geht’s zum 1. Teil von „Sportiv“
Brillis Elektro Post

Beratung für wissenschaftliches Schreiben

25. April 2013 von eag

Auf den Punkt gebracht

Rat und Tat für Ihre schriftliche Arbeit an Uni oder (Fach-)Hochschule

Klare Strukturen beim Schreiben, Gliederung des Textes, treffende Formulierung, korrektes Zitieren.
Einmal im Monat bieten wir eine kostenlose individuelle Schreib- und Textberatung für Ihre schriftliche Arbeit. Melden Sie sich zu einer 30-minütigen Einheit an und bringen Sie Ihren wissenschaftlichen Text mit.

Eine Kooperation von Natascha Miljkovic Zitier-Weise und Petra Öllinger „Der Duft des Doppelpunktes“ – Kultur- und Wissenschaftsinitiative.

Termine:
Donnerstag, 16. Mai oder Donnerstag, 6. Juni 2013

Folgende Zeiteinheiten stehen zur Auswahl:
16.00 bis 16.30 / 16.45 bis 17.15 / 17.30 bis 18.00
Anmeldung bitte spätestens drei Tage vor dem jeweiligen Termin.

Ort:
Lhotzkys Literaturbuffet
Taborstraße 28,(Eingang Rotensterngasse), 1020 Wien

Anmeldung und weitere Informationen:
Natascha Miljkovic: Tel.: 43/(0) 660/16 100 79, E-Mail an Natascha Miljkovic, Zitier-Weise

Petra Öllinger: Tel.: 43/(0) 1/597 7554, E-Mail an Petra Öllinger

Bücherverbrennung in Salzburg

24. April 2013 von eag

Am Vorabend des 1. Mai 1938, nur wenige Wochen nach dem „Anschluss“, findet am Residenzplatz in der Salzburger Altstadt die einzige offizielle nationalsozialistische Bücherverbrennung in Österreich, der damaligen Ostmark, statt. Circa 1.200 Bücher aus Leihbüchereien, Buchhandlungen und privaten Haushalten bilden das Brennmaterial für den Scheiterhaufen.

Anders als bei den Bücherverbrennungen 1933 im Deutschen Reich legen die Verantwortlichen in Salzburg den Schwerpunkt nicht nur auf die Vernichtung der Literatur linker, pazifistischer und jüdischer AutorInnen. Ihr Augenmerk gilt auch der Auslöschung des Schrifttums aus dem katholischen, ständestaatlichen bzw. austrofaschistischen und legitimistischen Bereich.

Karl Springenschmid, der Initiator der Bücherverbrennung in Salzburg, formuliert in seiner Feuerrede programmatisch: „Verbrannt, vernichtet sei alles, was an klerikaler Knechtung und jüdischer Verderbnis den Aufbruch einer wahrhaft deutschen Kultur behinderte.“ (Salzburger Volksblatt, 2. Mai 1938)

In Flammen gehen unter anderem die Werke von Joseph August Lux, Max Reinhardt, Otto von Habsburg, Kurt Schuschnigg und Stefan Zweig auf.

Das Literaturrätsel im „Duftenden Doppelpunkt“
Anlässlich des Gedenkens an die Salzburger Bücherverbrennung vom 30. April 1933 widmen wir das aktuelle Literaturrätsel einem Autor, der lange Jahre in Salzburg lebte.

VERANSTALTUNGSPROGRAMM 75 JAHRE BÜCHERVERBRENNUNG IN SALZBURG

75 jahre Salzburger BücherverbrennungRund um den Tag der Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung im April 1938 finden in der Stadt Salzburg bis zum 6. Mai 2013 zahlreiche Veranstaltungen, Projekte, Aktionen und Ausstellungen statt – organisiert von engagierten Personen und Institutionen, vernetzt in der Initiative „Freies Wort“.

Weiterführende Links

Literaturhaus Salzburg – Bücherverbrennung 1938

75 Jahre Salzburger Bücherverbrennung – 12 Stunden Programm auf der Radiofabrik

Fotoarchiv Franz Krieger: Bücherverbrennung am Residenzplatz

Salzburger Friedensbüro: Materialien zur Salzburger Bücherverbrennung

Stefan Zweig Centre Salzburg

Auch die Salzburger Universitätsbibliothek trägt mit einem umfangreichen Programm zum Gedenken an die Bücherverbrennung in Salzburg bei.

Infos über die Bücherverbrennung 1933 im Deutschen Reich finden Sie auf der Seite 80 Jahre Bücherverbrennung.

Beiträge vor einem Jahr:
Zum Tod von Yvette Z‘Graggen

75 Jahre Bücherverbrennung in Salzburg – Literaturquiz Teil 7

24. April 2013 von eag

Anlässlich des Gedenkens an die Bücherverbrennung am 30. April 1938 in Salzburg, firmiert der 7. Teil des Literaturquizes, mit dem wir an die Bücherverbrennungen 1933 / 1938 erinnern, diesmal ausnahmsweise unter dem Titel „75 Jahre Bücherverbrennung in Salzburg“.

Der Fischer Taschenbuchverlag stellt jeweils ein Exemplar zweier Titel des gesuchten Autors zur Verfügung. Weiters können Sie diesmal Publikationen der Verlage Milena, Promedia, Zweitausendeins und C.Bange gewinnen.

Die Quizfragen:
Wie heißt der gesuchte Autor?
Wie lautet der Titel seiner posthum erschienen Autobiografie?
Nennen Sie mindestens einen Literaten, den der Autor im Exil unterstützt hat.

Antworten bitte an: Literaturblog Duftender Doppelpunkt

Einsendeschluss: Dienstag, 07. 05. 2013 um 12:00 Uhr.

Erinnerung: Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftenden Doppelpunkt.

Das literarische Rätsel

Als Sohn eines Großindustriellen und einer Bankierstochter in Wien des Fin de Siècle aufwachsend, erfüllt er die bildungsbürgerlichen Ansprüche seines Elternhauses. Er maturiert und studiert Germanistik und Romanistik.

Im Winter 1900 schreibt er voller Stolz an Karl Emil Franzos (1848 – 1904), dem Herausgeber der Halbmonatszeitschrift „Deutsche Dichtung“: „Ich habe jetzt einen Gedichtband zusammengestellt unter dem Titel ‚Silberne Saiten‘, der 50 Gedichte enthält, d. h. die genaueste Auslese.“ Als das Buch 1901 im Verlag Schuster & Löffler in Berlin veröffentlicht wird, ist er gerade einmal 19 Jahre. Zu seiner großen Freude vertont Max Reger (1873 – 1916) später zwei dieser Gedichte.

Mir wird der Herbst so nah. Ich fühle seinen Frieden:
Mein Herz wird reich und groß in weitem Einsamsein.
Denn Schwermut, die die dunklen Dörfer überweht,
Hat meiner Seele viel von ihrem Glück gegeben.
Nun tönt sie leiser, eine Glocke im Gebet,
Und glockenrein und abendmild scheint mir mein Leben,
Seit es des Herbstes ernstes Bruderwort versteht.
Nun will ich ruhen wie das müde dunkle Land…
Beglückter geht mein Träumerschritt in leise Stunden,
Und sanfter fühle ich der Sehnsucht heiße Hand.
Mir ist, als hätt` ich einen treuen Freund gefunden,
Der mir oft nah war und den ich nie gekannt.

1904 erscheint seine erste Novelle „Die Liebe der Erika Ewald“. In diesem Jahr schließt er auch sein Studium mit dem Doktor der Philosophie ab.

Durch seine vielen Reisen, so besucht er bereits 1910 Indien und 1912 Nord- und Mittelamerika, lernt er zahlreiche Literaten und Künstler kennen, mit denen er, teilweise freundschaftlich verbunden, eine umfangreiche und langjährige Korrespondenz führt.

Nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs meldet er sich freiwillig zum Militär und arbeitet im k. u. k. Kriegsarchiv. Die Realität des Krieges ist ihm, auch fern des millionenfachen Sterbens, rasch bewusst und lässt ihn zum engagierten Pazifisten werden. 1917 vom Militärdienst entlassen, reist er in die neutrale Schweiz nach Zürich. Von dort aus arbeitet er als Korrespondent für die „Neue Freie Presse“ und publiziert seine humanistische Weltsicht auch in der „Pester Lloyd“.

Die Aufgabe des Schriftstellers und Publizisten sieht er nicht darin, unmittelbar politisch Stellung zu beziehen. Seine zunehmende internationale Bekanntheit nutzt er allerdings konsequent, um für humanistische und pazifistische Werte einzutreten.

Er überträgt das Werk bedeutender Autoren, wie jenes des Franzosen Romain Rolland (1866 – 1944) oder des Belgiers Emile Verhaeren (1855 – 1916) ins Deutsche: „Dem eigenen Wunsch und dem Rate Richard Dehmels folgend, nützte ich meine Zeit, um aus fremden Sprachen zu übersetzen, was ich noch heute für die beste Möglichkeit für einen jungen Dichter halte, den Geist der eigenen Sprache tiefer und schöpferischer zu begreifen …“

1919 bezieht er das bereits im Ersten Weltkrieg erworbene Paschinger Schlössel am Salzburger Kapuzinerberg. 1920 heiratet er die Schriftstellerin Friederike von Winternitz (1882 – 1971). Während der gemeinsamen Jahre in Salzburg unterstützt sie, unter Einschränkung ihres eigenen literarischen Schaffens, die Arbeit ihres Mannes.

Salzburg ist für ihn ein „produktives Pflaster“. Er schreibt unter anderem Novellen, Erzählungen, Theaterstücke und Biografien.

Die Gefahr des Nationalsozialismus erkennt er nicht in ihrer vollen Tragweite, hofft vielmehr, es wird alles rasch vorübergehen.

So schreibt er im Jänner 1932 an den französischen Literaturnobelpreisträger und Pazifisten Romain Rolland (1866 – 1944): Er „fürchte die Hitler-Anhänger nicht, selbst wenn sie an die Macht kommen“, denn „nach zwei Monaten werden sie sich selbst zerfleischen.“

Am 10. Mai 1933 wird er demselben fassungslos mitteilen: „Nicht ein Protest eines deutschen Schriftstellers gegen das Autodafé von Werfel, von Wassermann, von Schnitzler, von mir! Keiner, keiner, keiner! Nicht mal in einem privaten Brief!! (…) Ich bin derselbe Mensch, derselbe Schriftsteller wie vor 14 Tagen, ich habe seitdem nicht eine Zeile publiziert.
Aber seit dem Moment, da ich auf der Liste dieser 18jährigen kleinen Hanswurste stehe, wagt niemand mehr, mir zu sagen: ‚Wie geht´s, lieber Freund.‘ Ach, sie haben schon um solche Kleinigkeiten Schiß: stellen Sie sich vor, wie es erst in wirklicher Gefahr oder im Kampfe sein wird.“

Sein Freund Joseph Roth (1894 – 1939) ist da um vieles hellsichtiger, dieser schreibt ihm im April 1933: „Unsere Bücher sind im Dritten Reich unmöglich. Nicht einmal inserieren wird man uns. Auch nicht im Buchhändler-Börsenblatt. Die Buchhändler werden uns ablehnen. Die SA-Sturmtruppen werden die Schaufenster einschlagen.“

Nachdem der Nationalsozialismus immer stärker nach Österreich ausstrahlt und es einige Tage nach dem Ende des Bürgerkriegs („Februar 34“) zu einer polizeilichen Durchsuchung in seinem Haus kommt, übersiedelt der Autor nach London.

Seine Frau bleibt vorerst in Salzburg. Nach ihrer Scheidung 1938 emigriert sie nach Frankreich und später in die USA. Dort arbeitet sie als Übersetzerin und schreibt unter anderem biografische Werke über ihn.

Er enthält sich weiterhin einer eindeutigen Parteinahme gegen den Nationalsozialismus. So betont er in seiner Rede am P.E.N.-Kongress 1937 in Paris – das Treffen ist vom Spanischen Bürgerkrieg und vom Mord an Garcia Lorca (1898 – 1936) durch die spanischen Faschisten überschattet – es müsse „die Unberührbarkeit der dichterischen Aufrichtigkeit unversehrt bestehen bleiben.“

Seine finanziellen Mittel und seine Kontakte zu einflussreichen Persönlichkeiten setzt er immer wieder ein, um zu helfen. So unterstützt er Joseph Roth (1894 – 1939) und Ernst Weiß (1882 -1949) mit monatlichen Zahlungen. Eine argentinische Auszeichnung lehnt er dankend ab und bittet statt dessen um Visa für drei Flüchtlinge.

In England lebt er gemeinsam mit seiner Sekretärin Lotte Altmann (1908 – 1942), sie heiraten 1939. Ein Jahr später erhalten sie die britische Staatsbürgerschaft. Bald darauf verlassen sie Europa.

Bereits 1936, auf dem Weg zum Treffen des PEN-Clubs im argentinischen Buenos Aires, lernt er Brasilien kennen und wird begeistert aufgenommen. Das Land wird für ihn zum Gegenbild des von Krieg und Rassismus zerstörten Europas. In einem Vortrag unter dem Titel „Dank an Brasilien“ vor der Brasilianischen Literaturakademie in Rio schließt er mit den Worten: „Und wenn ich mir vom Leben noch etwas Schönes wünschen darf zu dem unerschöpflich Schönen, das ich hier gesehen und empfangen habe, so wäre es dies: – wiederkehren zu dürfen in dieses wunderbare Land!“

Auf den Tag genau, vier Jahre nach seiner ersten Ankunft, betritt er gemeinsam mit seiner Frau wieder brasilianischen Boden.

Getulio Vargas (1882 – 1954), er regierte von 1937 – 1945 mit diktatorischer Vollmacht, hat in der Zwischenzeit den Notstand ausgerufen, alle politischen Parteien verboten und den „Estado Novo“ („Neuer Staat“) proklamiert. Eine Reihe führender Männer des Regimes befürworten zu diesem Zeitpunkt freundschaftliche Beziehungen mit dem nationalsozialistischen Deutschland.

1941 dankt er Brasilien für die freundliche Aufnahme mit dem kulturpolitischen Essay „Brasil – Païs do futuro“ („Brasilien – Ein Land der Zukunft“). Das Buch wird von einem Teil der BrasilianerInnen, nicht zuletzt durch seine idealisierende Sichtweise, als Auftragswerk des autoritär herrschenden Regimes gesehen.

Zuletzt lebt er gemeinsam mit seiner Frau in Petropolis, 70 Kilometer von Rio, hoch in den Bergen.
In seiner Autobiografie, die er nun vollendet, hält er Rückschau: „Jener Septembertag 1939 zieht den endgültigen Schlußtrich unter die Epoche, die uns Sechzigjährige geformt und erzogen hat. Aber wenn wir mit unserem Zeugnis auch nur einen Splitter Wahrheit aus ihrem zerfallenden Gefüge der nächsten Generation übermitteln, so haben wir nicht vergebens gewirkt.“

Am 22. Februar 1942 setzen beide, durch die Einnahme von Veronal, ihrem Leben ein Ende. Sein Abschiedsbrief, „Declaração“, schließt mit folgenden Zeilen:
„Ich grüße alle meine Freunde! Mögen sie die Morgenröte noch sehen nach der langen Nacht! Ich, allzu Ungeduldiger, gehe ihnen voraus.“

Entgegen ihrem testamentarischen Wunsch wird das Ehepaar im Rahmen eines Staatsbegräbnisses auf dem Friedhof von Petropolis zu Grabe getragen.

Im Mai 1942 beschließt die Wiener Universität, ihm den Doktortitel abzuerkennen.

***

Siehe auch den Beitrag Bücherverbrennung in Salzburg.

Beiträge vor einem Jahr:
Zum Tod von Yvette Z‘Graggen

Alexander Moritz Frey

23. April 2013 von eag

Literaturquiz anlässlich 80 Jahre Bücherverbrennung

Die Antworten auf das 6. literarische Rätsel des dreiundzwanzigteiligen Quizes

Diesmal fragten wir nach einem Autor, der 1933 von einem Freund im Kofferraum seines Wagens über die Grenze nach Österreich gebracht wurde.

Neben dem Namen des Schriftstellers und dem Titel seines phantastischen Romans aus dem Jahre 1914 wollten wir auch den Namen des Freundes wissen.

Autor: Alexander Moritz Frey (1881-1957)
Titel: Solneman der Unsichtbare
Freund: Alfred Neumann (1895-1952)

Erinnerung:
Wenn Sie an die jeweils aktuelle Quizrunde erinnert werden möchten, senden Sie bitte einfach ein leeres Mail mit dem Betreff „Literaturquiz Erinnerung“ an das Literaturblog Duftender Doppelpunkt.

Falls die Informationen, die wir für Sie über Alexander Moritz Frey im „Duftenden Doppelpunkt“ zusammengetragen haben, nicht ausreichen, sind Sie eingeladen, in folgenden Sites zu blättern:

Alexander Moritz Frey: Der phantastische Satiriker

Leseprobe zu Stefan Ernsting: Der phantastische Rebell A. M. Frey oder …

Alle bisherigen Fragen, Antworten und die das Quiz begleitenden Beiträge finden Sie auf der Seite „Literaturquiz zur Bücherverbrennung 1933″.

Die nächsten Quizfragen stellen wir am Mittwoch, dem 24. 04. 2013. Zu deren Beantwortung haben Sie bis Dienstag, dem 07. 05. 2013 um 12:00 Uhr Zeit.

Die Preise und ihre GewinnerInnen

A. M. Frey: Die Pflasterkästen aus dem Elsinor Verlag geht an J. Hentzschel.

Alexander Moritz Frey, PflasterkästenDer 1929 veröffentlichte Roman erregte in der Spätphase der Weimarer Republik beträchtliches Aufsehen und wurde sogar ins Polnische, Niederländische und Englische übersetzt. Kritiker wie W. E. Süskind stellten ihn über Remarques Im Westen nichts Neues („Frey gelingen Gestalten, Feldärzte und Kommandeure, in denen eine Wahrheit des Krieges enthalten ist, von der Remarques Buch höchstens eine Andeutung gibt.“), und Carl von Ossietzky konstatiert in der Weltbühne: „Die Gloriole des Kriegsgottes wird stinkend und vertropft als grüner Eiter … Hier führen, so seltsam es klingen mag, die Toten das Wort.“ Entsprechend heftig reagiert die national gesinnte Presse; folgerichtig landen die Pflasterkästen 1933 in den Feuern der Bücherverbrennungen. Seither ist es um den Autor still geworden; ein Jahrhundert nach Beginn des Ersten Weltkrieges ist es an der Zeit, einen der bedeutendsten pazifistischen Romane über jenen Krieg neu zu entdecken.

Via Elsinor Verlag

Erich Hackl: Abschied von Sidonie aus dem Diogenes Verlag geht an M. Klein.

Abschied von Sidonie… in einer knappen, präzisen Sprache erzählt Hackl das bewegende Schicksal Sidonies, ihr kurzes Glück bei den Pflegeeltern und deren verzweifelte Bemühungen, das Kind vor dem ihm zugedachten Ende zu bewahren. „Abschied von Sidonie “ist nicht nur eine Chronik der Gewalt, von „Trägheit des Herzens“ und Bestialität des Anstands, sondern auch eine Liebeserklärung an Menschen, die in großen wie in kleinen Zeiten Mitgefühl und Selbstachtung vor falsch verstandene Pflichterfüllung gestellt haben. Zugleich gibt das Buch einen tiefen Einblick in den Zustand eines Landes und seiner Bewohner, zeigt, was möglich war und was wirklich wurde, und was davon geblieben ist.

Via Diogenes Verlag

Leontina Arditti: An meinem Ende steht mein Anfang. Ein jüdisches Leben in Bulgarien aus dem Milena Verlag geht an A. Schmidt.

Leontina ArdittiLeontina Arditti wurde 1929 in Sofia geboren. Ihre Autobiographie, die hiermit in deutscher Sprache vorliegt, erschien erstmals 1995 in dem bulgarischen Verlag Schalom.
Es ist die Geschichte ihrer Mädchenzeit und Jugend in der Zeit des Holocaust, die sie – aus der Perspektive des Mädchens – ausgesprochen plastisch, farbenreich und gefühlvoll erzählt.
Die Geschehnisse dieser Zeit und das Schicksal ihrer sowie vieler anderer jüdischer Familien in Bulgarien ist mittel- und westeuropäischen LeserInnen bislang noch weitgehend unbekannt. Eindrucksvoll schildert Arditti aus ihren Erinnerungen, wie die Rettung von 50.000 Jüdinnen und Juden während des 2. Weltkrieges möglich war.

Via Milena Verlag

Hermann Vinke: Das kurze Leben der Sophie Scholl aus dem Verlag Hörbuch Hamburg (Silberfisch) geht an K. Siebler.

Sophie SchollSophie Scholl wurde am 22. Februar 1943 mit dem Fallbeil hingerichtet. Sie war Mitglied der Weißen Rose, die bis heute den Widerstand gegen Hitler verkörpert. Scholl-Experte Hermann Vinke zeichnet das zutiefst anrührende Bild einer jungen Frau, die lieber starb, als ihre Aufrichtigkeit vom Staatsterror zerstören zu lassen. Eine Haltung, die bis heute nicht an Faszination verloren hat.

Via Verlag Hörbuch Hamburg

Beiträge vor einem Jahr:
Brillis Wort zum Montag